Chef oh­ne Chan­ce

Ur­laubs­ab­bruch für die Fir­ma sel­ten nö­tig

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Reise & Urlaub - Mag

Fe­ri­en sind Fe­ri­en. Für den ge­fürch­te­ten An­ruf des Chefs im Ur­laub be­deu­tet das: Vor­ge­setz­te dür­fen zwar ver­su­chen, ih­re An­ge­stell­ten auf Rei­sen zu kon­tak­tie­ren. Die sind aber nicht da­zu ver­pflich­tet, te­le­fo­nisch oder per E-Mail er­reich­bar zu sein, be­rich­tet die Zeit­schrift „Im­pul­se“. Und zu­rück­ho­len darf ein Chef sei­ne Mit­ar­bei­ter nur in un­vor­her­seh­ba­ren Aus­nah­me­fäl­len, die das Un­ter­neh­men in sei­ner Exis­tenz be­dro­hen. Ein be­trieb­li­cher Eng­pass reicht den An­ga­ben nach noch nicht aus, um den Ur­laub von Mit­ar­bei­tern ab­zu­bre­chen: Wenn meh­re­re Kol­le­gen krank wer­den oder über­ra­schend mehr zu tun ist, ist das al­so kein Grund für ein vor­zei­ti­ges Fe­ri­en­en­de. In sol­chen Fäl­len kann der Ar­beit­ge­ber al­len­falls dar­um bit­ten, dass der An­ge­stell­te den Ur­laub frei­wil­lig ab­bricht. Tut er das, muss der Be­trieb al­le zu­sätz­li­chen Kos­ten er­stat­ten, für Flug­ti­ckets zum Bei­spiel. We­ni­ger streng sind die Re­geln, wenn Ar­beit­ge­ber und Ar­beit­neh­mer im Ver­trag ver­ein­bart ha­ben, dass die­se stets er­reich­bar und be­reit zur Rück­kehr sein müs­sen. Mög­lich ist das aber nur für Ur­laubs­ta­ge, die den ge­setz­lich fest­ge­leg­ten Min­dest­an­spruch von vier Wo­chen im Jahr er­hal­ten.

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