Sonn­tags-Cock­tail

Der Sonntag (Mittelbaden) - - WETTER -

Os­car-Preis­trä­ge­rin Em­ma Sto­ne („La La Land“) är­gert sich über die un­glei­che Be­zah­lung für Frau­en und Män­ner in Hol­ly­wood. Zugleich dankt sie für die So­li­da­ri­tät männ­li­cher Co-Stars: Kol­le­gen hät­ten auf ei­ne hö­he­re Ga­ge ver­zich­tet, um da­mit auf dem glei­chen Ni­veau wie sie zu lie­gen, er­zähl­te Sto­ne der US-Zeit­schrift „Out“. Die Män­ner hät­ten dies als fair emp­fun­den. Sto­ne ver­weist auf „meh­re­re“Co-Stars, oh­ne Na­men zu nen­nen. Frau­en be­kä­men in Hol­ly­wood bes­ten­falls 80 Cent ver­gli­chen mit ei­nem Dol­lar für Män­ner, sag­te Sto­ne. Im No­vem­ber kommt ihr Film „Batt­le of the Se­xes“in die deut­schen Ki­nos. In dem Ten­nis-Dra­ma spielt sie die Sport­le­rin und Frau­en­rechts-Ak­ti­vis­tin Bil­lie Je­an King, die 1973 vom Wim­ble­don-Cham­pi­on Bob­by Riggs (Ste­ve Ca­rell) her­aus­ge­for­dert wur­de. Das Match, das King in drei Sät­zen ge­wann, ging als „Batt­le of the Se­xes“, als „Kampf der Ge­schlech­ter“, in die Sport­ge­schich­te ein.

Ma­la­la Yousaf­zai, die pa­kis­ta­ni­sche Frie­dens­no­bel­preis­trä­ge­rin, hat am Frei­tag ih­ren letz­ten Schul­tag ge­habt. Über Twit­ter teil­te sie mit, dass der Schul­ab­schluss in ei­ner Se­kun­dar­schu­le im bri­ti­schen Bir­ming­ham „bit­ter­süß“für sie sei: „Ich weiß, dass Mil­lio­nen von Mäd­chen welt­weit wohl nie­mals die Mög­lich­keit ha­ben wer­den, ei­nen Schul­ab­schluss zu ma­chen.“Die Kin­der­rechts­ak­ti­vis­tin ver­sprach in wei­te­ren Tweets, im­mer wei­ter „für Mäd­chen zu kämp­fen“. Ih­rem neu er­öff­ne­ten Twit­ter-Ac­count folg­ten in­ner­halb we­ni­ger St­un­den 134 000 Men­schen. Die 19-Jäh­ri­ge wur­de in Bir­ming­ham me­di­zi­nisch be­han­delt, nach­dem sie 2012 bei ei­nem Ta­li­ban-At­ten­tat in Pa­kis­tan schwer ver­letzt wor­den war. Seit­her lebt sie mit ih­rer Fa­mi­lie in der Stadt. Die bri­ti­sche Eli­te-Uni­ver­si­tät Ox­ford hat ihr ei­nen Stu­di­en­platz an­ge­bo­ten. Yousaf­zai hat­te sehr gu­te No­ten in der Schu­le und möch­te Phi­lo­so­phie, Po­li­tik und Wirt­schaft stu­die­ren. 2014 wur­de sie für ihr En­ga­ge­ment für die Rech­te von Mäd­chen mit dem Frie­dens­no­bel­preis aus­ge­zeich­net.

Micha­el Patrick Kel­ly ver­misst ei­ne ech­te Hei­mat. „Wir sind sehr al­ter­na­tiv auf­ge­wach­sen, mach­ten Stra­ßen­mu­sik, wa­ren nie lan­ge an ei­nem Ort, leb­ten auf ei­nem Haus­boot und in ei­nem Schloss“, sag­te der 39-jäh­ri­ge Mu­si­ker der „Augs­bur­ger All­ge­mei­nen“über sei­ne Ju­gend als Mit­glied der Grup­pe „Kel­ly Fa­mi­ly“. Er kön­ne des­halb nicht sa­gen: „Das ist mei­ne Hei­mat.“Heu­te lebt „Pad­dy“Kel­ly auf dem Land in Nie­der­bay­ern.

Ma­ria Furt­wäng­ler kri­ti­siert den Um­gang mit Frau­en im deut­schen Fern­se­hen. „Ge­ne­rell gibt es we­ni­ger weib­li­che Haupt­fi­gu­ren als männ­li­che“, sag­te die 50-jäh­ri­ge Schau­spie­le­rin dem „Spie­gel“. „Ei­ne Form von Miss­ach­tung ist auch, dass äl­te­re Frau­en so gut wie gar nicht vor­kom­men, die ver­schwin­den ir­gend­wo im TVBer­mu­da­drei­eck.“Sie kön­ne „gera­de mal ei­ne Hand­voll Schau­spie­le­rin­nen in mei­nem Al­ter nen­nen, die noch gut zu tun ha­ben.“Furt­wäng­ler er­mit­telt seit 2002 im „Tat­ort“. Als Kom­mis­sa­rin Char­lot­te Lind­holm will sie künf­tig fröh­li­cher wer­den. Vor den nächs­ten Dreh­ar­bei­ten ha­be sie ge­sagt: „Leu­te, wenn die Frau in der Fol­ge nicht drei-, vier­mal lacht, dann spie­le ich nicht mit.“Dass die Fern­seh-Kom­mis­sa­rin oft ein schlech­tes Ge­wis­sen ge­gen­über ih­rem Kind ha­be, lie­ge auch an ihr selbst, sag­te Furt­wäng­ler: „Wenn Sie mei­ne Kin­der fra­gen, wür­den die wohl auch sa­gen, ich war zu viel ab­we­send.“

Fo­to: avs

Als TV-Kom­mis­sa­rin Lind­holm will Ma­ria Furt­wäng­ler künf­tig mehr la­chen.

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