KSC jetzt zu Wer­der II

Marc Lo­renz nach 2:3 in Ha­ching: Wir krie­gen zu vie­le Ge­gen­to­re

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Erste Seite - Ha­rald Lin­der

Fuß­ball-Dritt­li­gist Karls­ru­her SC star­te­te am Frei­tag mit sei­ner ers­ten Sai­son­nie­der­la­ge in die ers­te eng­li­sche Wo­che der Spiel­zeit 2017/18. Beim Auf­stei­ger Un­ter­ha­ching ga­ben die Gäs­te zwei­mal ei­ne Füh­rung aus der Hand und zo­gen mit 2:3 den Kür­ze­ren. Am Mitt­woch muss der KSC gleich wie­der aus­wärts ran: Bei Wer­der Bre­men II.

Wenn man trotz zwei­ma­li­ger Füh­rung bei ei­nem Auf­stei­ger ver­liert, ist die Stim­mung am Tag da­nach nicht un­be­dingt eu­pho­risch. Das merk­te man den KSC-Spie­lern nach dem „Aus­ra­deln“ges­tern Mor­gen deut­lich an. Mit 2:3 (2:2) hat­te der Fuß­ball-Dritt­li­gist am Frei­tag­abend bei der Spvgg Un­ter­ha­ching den Kür­ze­ren ge­zo­gen – und steht nach zwei Spiel­ta­gen mit nur ei­nem Punkt weit ent­fernt von den Ta­bel­len­re­gio­nen, in die der Auf­stiegs­fa­vo­rit selbst

Platzt am Mitt­woch bei Wer­der II der Kno­ten?

nach Mei­nung von Ha­chings Trai­ner Claus Schromm hin­ge­hört: „Das ist ei­ne Zweit­li­ga­mann­schaft“, mein­te der Coach der Ober­bay­ern noch vor der Be­geg­nung über das Team von Marc-Patrick Meis­ter. Doch der äu­ßerst li­mi­tier­te Auf­tritt des Fa­vo­ri­ten sorg­te nicht nur bei den Spie­lern, auch im Um­feld des KSC, für lan­ge Ge­sich­ter. Da­bei brach­te An­ton Fink den KSC per Foul­elf­me­ter früh mit 1:0 in Füh­rung (13. Mi­nu­te). Un­ter­ha­ching glich elf Mi­nu­ten spä­ter (eben­falls per Straf­stoß) zum 1:1 aus. Dann war es Da­vid Pisot, der nach ei­ner Ecke von Marc Lo­renz die Gäs­te mit 2:1 in Front brach­te (38.), aber schon im Ge­gen­zug ge­lang Ha­ching der er­neu­te Aus­gleich. Und als in der zwei­ten Hälf­te al­les auf ein Un­ent­schie­den hin­deu­te­te, kas­sier­te der KSC ei­ne Mi­nu­te vor Schluss noch das 2:3. „Wenn man zwei Aus­wärts­to­re macht, ist das nicht schlecht. Wenn man aber selbst drei fängt, ist es zu we­nig. Wir ha­ben jetzt in zwei Spie­len fünf Tref­fer kas­siert, das sind zu vie­le Ge­gen­to­re“, sagt Neu­zu­gang Marc Lo­renz, der in Ha­ching zu den bes­se­ren KSC-Kräf­ten ge­hör­te. „Wir neh­men uns zwar im­mer sehr viel vor und ar­bei­ten auch ent­spre­chend viel im Trai­ning. Das sieht man an un­se­rer Fit­ness. Die ist da. Aber es fehlt noch ge­ne­rell an der Ab­stim­mung“, so Lo­renz, der auch noch Schwä­chen in der „Kom­mu­ni­ka­ti­on un­ter­ein­an­der auf dem Platz“sieht. „Wir sind noch kei­ne ein­ge­spiel­te Mann­schaft. Das braucht noch et­was Zeit. Die Ab­stän­de sind oft noch zu groß und wir sind auch erst da­bei, ei­ne ge­mein­sa­me Spra­che zu spre­chen. Aber das wird kom­men“, gibt sich Lo­renz, der in den bei­den schwa­chen Auf­takt­spie­len noch „kei­nen Bein­bruch“sieht, zu­ver­sicht­lich für die wei­te­re Sai­son. „Dass wir in Un­ter­ha­ching ei­ne zwei­ma­li­ge Füh­rung ver­spielt ha­ben, ist zwar mehr als är­ger­lich und darf uns ei­gent­lich nicht pas­sie­ren“, so Lo­renz wei­ter. „Aber ich bin da­von über­zeugt, dass wir bald die Kur­ve krie­gen. Und wenn wir den ers­ten Sieg ein­ge­fah­ren ha­ben, wird sich dies auch in die rich­ti­ge Rich­tung ent­wi­ckeln“, sagt der 29Jäh­ri­ge, der aus We­hen-Wiesbaden in den Wild­park kam. Den nächs­ten Geg­ner Wer­der Bre­men II, bei dem der KSC am Mitt­woch (19 Uhr) in sei­ner ers­ten „eng­li­schen Wo­che“gas­tiert, hält Lo­renz für ei­ne Mann­schaft, die „sehr gut aus­ge­bil­de­te jun­ge Spie­ler in ih­ren Rei­hen hat. Zu­dem sind die Ama­teur­teams zu Be­ginn ei­ner Sai­son im­mer zu be­ach­ten“, meint er, ist aber den­noch gu­ten Mu­tes, dort die ers­ten Aus­wärts­punk­te zu ho­len.

Es fehlt an der Ab­stim­mung: Marc Lo­renz ent­täuscht nach der KSC-Aus­wärts­nie­der­la­ge. Fo­to: GES/Prang

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