Tür­kei: Haupt­sa­che bil­lig

Trotz will­kür­li­cher Ver­haf­tun­gen boomt das Last-Mi­nu­te-Ge­schäft

Der Sonntag (Mittelbaden) - - REISE & URLAUB - Mag

Der Tou­ris­mus in der Tür­kei läuft im­mer noch ziem­lich schlecht. Doch zu­min­dest „last mi­nu­te“wird das Land der­zeit wie­der stär­ker ge­bucht, be­rich­ten die Rei­se­ver­an­stal­ter. Das liegt vor al­lem an den ex­trem güns­ti­gen Prei­sen. „Ja, es gibt ei­nen Last-Mi­nu­te-Trend“, sagt Re­né Her­zog, CEO für Zen­tral­eu­ro­pa bei DER Tou­ris­tik. Seit An­fang Mai ge­he es mit den Bu­chun­gen nach oben. Ste­fa­nie Berk, Vor­sit­zen­de der Ge­schäfts­füh­rung bei Tho­mas Cook, be­stä­tigt: „Die Tür­kei ist im Last-Mi­nu­te-Ge­schäft ak­tu­ell das am stärks­ten nach­ge­frag­te Ziel.“Zu Tho­mas Cook ge­hört auch der Tür­kei-An­bie­ter Öger Tours. TUI, Tho­mas Cook und DERTou­ris­tik zäh­len aber im­mer noch we­ni­ger Bu­chun­gen als im oh­ne­hin schwa­chen Vor­jahr. Nicht je­der Ver­an­stal­ter ver­zeich­net Rück­gän­ge. Ein zwei­stel­li­ges Gäs­tep­lus im Ver­gleich zu 2016 nennt da­ge­gen FTI. Die Ur­lau­ber bu­chen of­fen­bar kurz­fris­tig. Zei­t­räu­me von ei­ner bis acht Wo­chen Vor­lauf nen­nen die Rei­se­ver­an­stal­ter. „Vie­le ent­schei­den sich für ei­ne Tür­kei­rei­se, wenn sie se­hen, dass der Ur­laub gut ein Drit­tel güns­ti­ger ist als in an­de­ren Zie­len“, sagt TUI-Spre­che­rin An­ja Braun. Auch das Ho­tel­an­ge­bot sei noch grö­ßer als an­ders­wo. Bei Tho­mas Cook ist der Ur­laub in an­de­ren Ur­laubs­zie­len – man den­ke an Spa­ni­en und Ita­li­en – eben­falls 25 bis 30 Pro­zent teu­rer als in der Tür­kei. „Die Gäs­te gön­nen sich in der Tür­kei oft ei­ne hö­he­re Ho­tel­ka­te­go­rie“, sagt Berk. Das PreisLeis­tungs-Ver­hält­nis in der Tür­kei ist nach An­sicht der Rei­se­ver­an­stal­ter un­schlag­bar. Of­fen ist, wie be­liebt die Tür­kei lang­fris­tig sein wird und ob sie im nächs­ten Jahr auch wie­der ver­stärkt an­de­re Ziel­grup­pen als Schnäpp­chen­jä­ger im Last-Mi­nu­te-Ge­schäft an­lo­cken wird.

Un­schlag­bar güns­tig: Im Last-Mi­nu­te-Ge­schäft hat die Tür­kei die Na­se vorn – trotz der will­kür­li­chen Ver­haf­tun­gen von Aus­län­dern. Fo­to: georei­sen

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