Eliz­a­beth Fle­cken­stein: Ge­sprä­che mit Flücht­lin­gen

Der Sonntag (Mittelbaden) - - ERSTE SEITE -

Für das In­ter­na­tio­na­le Ro­te Kreuz, die Ver­ein­ten Na­tio­nen und die Ca­ri­tas war sie in Kriegs- und Kri­sen­ge­bie­ten tä­tig: Eliz­a­beth Fle­cken­stein, 1985 in Je­ru­sa­lem ge­bo­ren als Toch­ter ei­nes Deut­schen und ei­ner christ­li­chen Pa­läs­ti­nen­se­rin. Ei­ge­ne Kriegs­er­fah­run­gen, vor al­lem als Ju­gend­li­che wäh­rend der Zwei­ten In­ti­fa­da in Beth­le­hem, ha­ben sie ge­prägt. Fle­cken­stein hat Jour­na­lis­mus stu­diert und ist Mas­ter in In­ter­na­tio­na­lem Recht und Kon­flikt­ma­nage­ment. Als in Eu­ro­pa die „Flücht­lings­kri­se“auf ih­ren Hö­he­punkt zu­steu­er­te, mein­te sie: „Vi­el­leicht ist da jetzt mein rich­ti­ger Platz“. Sie ar­bei­te­te mit min­der­jäh­ri­gen Flücht­lin­gen in Of­fen­burg, wech­sel­te dann nach Frei­burg zum Ro­ten Kreuz. Zu­sam­men mit dem Theo­lo­gen und TV-Jour­na­lis­ten Michael Al­bus ent­wi­ckel­te sie die Idee für ein Buch, das Flücht­lin­ge selbst zu Wort kom­men lässt. Ne­ben Fle­cken­steins In­ter­views mit Flücht­lin­gen ent­hält das Buch ein Ge­spräch, das Al­bus mit sei­ner Co-Au­to­rin ge­führt hat. Es gibt Ein­bli­cke in die hu­ma­ni­tä­re Ar­beit der jun­gen Frau, ih­re Er­leb­nis­se et­wa in der Front­zo­ne Ko­lum­bi­ens und in ih­re Be­weg­grün­de. Au­ßer­dem fin­den sich ein Bei­trag von Ru­pert Neu­deck, dem 2016 ge­stor­be­nen Mit­be­grün­der der Hilfs­or­ga­ni­sa­ti­on „Cap Ana­mur“zum The­ma „Flücht­ling sein“so­wie Ge­dan­ken von Michael Al­bus zur „Be­geg­nung mit dem Frem­den“. bo Eliz­a­beth Fle­cken­stein und Michael Al­bus, Schat­ten­da­sein. Flücht­lin­ge be­rich­ten, Butzon und Bercker, 176 Sei­ten, 14,95 Eu­ro.

Eliz­a­beth Fle­cken­stein ist selbst in ei­ner Kon­flikt­zo­ne auf­ge­wach­sen. Fo­to: pr

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