Auf­ge­fal­len

Der Sonntag (Mittelbaden) - - AKTUELL -

Wer ein paar Jah­re lang als als Ta­xi­fah­rer ar­bei­tet, könn­te ein Buch schrei­ben. Sagt man. Und das ist durch­aus glaub­haft, denn es gibt wohl nur we­ni­ge Be­ru­fe, in de­nen man in so kur­zer Zeit so vie­le ver­schie­de­ne Men­schen ken­nen­lernt – und dies zu je­der Ta­ges- und Nacht­zeit. Doch auch als re­gel­mä­ßi­ger Ta­xi­fahr­gast könn­te man ir­gend­wann ein Buch schrei­ben. Über die Er­zäh­lun­gen der Fah­rer (und Fah­re­rin­nen) und über die sehr un­ter­schied­li­chen Ty­pen, die man hin­ter dem Steu­er an­trifft. Da sind zum ei­nen die ganz stil­len, oft et­was brum­mi­gen Fah­rer. Sie re­den nichts oder nur das Al­ler­nö­tigs­te und be­för­dern den Gast auf schnells­tem We­ge zum Ziel. Sowas ist sehr an­ge­nehm. Aber eher die Aus­nah­me. Dann gibt es die sehr net­ten, sehr ge­sprä­chi­gen Chauf­feu­re, die oft­mals ein­fach je­nes Ge­spräch fort­zu­set­zen schei­nen, das sie so­eben mit dem letz­ten Fahr­gast ge­führt ha­ben. Meist geht es um Po­li­tik, oft um die to­tal un­fä­hi­gen Po­li­ti­ker und – vor al­lem in Karls­ru­he – im­mer um die schreck­li­chen Bau­stel­len. Die drit­te Ka­te­go­rie der Fah­rer ist der Ka­te­go­rie „lus­tig bis skur­ril“zu­zu­ord­nen. Wie je­ner Ta­xi­chauf­feur, der neu­lich abends wäh­rend der Fahrt sein Smart­pho­ne zück­te und den Fahr­gäs­ten

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