Ein per­fek­ter Start sieht an­ders aus

Fink ret­tet dem KSC mit sei­nem ver­wan­del­ten Elf­me­ter das 2:2 ge­gen den VfL Os­na­brück

Der Sonntag (Mittelbaden) - - SPORT - Ha­rald Lin­der

Als An­ton Fink, ei­ner der vie­len Neu­zu­gän­ge des Zweit­li­ga-Ab­stei­gers KSC am Frei­tag­abend in der 73. Spiel­mi­nu­te ei­nen Foul­elf­me­ter zum 2:2-Aus­gleich ge­gen den VfL Os­na­brück ver­wan­deln konn­te, war der „bes­te Ka­der der Li­ga“(Oli­ver Kreu­zer) ge­ra­de noch ein­mal an ei­ner Plei­te zum Auf­takt der Dritt­li­ga-Sai­son vor­bei­ge­schrammt. Vor al­lem im ers­ten Spiel­ab­schnitt konn­te der Auf­stiegs­fa­vo­rit die ho­hen Er­war­tun­gen der fast 15 000 Zu­schau­er nicht er­fül­len. Der völ­lig in­dis­po­nier­te Karls­ru­her SC muss­te bei Halb­zeit froh sein, dass er nach To­ren von Jan Rei­mer­ink (12. ) und Tim Dan­ne­berg (39. ) nur mit 0:2 zu­rück­lag. Hät­te näm­lich Os­na­brücks Kwa­si Okye­re Wriedt in der 26. Mi­nu­te nach ei­nem ka­pi­ta­len Miss­ver­ständ­nis von Da­vid Pisot und Ben­ja­min Uphoff, der neu­en Num­mer eins im Karls­ru­her Tor, den Ball nicht völ­lig un­be­drängt über den Kas­ten ge­setzt, wä­re der Gast­ge­ber nach ei­ner kom­plett ver­korks­ten ers­ten Hälf­te ver­mut­lich nicht mehr so zu­rück­ge­kom­men, wie dies nach der Pau­se dann doch noch der Fall war. Da näm­lich hat­te Marc-Patrick Meis­ter sein Sys­tem um­ge­stellt, als er Bu­rak Ca­mog­lu als „Zeh­ner“agie­ren ließ und mit An­ton Fink da­ne­ben für mehr Prä­senz im zen­tra­lem Mit­tel­feld und mehr Platz auf den Flü­geln sorg­te. In der 67. Mi­nu­te nutz­te der an­sons­ten blas­se Do­mi­nik Stroh-En­gel ei­ne Her­ein­ga­be von Marc Lo­renz zum 1:2-An­schluss­tref­fer und als der ein­ge­wech­sel­te Flo­rent Mus­li­ja nach 73 Mi­nu­ten im Straf­raum ge­foult wur­de, ver­wan­del­te An­ton Fink den fäl­li­gen Straf­stoß ner­ven­stark zum 2:2-Aus­gleich. „Am En­de hät­ten wir viel­leicht so­gar noch ge­win­nen kön­nen“, mein­te Fink, der ge­stand, „dass wir in der ers­ten Halb­zeit sehr ner­vös wa­ren und Feh­ler mach­ten, die wir in der Vor­be­rei­tung so nicht ge­macht hat­ten. Das war rich­tig schlecht, aber in der Pau­se hat der Trai­ner die rich­ti­gen Wor­te ge­fun­den und dann ha­ben auch die Um­stel­lun­gen ge­fruch­tet. Als wir den An­schluss­tref­fer mach­ten, hat­ten wir ja Gott­sei­dank noch ein paar Mi­nu­ten, um den Aus­gleich zu ma­chen und das ist uns dann ja auch ge­lun­gen“, zog der 29-Jäh­ri­ge doch noch ei­ne ei­ni­ger­ma­ßen zu­frie­den­stel­len­de Bi­lanz. Ein be­son­de­res Lob hat­te Fink noch für den ein­ge­wech­sel­ten Flo­rent Mus­li­ja pa­rat. Der 19-Jäh­ri­ge ha­be „sehr viel Wir­bel ge­macht, den El­fer raus­ge­holt und ge­zeigt, dass

Viel Lob für den erst 19-jäh­ri­gen Mus­li­ja Am Frei­tag geht es zu Auf­stei­ger Un­ter­ha­ching

die Jun­gen, die drau­ßen sit­zen, un­ser Spiel be­rei­chern kön­nen“, sag­te Fink. Am kom­men­den Frei­tag­abend kehrt Fink (19 Uhr) mit dem KSC zum zwei­ten Sai­son­spiel bei der Spvgg Un­ter­ha­ching da­hin zu­rück, wo er einst als ganz jun­ger Spie­ler für Fu­ro­re sorg­te und des­halb schon 2009 als da­mals 21Jäh­ri­ger zum ers­ten Mal in den Wild­park kam. „Ich freue mich sehr, mal wie­der nach Un­ter­ha­ching zu kom­men. Und Ha­chings Trai­ner Claus Schromm ken­ne ich noch von mei­ner Zeit bei 1860 Mün­chen. Da war er mein Coach in der U 19. Ich freue mich sehr auf die­ses Spiel und das Tref­fen mit vie­len al­ten Be­kann­ten, aber die drei Punk­te, die wol­len wir mit nach Karls­ru­he neh­men“, gibt sich Fink vor der Par­tie bei der aus der Re­gio­nal­li­ga Bay­ern auf­ge­stie­ge­nen Spiel­ver­ei­ni­gung op­ti­mis­tisch.

Star­ke Ner­ven zeig­te Neu­zu­gang An­ton Fink, als es dar­um ging, ei­nen Elf­me­ter zu nut­zen – er traf zum 2:2 ge­gen den VfL Os­na­brück und ret­te­te dem KSC da­mit am Frei­tag­abend noch ein Re­mis. Fo­to: GES/Prang

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