Vet­tel steht ne­ben Bot­tas

For­mel 1: Der fin­ni­sche Sil­ber­pfeil-Pi­lot ver­drängt den WM-Spit­zen­rei­ter auf Start­platz zwei

Der Sonntag (Mittelbaden) - - ERSTE SEITE - Tho­mas Wol­fer

Fer­ra­ri-Pi­lot Se­bas­ti­an Vet­tel hat die Po­le Po­si­ti­on zum Gro­ßen Preis von Ös­ter­reich knapp ver­passt. Der Hep­pen­hei­mer war in der For­mel-1-Qua­li­fi­ka­ti­on nur 0,042 Se­kun­den lang­sa­mer als Mer­ce­des-Pi­lot Valt­te­ri Bot­tas. Vet­tels Kon­tra­hent Le­wis Ha­mil­ton (Mer­ce­des) geht nach ei­ner Stra­fe we­gen Ge­trie­be­wech­sels von Rang acht ins Ren­nen.

Valt­te­ri Bot­tas hat den For­mel-1-Haupt­dar­stel­lern Se­bas­ti­an Vet­tel und Le­wis Ha­mil­ton die Show ge­stoh­len und ist beim Gro­ßen Preis von Ös­ter­reich auf die Po­le Po­si­ti­on ge­rast. Der Mer­ce­des-Pi­lot aus Finn­land ver­dräng­te WM-Spit­zen­rei­ter Vet­tel im Fer­ra­ri auf den zwei­ten Platz. Fa­vo­rit Le­wis Ha­mil­ton wur­de in der Qua­li­fi­ka­ti­on zwar Drit­ter, geht heu­te (14 Uhr/RTL) auf dem Red-Bull-Ring in Spiel­berg nach ei­ner Stra­fe we­gen ei­nes GePo­le trie­be­wech­sels aber nur von Rang acht ins Ren­nen. „Mei­ne bes­te Run­de war halt nicht schnell ge­nug. Ich bin trotz­dem zu­frie­den, das Au­to ist top. Ich freue mich auf das Ren­nen“, sag­te Vet­tel: „Es kön­nen vie­le Sa­chen pas­sie­ren, wir müs­sen vor al­lem auf uns schau­en. Valt­te­ri war das gan­ze Wo­che­n­en­de sehr schnell.“Wäh­rend sich al­les auf das hei­ße WM-Du­ell zwi­schen Vet­tel und Ha­mil­ton kon­zen­trier­te, si­cher­te sich der 27-jäh­ri­ge Bot­tas die zwei­te sei­ner Kar­rie­re nach Bah­rain 2017. „Es wird ein in­ter­es­san­ter Kampf, aber mein Ziel ist klar: Ich will ge­win­nen. Ich kann das Ren­nen kaum ab­war­ten“, sag­te Bot­tas. Ha­mil­ton hat­te von vorn­her­ein kei­ne Chan­ce auf die ers­te Start­po­si­ti­on, da der 32-Jäh­ri­ge nach ei­nem ver­bo­te­nen Ge­trie­be­wech­sel im Ren­nen fünf Plät­ze straf­ver­setzt wird. Da­mit geht der drei­ma­li­ge Cham­pi­on mit ei­nem deut­li­chen Han­di­cap auf die Stre­cke und muss die Kon­tra­hen­ten aus dem Feld her­aus ja­gen. „Ich wer­de al­les ge­ben, um die Jungs da vor­ne ein­zu­ho­len. Im Ren­nen kann ja im­mer al­les pas­sie­ren“, sag­te Ha­mil­ton, der sich auf sei­ner letz­ten Run­de auch noch ei­nen Fahr­feh­ler leis­te­te. Vor dem neun­ten Sai­son­lauf führt Vet­tel im Kampf um den WM-Ti­tel mit 14 Punk­ten vor Ha­mil­ton. Der 32-Jäh­ri­ge ge­wann das Ren­nen in der Stei­er­mark im Vor­jahr, Vet­tel hin­ge­gen schaff­te es auf dem Re­dBull-Ring in sei­ner Lauf­bahn bis­lang noch nie auf das Po­dest. Ein vier­ter Rang ist sein bis­lang bes­tes Re­sul­tat. Auf dem 4,318 km lan­gen Kurs mit vie­len Ge­ra­den und ei­ni­gen Hö­hen­me­tern ist vor al­lem viel Mo­tor­leis­tung ge­fragt. Des­we­gen wa­ren die Sil­ber­pfei­le in den ver­gan­ge­nen drei Jah­ren oh­ne Kon­kur­renz, nun schickt sich Fer­ra­ri je­doch an, die Do­mi­nanz zu be­en­den. Die Ita­lie­ner be­wie­sen bis­lang, dass sie an die­sem Wo­che­n­en­de er­neut auf Au­gen­hö­he mit dem Welt­meis­ter-Renn­stall sind. „Mer­ce­des hat hier die Fa­vo­ri­ten­rol­le. Es geht viel ge­ra­de­aus, der Berg hilft uns nicht“, sag­te Vet­tel

Ha­mil­ton als Ach­ter in den GP von Ös­ter­reich

trotz­dem. Al­ler­dings hat­te gera­de Ha­mil­ton im Vor­feld des Qua­li­fy­ings grö­ße­re tech­ni­sche Pro­ble­men. Sein Brems­sys­tem ver­sag­te im drit­ten frei­en Trai­ning und er­schwer­te die Vor­be­rei­tung, der Wech­sel des Ge­trie­bes er­leich­tert dem 56-ma­li­gen Grand-Prix-Sie­ger die Jagd auf Vet­tel zu­dem nicht gera­de. Hin­ter Bot­tas und Vet­tel geht Ki­mi Räik­kö­nen (Finn­land) im zwei­ten Fer­ra­ri von Start­platz drei ins Ren­nen. Der Ex-Welt­meis­ter teilt sich die zwei­te Rei­he in der Stei­er­mark mit Ba­kuSie­ger Da­ni­el Ric­ci­ar­do (Aus­tra­li­en/Red Bull). Ni­co Hül­ken­berg schaff­te es im Re­nault auf Platz elf, Pas­cal Wehr­lein lan­de­te im Sau­ber auf dem letz­ten Platz.

Fo­to: AFP

Schnel­ler Fin­ne in Ös­ter­reich: Le­wis Ha­mil­tons Mer­ce­des-Team­kol­le­ge Valt­te­ri Bot­tas (im Bild) si­cher­te sich zum zwei­ten Mal in sei­ner For­mel-1-Lauf­bahn den bes­ten Start­platz. „Ich ha­be es ge­nos­sen da drau­ßen“, sag­te Bot­tas, der auch den WM-Füh­ren­den Se­bas­ti­an Vet­tel im Fer­ra­ri hin­ter sich ließ.

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