„Oce­an-Far­ben“zie­hen die Bli­cke auf die Hän­de

Na­gel­la­cke in Grün und Blau sor­gen für Som­mer­lau­ne / Geo­me­tri­sche Mus­ter als Al­ter­na­ti­ve zu „Full­co­ver-Nä­geln“

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Mode & Stil - Mag

Grü­ne und blaue Na­gel­la­cke? War­um nicht! Zu Frau­en, die sich ger­ne an Strand oder Pool tum­meln, pas­sen die Far­ben, die die Ma­ke-up-Sty­lis­tin Rit­chie Kar­kow­ski aus Ham­burg mit „Oce­anFar­ben“um­schreibt, schon ir­gend­wie. Aber man kann auch mit we­ni­ger auf­fäl­li­gen Far­ben die Bli­cke auf schö­ne Hän­de len­ken. „Wer es klas­sisch mag, der setzt auf hel­le Bee­ren­tö­ne oder Pa­s­tel­le“, sagt Ves­na Pe­jak vom Stu­dio Pin­kNail. Oder na­tür­lich auf Rot. Be­gehrt sind der­zeit auch so­ge­nann­te Chro­me Nails – La­cke in Me­tal­lic­tö­nen. Für Sty­ling-Ex­per­tin Kar­kow­ski kommt es ller­dings nicht al­lein auf die Lack­far­be an, son­dern dar­auf, wie man ihn kom­bi­niert. „Am schöns­ten sieht es im­mer noch aus, wenn ei­ne Far­be im Out­fit mit dem Na­gel­lack har­mo­niert.“Ein Bei­spiel: „Ein Kleid mit ro­ten Blü­ten wird durch ro­ten Na­gel­lack per­fekt er­gänzt, trägt man ei­ne ver­wa­sche­ne Je­ans, sieht Tür­kis da­zu su­per aus.“Ein ver­meint­lich neu­er Trend, der in so man­chem La­den auch mit neu­em Na­men so be­wor­ben wird, sind „Full­co­ver-Nä­gel“. Da­bei han­delt sich aber le­dig­lich um das Be­ma­len des kom­plet­ten Fin­ger­na­gels in ei­ner Far­be. Zu­letzt war es ja be­liebt, die Sei­ten oder die Spit­zen des Na­gels an­ders­far­big zu tün­chen. Das ist den Ex­per­ten zu­fol­ge aber wie­der we­ni­ger an­ge­sagt. Häu­fig wer­den der­zeit über den Lack mit Scha­blo­nen, Sti­cker oder Stem­pel Mus­ter ge­legt – am liebs­ten in geo­me­tri­sche Struk­tu­ren. Üb­ri­gens: Schon um 1800 färb­ten Frau­en ih­re Nä­gel mit ro­tem Öl ein. Bis es den ers­ten rich­ti­gen Lack gab, ver­ging aber noch ei­ni­ge Zeit: Er kam 1925 auf den Markt. Da­mals wur­de nur die Na­gel­mit­te la­ckiert, der Mond und die Spit­ze blie­ben farb­los. Ei­ni­ge Jahre spä­ter stell­te ein US-Che­mi­ker farb­in­ten­si­ven Lack her, der auf neu­ar­ti­gen Pig­men­ten ba­sier­te. Sie las­sen sich bes­ser auf­tra­gen und in vie­len, un­ter­schied­li­chen Tö­nen her­stel­len. Auch künst­li­che Nä­gel gibt es schon ei­ne Wei­le. Be­reits 1970 gab es Va­ri­an­ten aus Acryl. Sie kom­men auch heu­te noch zum Ein­satz, weil sie lan­ge halt­bar und für brü­chi­ge Nä­gel ge­eig­net sind. Sie las­sen sich aber nur im Na­gel­stu­dio rea­li­sie­ren. Die Al­ter­na­ti­ve ist der wei­che­re Gel­na­gel. Er be­steht aus ei­nem Acrylat, das mit Hil­fe von UV-Licht aus­här­tet. Die­ser Lack ist ein­fa­cher zu mo­del­lie­ren, er hält da­für nicht so lan­ge. Gel­la­cke zum Auf­tra­gen zu Hau­se mit ver­spro­che­nen Halt­bar­keits­zeit­räu­men von bis zu zwei Wo­chen ha­ben in­zwi­schen auch die Re­ga­le in den Dro­ge­ri­en er­obert – teils braucht es da­für nicht ein­mal mehr ei­ne UV-Lam­pe.

Grü­ne Nä­gel sind Hin­gu­cker und soll­ten mit dem Out­fit har­mo­nie­ren. Fo­to: Chris­tin Klo­se/mag

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