Po­ren­tief rein und ma­kel­los sau­ber

Nur nach ei­ner gründ­li­chen Ge­sichts­rei­ni­gung kön­nen Ta­ges- und Nacht­cremes die pfle­gen­de Wir­kung voll ent­fal­ten

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Mode & Stil - Mag

Das Ge­sicht ist im Lau­fe des Ta­ges viel Schmutz aus­ge­setzt. Selbst wenn man kein Ma­ke-up auf­ge­tra­gen hat, sind Ab­schmink­tü­cher und Pads am Abend oft braun. Es gibt aber noch ei­nen Grund, war­um die Rei­ni­gung am Abend so wich­tig ist: „Nur wenn die Po­ren nicht ver­stopft sind, kann die Ta­ges- oder Nacht­creme ih­re pfle­gen­de Wir­kung ent­fal­ten“, sagt Ste­fan Duve, Der­ma­to­lo­ge aus München. So geht’s am bes­ten: Als ers­tes wer­den mit Schaum, Gel oder Öl das Ma­ke-up und gro­ber Schmutz ent­fernt. Wäh­rend leich­te, fri­sche Ge­le vor al­lem für den fet­ti­gen Teint ge­eig­net sind, sind öl­hal­ti­ge Rei­ni­ger gut zu tro­cke­ner Haut, weil sie rück­fet­tend wir­ken. „Ob man zum rich­ti­gen Pro­dukt ge­grif­fen hat, merkt man nor­ma­ler­wei­se so­fort: Wenn die Haut spannt oder gar schuppt, war die Rei­ni­gung zu ag­gres­siv“, so Duve. Das Pro­dukt wird mit krei­sen­den Be­we­gun­gen auf­ge­tra­gen und mit viel Was­ser ent­fernt – am bes­ten lau­warm. Da­nach wird das Ge­sicht mit ei­nem Hand­tuch tro­cken­ge­tupft. Dann folgt ein Ge- sichts­was­ser. Pro­duk­te zur To­ni­sie­rung stär­ken die Haut und glei­chen den pH-Wert der Haut nach der Rei­ni­gung aus. Gut tut das vor al­lem bei kalk­hal­ti­gem Was­ser. Re­la­tiv neu im Han­del ist „Mi­zel­len-Ge­sichts­was­ser“. Mi­zel­len sind mi­kro­sko­pisch klei­ne Par­ti­kel, die aus Ten­si­den be­ste­hen. Die­se bin­den Makeup-Res­te und Schmutz und zie­hen sie von der Haut ab. Ein Klas­si­ker ist al­ko­hol­hal­ti­ges Ge­sichts­was­ser. Es hat des­in­fi­zie­ren­de Wir­kung, was bei fet­ti­ger und un­rei­ner Haut gut ist. Aber die­se Pro­duk­te kön­nen die Haut aus­trock­nen, was nicht je­de ver­trägt. Über­trei­ben mit dem Rei­ni­gen soll­te man es nicht: „Ei­ne ein- bis zwei­ma­li­ge Ge­sichts­rei­ni­gung täg­lich ist voll­kom­men aus­rei­chend“, sagt Haut­arzt Jörg Frän­ken aus Schwelm in Nord­rhein-West­fa­len: „Sonst wer­den der Schutz­man­tel, die Haut­bar­rie­re­funk­ti­on und das Mi­kro­bi­om ge­schä­digt.“Dar­un­ter ver­steht man die na­tür­li­che Be­sie­de­lung der Haut durch Bak­te­ri­en. Von nor­ma­ler Sei­fe zur Rei­ni­gung ra­ten die Ex­per­ten ab: Ei­ne Sei­fe ver­än­dert den pH-Wert, was den Säu­re­schutz­man­tel der Haut emp­find­lich be­ein­träch­ti­gen kann. Ei­ne be­son­de­re Form der Rei­ni­gung ist das Pee­ling. „Da­bei wer­den Pro­duk­te mit feins­ten Schleif­par­ti­kel­chen be­nutzt, die vor al­lem ab­ge­stor­be­ne Haut­zel­len ent­fer­nen“, so Frän­ken. Nor­ma­le Pee­lings sind et­was für zu Hau­se, es gibt aber auch Son­der­for­men wie das Che­mi­cal Pee­ling in vie­len Haut­arzt­pra­xen. Da­bei kom­men teil­wei­se Pee­ling­s­ub­stan­zen zum Ein­satz, die auch die tie­fe­ren Haut­schich­ten be­ein­flus­sen.

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