We­ni­ger zu­bei­ßen

Tr­ü­be Aus­sich­ten für die Ap­fel­ern­te im Land

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Die Region - SO SO

Mit kraft­voll zu­bei­ßen wird es in die­sem Jahr wohl nicht so viel: In Ba­den-Würt­tem­berg wird nach An­ga­ben des Sta­tis­ti­schen Lan­des­am­tes mit ei­ner his­to­risch klei­nen Ap­fel­ern­te ge­rech­net. Ers­te Schät­zun­gen der amt­li­chen Obst­ern­tebe­richt­er­stat­ter las­sen dies be­fürch­ten. Dem­zu­fol­ge wird im Markt­obst­bau lan­des­weit ei­ne Ern­te­men­ge von nur ei­ner Mil­lio­nen De­zi­ton­nen (dt) er­war­tet (ei­ne De­zi­ton­ne ent­spricht 100 Ki­lo­gramm). Da­mit wer­de selbst das Ni­veau der Jah­re 1995 (da­mals wur­den 1,75 Mil­lio­nen De­zi­ton­nen ge­ern­tet) und 1991 (1,09 Mil­lio­nen De­zi­ton­nen) un­ter­schrit­ten, er­läu­tern die Sta­tis­ti­ker. Und das, ob­wohl der Ap­fel­an­bau in den ver­gan­ge­nen Jah­ren im Land aus­ge­dehnt wor­den war. In den ver­gan­ge­nen sechs Jah­ren wur­den über al­le Sor­ten hin­weg durch­schnitt­lich zwi­schen 280 dt und 320 dt Äp­fel pro Hekt­ar ge­ern­tet. In die­sem Jahr er­war­ten – oder viel­mehr be­fürch­ten – die Fach­leu­te, dass bei den Haupt­sor­ten Bo­skop nur 33 dt, bei Jo­na­gold 53 dt, bei Ida­red 64 dt und bei Ga­la bis zu 136 dt (je­weils pro Hekt­ar) er­zielt wer­den. Bei Ru­bi­net­te liegt die Schät­zung bei 117 dt, bei Pi­no­va bei 113 dt. Bei Fu­ji, El­star, Bra­e­burn, und Gol­den De­li­cious wer­den die Er­trä­ge auf vor­aus­sicht­lich zwi­schen 90 dt und 100 dt pro Hekt­ar be­zif­fert. Als Grün­de für die ent­täu­schen­de Ap­fel­ern­te 2017 nen­nen die Ex­per­ten Spät­frös­te wäh­rend der Blü­te Mit­te April mit Tem­pe­ra­tu­ren von bis zu mi­nus sie­ben Grad Cel­si­us. Erst­mals seit dem Wie­der­auf­bau nach dem Zwei­ten Welt­krieg fin­det im Karls­ru­her Schloss wie­der ein Got­tes­dienst statt. Er be­ginnt am Frei­tag, 18. Au­gust, um 18 Uhr in der Ab­tei­lung „Spät­mit­tel­al­ter und Re­nais­sance“des Ba­di­schen Lan­des­mu­se­ums und steht un­ter der Über­schrift „Die Lu­the­rin“. Denn an­läss­lich des Re­for­ma­ti­ons­ju­bi­lä­ums ist Lu­thers Frau Kat­ha­ri­na von Bo­ra mit von der Par­tie – als Büs­te des Künst­lers Ha­rald Birck. Lu­ther­bot­schaf­ter Wil­fried Här­le hält ei­ne von Lu­ther in­spi­rier­te Pre­digt. In mark­gräf­li­cher und groß­her­zog­li­cher Zeit gab es im Karls­ru­her Schloss stets ei­ne Schloss­kir­che. Dort fan­den auch nach der Ab­dan­kung von Groß­her­zog Fried­rich II. im No­vem­ber 1918 re­gel­mä­ßig Got­tes­diens­te statt – für die bür­ger­li­che Ge­mein­de. Und zwar bis zum bis 27. Sep­tem­ber 1944, wie Stadt­kir­chen-Pfar­rer Dirk Kel­ler her­aus­ge­fun­den hat.

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