Au­gen­bli­cke am Was­ser

Spe­zi­el­le Sport­bril­len ge­gen die ver­schwom­me­ne Sicht

Der Sonntag (Mittelbaden) - - MODE & STIL - VtSO

Som­mer – Son­ne – Was­ser. Für Sport­ler, die sich im küh­len Nass aus­to­ben wol­len, gibt es spe­zi­el­le Bril­len – und die sind nicht nur tren­di­ge Ac­ces­soires, son­dern schüt­zen vor UV-Licht, Blen­dung und Ver­let­zun­gen. Und sie hel­fen auch Nor­mal­sich­ti­gen da­bei, bes­ser zu se­hen – bei­spiels­wei­se un­ter Was­ser. „Was­ser be­wirkt ei­ne Ver­min­de­rung der Brech­kraft der Horn­haut im Au­ge. Man sieht dann ex­trem un­scharf“, sagt Wolf­gang We­se­mann, der Di­rek­tor der Hö­he­ren Fach­schu­le für Au­gen­op­tik in Köln: „Mit ei­ner Tau­cher­bril­le fällt die­ser Ef­fekt weg“. Schwimm­bril­len be­wah­ren die Sport­ler zu­dem vor Rei­zun­gen durch che­mi­sche Zu­sät­ze, Kei­me, Bak­te­ri­en, Salz und Fremd­kör­per. Haut­freund­li­che Dich­tun­gen so­wie ver­stell­ba­re Au­gen­mu­scheln und Bän­der ver­hin­dern das Ein­drin­gen von Was­ser und sor­gen für kla­re Sicht über und un­ter Was­ser. Was­ser­ober­flä­chen re­flek­tie­ren die schäd­li­che UV-Strah­lung enorm. Des­halb ist für Was­ser­sport­ler ein 100-pro­zen­ti­ger UVSchutz der Au­gen be­son­ders wich­tig, heißt es bei Ku­ra­to­ri­um Gu­tes Se­hen. Die Glas­tö­nung hat zwar kei­nen Ein­fluss auf den UV-Schutz. Sie sorgt aber durch den Blend­schutz für ent­spann­tes Se­hen. Für Was­ser­sport­ler wird die Blend­schutz-Ka­te­go­rie 2 emp­foh­len. Bei be­son­ders star­kem Son­nen­licht, et­wa in süd­li­chen Ge­fil­den, ist ein noch dunk­le­rer Fil­ter, Ka­te­go­rie 3, nö­tig. Für al­le Was­ser­sport­ar­ten emp­fiehlt das Ku­ra­to­ri­um gu­tes Se­hen graue, grü­ne und brau­ne Bril­len­glä­ser: Grau ver­fälscht die Far­ben der Um­ge­bung am we­nigs­ten, Braun ver­stärkt die Kon­tras­te bei an­ge­neh­mer Farb­wie­der­ga­be. Ab­zu­ra­ten sei, vor al­lem bei schnel­len Sport­ar­ten wie Wind- oder Ki­tesur­fen, von Blau und Vio­lett: Durch die­se Glä­ser wer­den Be­we­gun­gen im Au­ßen­win­kel spä­ter wahr­ge­nom­men, was zu ver­lang­sam­ten Re­ak­tio­nen füh­ren kann. Für Sport auf dem Was­ser sind po­la­ri­sie­ren­de Bril­len­glä­ser fast im­mer ei­ne sinn­vol­le In­ves­ti­ti­on: Licht­re­fle­xe wer­den re­du­ziert, die Far­ben er­schei­nen kräf­ti­ger, Kon­tras­te in­ten­si­ver, der Blick in die Fer­ne wird bes­ser. Vor al­lem aber sind Le­be­we­sen oder Ob­jek­te in un­mit­tel­ba­rer Nä­he er­kenn­bar. Oh­ne Pol­fil­ter bleibt die Was­ser­ober­flä­che ei­ne un­durch­sich­ti­ge, re­flek­tie­ren­de Flä­che. Auf Pol­fil­ter ver­zich­ten soll­ten je­doch Freun­de von Raf­ting, Ka­jak und Co, die Ober­flä­chen­strö­mun­gen er­ken­nen müs­sen. Das för­dern vor al­lem Glas­far­ben in Rot und Oran­ge. Auch un­ter wid­ri­gen Wet­ter­be­din­gun­gen darf die Sport­bril­le nicht ver­lo­ren ge­hen. Auf­triebs­kör­per sor­gen da­für, dass die Bril­le im Was­ser oben schwimmt. Ide­al ist zu­dem ein Kopf­band. Ei­ne „Sa­fe­ty Leash“ist ei­ne gu­te Al­ter­na­ti­ve: Die Si­cher­heits­lei­ne ver­bin­det die Bril­le mit der Klei­dung des Sport­lers.

Ei­gent­lich ist Fe­lix Neu­reu­ther ja mehr auf der Ski­pis­te zu Hau­se, aber im Som­mer ist er auch mal im Frei­bad zu se­hen – mit Schwimm­bril­le, wie es sich für ei­nen Sport­ler ge­hört. Fo­to: Spee­do

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