SOS in Ita­li­en

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Erste Seite -

Die Ita­lie­ner sit­zen auf dem Tro­cke­nen: In ei­ni­gen Re­gio­nen Ita­li­ens hat es seit Mo­na­ten nicht ge­reg­net. Um die Ver­sor­gung der Be­völ­ke­rung mit Trink­was­ser zu ga­ran­tie­ren, rief die Re­gie­rung in Rom für Par­ma und Pi­a­cen­za den Not­stand aus. Der längs­te Fluss des Lan­des, der Po, glei­che ei­nem Bäch­lein, schrieb die Nach­rich­ten­agen­tur An­sa. Der Pe­gel­stand lie­ge 65 Pro­zent un­ter dem sai­so­na­len Nor­mal­wert. Ei­ni­ge Kom­mu­nen ha­ben Ver­bo­te oder Ra­tio­nie­run­gen von Was­ser ver­hängt. Weil auch in Rom das Trink­was­ser knapp wird, hat Bür­ger­meis­te­rin Rag­gi das Spie­len mit Was­ser, das Fül­len von Swim­ming­pools und das Wa­schen von Au­tos ver­bo­ten. Und die Tem­pe­ra­tu­ren stei­gen wei­ter: Für Bo­lo­gna, Bre­scia, Tu­rin, Flo­renz und Peru­gia gilt Hit­ze­alarm. Das Meer in Li­gu­ri­en ist der Um­welt­agen­tur Ar­pal zu­fol­ge um fünf bis sechs Grad wär­mer als nor­ma­ler­wei­se im Ju­ni. Auch Spa­ni­en hat den hei­ßes­ten Früh­ling seit Be­ginn der Wet­ter­auf­zeich­nun­gen hin­ter sich. Seit dem Herbst lei­den be­son­ders der Nor­den und die Mit­te des Lan­des un­ter man­geln­den Nie­der­schlä­gen. Dies ha­be zu ei­ner „be­sorg­nis­er­re­gen­den Dür­re“ge­führt, der ver­mut­lich schlimms­ten seit 20 Jah­ren, wie die Zei­tung „El Mun­do“be­rich­te­te. Be­son­ders be­trof­fen sei­en zwei Flüs­se: Der Ta­jo, der längs­te Fluss der Ibe­ri­schen Halb­in­sel, der 39 Pro­zent we­ni­ger Was­ser tra­ge als im Ju­ni 2016, so­wie der Du­e­ro, der der­zeit 46 Pro­zent we­ni­ger Was­ser füh­re als im Vor­jahr.

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