Ju­bi­lä­um in Ras­tatt

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Die Region - Ww

Die­sel-Di­lem­ma, dro­hen­de Fahr­ver­bo­te, Kar­tell-Vor­wür­fe: Die Au­to­in­dus­trie ist mo­men­tan ein biss­chen häu­fi­ger in den Schlag­zei­len, als die Bos­se sich das ge­wünscht ha­ben dürf­ten. Doch ab­seits al­ler un­an­ge­neh­men The­men gibt es auch Grund zur Freu­de – zu­min­dest in Ras­tatt. Das dor­ti­ge Mer­ce­des-Benz Werk fei­er­te vor kur­zem mit ei­nem gro­ßen Fest­akt sein 25-jäh­ri­ges Ju­bi­lä­um. 1992 star­te­te hier die Pro­duk­ti­on mit der da­ma­li­gen E-Klas­se, 1997 gab das Werk mit der Pro­duk­ti­on der A-Klas­se den Start­schuss für die Er­folgs­ge­schich­te der Kom­pakt­klas­se von Mer­ce­des-Benz. Der­zeit sind im Ras­tat­ter Werk, dem größ­ten Ar­beit­ge­ber in der Re­gi­on, über 6 500 Mit­ar­bei­ter be­schäf­tigt. Im glo­ba­len Pro­duk­ti­ons­netz­werk von Mer­ce­des­Benz ist Ras­tatt das so­ge­nann­te „Le­a­dWerk“für die Kom­pakt­wa­gen-Fer­ti­gung – und zwar welt­weit. Hier wer­den die A- und B-Klas­se so­wie der kom­pak­te SUV GLA ge­baut. Im Jahr 2016 sind in Ras­tatt mehr als 300 000 Fahr­zeu­ge vom Band ge­lau­fen. Di­rekt ne­ben dem Werk be­fin­det sich das Kun­dencen­ter, wo täg­lich rund 250 Per­so­nen­wa­gen von den neu­en Be­sit­zern ab­ge­holt wer­den. Mit dem Fahr­er­leb­nis-Par­cours und ei­ner Event­flä­che wur­de das An­ge­bot kürz­lich noch er­wei­tert. Zu­dem kann das Ge­län­de für Ver­an­stal­tun­gen mit bis zu 7 000 Be­su­chern ge­nutzt wer­den. Vor gut drei Wo­chen hat der Ras­tat­ter Ge­mein­de­rat die Stadt mit ei­ner Mach­bar­keits­stu­die be­auf­tragt, die mög­li­che Stand­or­te für ei­ne Er­wei­te­rung des Werks auf­zei­gen soll. Der Kon­zern wür­de sich am liebs­ten im Sü­den sei­nes Werks­ge­län­des und da­mit im Land­schafts­und Na­tur­schutz­ge­biet „Ras­tat­ter Bruch“aus­wei­ten. Stand­ort­lei­ter Tho­mas Gei­er möch­te im Sep­tem­ber auch mit Ver­tre­tern von Na­tur­schutz dar­über spre­chen. Die­se ha­ben näm­lich schon Pro­test an­ge­mel­det. So schrieb der BUND, die Er­wei­te­rung sei „nicht hin­nehm­bar.“

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