Brum­mi­ge Ty­pen und freund­li­che Freaks

Der Sonntag (Mittelbaden) - - AKTUELL -

Vi­de­os von Ham­bur­ger Stra­ßen­schlach­ten zeig­te. Zu sei­ner Eh­ren­ret­tung muss man sa­gen, dass er die Stre­cke trotz die­ser Ablen­kung ab­so­lut per­fekt und un­fall­frei be­wäl­tig­te. Oder je­ner freund­li­che Freak vom Typ „ewi­ger Stu­dent“, der bei ei­ner Nacht­fahrt ge­gen 3 Uhr plötz­lich an­fing, Ge­dich­te zu re­zi­tie­ren. Lan­ge Ge­dich­te. Sehr lan­ge Ge­dich­te. „Die ha­be ich al­le selbst ge­schrie­ben“, sag­te er nicht oh­ne Stolz und dreh­te sich grin­send zu den hin­ten sit­zen­den Fahr­gäs­ten um. Als er we­nig spä­ter an­fing, ei­ne Bal­la­de zu sin­gen (selbst kom­po­niert!), war zum Glück das Ziel er­reicht. An ei­nen mo­to­ri­sier­ten Kut­scher der Ka­te­go­rie „schwar­zes Schaf“war vor we­ni­gen Ta­gen ei­ne Tou­ris­tin in Prag ge­ra­ten. Der Fah­rer hat­te für ei­ne ein­fa­che Fahrt vom Stadt­zen­trum zum Ho­tel 480 Eu­ro in Rech­nung ge­stellt. Weil die Frau nur 50 Eu­ro da­bei hat­te, brach­te er sie ex­tra noch zu ei­nem Bank­au­to­ma­ten. Schließ­lich zeig­te er sich „ku­lant“und gab sich mit 250 Eu­ro zu­frie­den – mehr als das Zehn­fa­che des nor­ma­len Fahr­prei­ses für die 14 Ki­lo­me­ter lan­ge Stre­cke. Die alar­mier­te Po­li­zei stell­te den Mann zur Re­de – und brach­te an­schlie­ßend so­gar noch die ge­nepp­te Tou­ris­tin wohl­be­hal­ten (und kos­ten­los) an ihr Ziel. Wolf­gang We­ber

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