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Der Sonntag (Mittelbaden) - - Tipps & Themen - Ww

Um die­se Mu­sik zu be­schrei­ben, reich­te im Grun­de ein Wort: Cool. Trom­pe­tenUr­ge­stein Herb Al­pert (82 Jah­re alt, 72 Mil­lio­nen ver­kauf­te Plat­ten) hat sich ein paar der schöns­ten Songs der Jazz- und Pop­ge­schich­te ge­krallt und die­se auf sei­ne ganz ei­ge­ne und un­ver­kenn­ba­re Art (Stich­wort: Hap­py Sound) ver­edelt. Na­tür­lich braucht ei­gent­lich kein Mensch die hun­dert­tau­sends­te Ver­si­on von „Unf­or­get­ta­ble“. Na­tür­lich ist es nicht un­be­dingt nö­tig, Ever­greens wie „Ima­gi­ne“im­mer wie­der neu auf­zu­neh­men. Und auch „Just A Gi­go­lo“hat man in­zwi­schen so oft ge­hört, dass man es ei­gent­lich nie wie­der ge­braucht hät­te. Aber: Herb Al­pert ist, wie ein­gangs schon er­wähnt, so sau­cool, dass die­se Lie­der wie­der in ei­nem ganz neu­en und un­wi­der­steh­li­chen Glan­ze er­strah­len. Denn auf „Mu­sic Vo­lu­me 1“(was für ein ge­nia­ler Ti­tel üb­ri­gens!) er­klingt „Cheek To Cheek“plötz­lich mit Turn­ta­ble-Scratching und Elek­tro­nik, wäh­rend „Mi­chel­le“von den Beat­les als Jazz­num­mer da­her­kommt. Und ne­ben der Neu­auf­la­ge von „Fla­min­go“, das er erst­mals 1966 auf­ge­nom­men hat­te, über­rascht uns der Trom­pe­ten­gu­ru noch mit der brand­neu­en, fun­ky groo­ven­den Ei­gen­kom­po­si­ti­on „Su­gar­foot“. Man darf schon jetzt ge­spannt sein, wel­che Songs er wohl für „Vo­lu­me 2“aus­su­chen wird.

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