Vor­bild Drog­ba

Ma­lik Ka­raah­met: Jüngs­ter der KSC-Pro­fis

Der Sonntag (Mittelbaden) - - SPORT - Ha­rald Lin­der

Ma­lik Ka­raah­met ist mit 17 Jah­ren und sechs Mo­na­ten der jüngs­te Spie­ler im Pro­fi­ka­der des Fuß­ball-Dritt­li­gis­ten Karls­ru­her SC. Ka­raah­met kam von der Frank­fur­ter Ein­tracht zum KSC, wo er ei­nen Pro­fi­ver­trag bis 2021 un­ter­schrieb. Frank­furts Sport­vor­stand Fre­di Bo­bic soll nicht un­be­dingt er­baut ge­we­sen sein, ob des Wech­sels sei­nes „Roh­dia­man­ten“. Aber der tür­ki­sche Ju­nio­ren-Na­tio­nal­spie­ler, der über Bie­brich 02 und den SV We­hen 2015 zur Ein­tracht kam, sah in dem An­ge­bot des KSC den nächs­ten Schritt auf dem Weg zum Fuß­ball­pro­fi, denn ge­nau das ist Ka­raah­met Be­rufs­ziel und die­sem Ziel ord­net er al­les un­ter. Beim KSC hofft er na­tür­lich auch auf die ei­ne oder an­de­re Mi­nu­te Ein­satz­zeit im Dritt­li­ga­team. Egal „ob es mal fünf oder zehn Mi­nu­ten sind“, wie er sagt. Das Ki­cken hat Ma­lik Ka­raah­met auf dem Bolz­platz ge­lernt. Da wa­ren sei­ne „bei­den Cou­sins Arif Ka­raah­met und Ab­dul­lah Ka­raah­met Neid ei­gent­lich mei­ne ers­ten Trai­ner. Die ha­ben mir das Fuß­ball­spie­len bei­ge­bracht“, sagt der Neu-Karls­ru­her, der bei der U-17-EM in Kroa­ti­en für Fu­ro­re sorg­te, als er drei Tref­fer für die tür­ki­schen Ju­nio­ren er­ziel­te – und auch ins Vi­sier in­ter­na­tio­na­ler Spä­her rück­te. Doch jetzt ist der KSC zu­nächst ein­mal sei­ne fuß­bal­le­ri­sche Hei­mat. Chef­coach Marc-Patrick Meis­ter war Ka­raah­met schon „bei den Spie­len zwi­schen der B-Ju­gend von Ein­tracht Frank­furt und mei­ner da­ma­li­gen U17 auf­ge­fal­len“. „Er ist ein fre­cher Hund, hat kei­ne Angst und wenn er sich so wie bis­her wei­ter­ent­wi­ckelt, ver­let­zungs­frei bleibt und auch wir im Ver­ein auf ihn und sei­ne Ent­wick­lung ach­ten, wird Ma­lik sei­nen Weg ma­chen“, sagt Meis­ter über sei­nen jun­gen An­grei­fer, des­sen fuß­bal­le­ri­sches Vor­bild Di­dier Drog­ba ist. Wie der Ivo­rer gibt auch Ka­raah­met kei­nen Ball ver­lo­ren und fürch­tet sich vor kei­nem Zwei­kampf. „Viel­leicht wä­re ich auch ein ganz gu­ter In­nen­ver­tei­di­ger. Ich ha­be ei­nen di­cken Kopf, bin ganz gut beim Kopf­ball­spiel und kann auch mei­nen Kör­per gut ein­set­zen“, sagt er und grinst – wohl­wis­send, dass er mit ei­ner Grö­ße von 1,76 Me­ter für die­se Po­si­ti­on viel­leicht doch nicht ganz die not­wen­di­ge Kör­per­län­ge auf­weist. Um­so mehr im An­griff, wo er im Ok­to­ber er­neut für das tür­ki­sche Ju­nio­ren-Na­tio­nal­team tref­fen will. Für die U-17WM in In­di­en ist er no­mi­niert. Soll­te er bei die­ser WM ähn­lich er­folg­reich sein wie bei der ver­gan­ge­nen Eu­ro­pa­meis­ter­schaft, wird nicht nur sein Markt­wert deut­lich stei­gen; er wird dann auch sei­nem größ­ten Wunsch wie­der ein Stück nä­her kom­men: „In mei­ner Fa­mi­lie sind ei­gent­lich al­le sehr sport­lich, aber kei­ner hat es bis ganz nach oben ge­schafft. Ich will der ers­te sein, dem das ge­lingt und da­mit die gan­ze Fa­mi­lie stolz ma­chen“, sagt er. Aus­zu­schlie­ßen, dass ihm das ge­lingt, ist das nicht.

Mit ge­nau 17 Jah­ren und sechs Mo­na­ten

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