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Der Sonntag (Mittelbaden) - - TIPPS & THEMEN - Ww

Wä­re die nor­we­gi­sche Sän­ge­rin Hei­di Sol­heim ein paar Jahr­zehn­te frü­her ge­bo­ren, wä­re sie wo­mög­lich ei­ner der Stars in Wood­stock ge­we­sen. Mit ih­ren lan­gen ro­ten Haa­ren, ih­rem Jo­eCo­cker-Ge­zap­pel und nicht zu­letzt mit ih­rer tol­len Mu­sik hät­te sie pri­ma auf die Büh­ne des le­gen­dä­ren Fes­ti­vals ge­passt. Ih­re Band Pris­ti­ne hat jetzt mit „Nin­ja“(Nu­cle­ar Blast/War­ner Mu­sic) das vier­te Al­bum ver­öf­fent­licht – und das zwei­te, das nicht aus­schließ­lich in Nor­we­gen er­hält­lich ist. Auf­ge­nom­men wur­den die neun Tracks an sa­ge und schrei­be ei­nem (in Zif­fern: 1) Tag im Ja­nu­ar! „Frei“und „furcht­los“sind At­tri­bu­te, die Hei­di mit dem Al­bum ver­bin­det. „The Re­bel Song“, „So­phia“und das Ti­tel­stück sind har­te Ro­cker mit viel Dri­ve, mit „Je­kyll & Hi­de“gibt es ei­ne über­lan­ge Psy­che­de­lic-Num­mer und in „The Per­fect Cri­me“frö­nen Pris­ti­ne mit enor­mer In­ten­si­tät dem gos­pel­haf­ten Blues. Die ge­sam­te Band be­kam den Rock’n’Roll of­fen­bar schon mit der Mut­ter­milch ein­ge­flößt, ne­ben der Gi­tar­re run­det der prä­gen­de Sound des Or­ga­nis­ten das In­stru­men­ta­ri­um per­fekt ab. Über al­lem aber do­mi­niert Hei­di Sol­heims Ge­sang, ir­gend­wo zwi­schen Ja­nis Jo­p­lin und Gra­ce Slick. Man kommt halt ein­fach nicht weg von die­sem Wood­stock-Ver­gleich.

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