Fröh­lich grie­chisch

Beim Zel­ti­val spielt am Sams­tag die Band „Lo­co­mon­do“

Der Sonntag (Mittelbaden) - - DIE REGION - Lie lie

Wenn der gro­ße Kon­zert­raum des Toll­hau­ses wie­der auf ei­ner Sei­te den Som­mer und die Zu­hö­rer groß­zü­gig her­ein lässt, wenn auf dem Ge­län­de des Kul­tur­zen­trums ei­ne läs­si­ge At­mo­sphä­re für Frei­luft-Ge­sel­lig­keit rund um bei­nah täg­li­che at­trak­ti­ve Gast­spie­le ent­steht – dann ist Zel­ti­val-Zeit in Karls­ru­he. Bis 6. Au­gust nicht mehr so „zel­tig“wie in den An­fangs­jah­ren, aber im­mer mit Bands und gro­ßen Na­men, bei de­nen meist ab 20.30 Uhr gu­te Stim­mung er­war­tet wer­den kann. Das Zel­ti­val auf dem Ge­län­de des Al­ten Schlacht­hofs Karls­ru­he wird am Don­ners­tag 6. Ju­li, er­öff­net. Dann spielt „Ban­da In­ter­na­tio­na­le“aus Dres­den. Das 20-köp­fi­ge En­sem­ble hat mu­si­zie­ren­de Flücht­lin­ge auf­ge­nom­men und spielt Mu­sik vom Bal­kan, von Nord- und Zen­tral­afri­ka oder aus Süd­ame­ri­ka. (Ein­tritt zehn Eu­ro.) Der Aus­tra­li­er Ya­vier Ruud und sei­ne Mit­strei­ter brin­gen je­de Men­ge Gi­tar­ren, Di­ge­ri­doos und Trom­meln mit, wenn sie am Frei­tag, 7. Ju­li, ih­re Ver­sio­nen von Folk, Reg­gae oder Welt­mu­sik er­klin­gen las­sen. Abend­kas­se 29 Eu­ro. Am Sams­tag, 8. Ju­li, will sich ei­ne grie­chi­sche Band wie­der ein­mal mit Er­folg in die Her­zen der Zu­hö­rer in Deutsch­land spie­len. „Lo­co­mon­do“ste­hen für ein­zig­ar­ti­gen Reg­gae und die Ver­knüp­fung von Ska, Dub, Rock und ka­ri­bi­schen Rhyth­men mit tra­di­tio­nel­len Ele­men­ten ih­rer Hei­mat. Da­zwi­schen er­zählt Lead­sän­ger Mar­kos Ku­ma­ris un­ter­halt­sa­mes in meh­re­ren Spra­chen. Sei­ne sie­ben Band­kol­le­gen ha­ben auch Gei­ge, Bou­zou­ki und Bagla­ma (ei­ne Lau­te) im Ge­päck. Kon­zert­be­ginn 20.30 Uhr. Kar­ten 20,80 oder 22 Eu­ro. Ein kur­zes Ve­ne­dig-Ge­dicht von Jan Wa­gner be­ginnt so: „im gro­ßen ca­na­le hin­gen die gon­deln, / schwar­ze se­mi­ko­lons / zwi­schen den er­zäh­lun­gen der pa­läs­te“. Es ist ty­pisch für den 1971 in Hamburg ge­bo­re­nen Ly­ri­ker, über­ra­schen­de und den­noch kla­re Bil­der zu fin­den. Er liebt es, sei­ne The­men mit viel Tie­fe und Lust am Klang zu durch­drin­gen. Ge­ra­de wur­de be­kannt, dass der in Ber­lin le­ben­de Au­tor den Büch­ner-Preis 2017 er­hält. Am Mitt­woch, 5. Ju­li, kommt Wa­gner zu ei­ner Le­sung nach Karls­ru­he. Im Prinz-Ma­xPa­lais ist er um 19 Uhr zu Gast bei der Li­te­ra­ri­schen Ge­sell­schaft. (Ein­tritt acht und zehn Eu­ro.) Er liest Ge­dich­te und Pro­sa aus sei­nem ak­tu­el­len Es­say­band „Der ver­schlos­se­ne Raum.“Im Vor­jahr er­schien ei­ne Ge­dicht­samm­lung aus den bis­he­ri­gen sie­ben Ein­zel­wer­ken. Sie heißt „Selbst­por­trät mit Bie­nen­schwarm“.

Am Mitt­woch liest er in Karls­ru­he: Ly­ri­ker Jan Wa­gner. Fo­to: Vil­la Mas­si­mo / Al­ber­to No­vel­li

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