Zehn Mi­nu­ten rei­chen Bay­er 04

KSC zwingt Le­ver­ku­sen in die Ver­län­ge­rung

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Sport - Ha­rald Lin­der

Dass Ben­ja­min Uphoff den klei­nen Po­kal aus Acryl­glas mit ins Bett ge­nom­men hat, mit dem er am Frei­tag­abend nach En­de der 120 Mi­nu­ten im DFB-Po­kal ge­gen Bay­er Le­ver­ku­sen als „Man of the Match“aus­ge­zeich­net wur­de, konn­te zwar nicht in Er­fah­rung ge­bracht wer­den, doch un­be­strit­ten hat die Aus­zeich­nung dem 24jäh­ri­gen Tor­hü­ter des KSC sicht­lich gut ge­tan. Ob­wohl er bei der 0:3 (0:0, 0:0)-Nie­der­la­ge nach Ver­län­ge­rung gleich drei Mal hin­ter sich grei­fen muss­te, durf­te er mit sei­ner per­sön­li­chen Leis­tung am En­de mehr als zu­frie­den sein.

Kee­per Uphoff trotz 0:3 der „Man of the Match“

Uphoff hielt sei­nen Kas­ten 93 Mi­nu­ten lang sau­ber, erst dann sorg­ten zehn Mi­nu­ten, in de­nen beim KSC kurz­zei­tig Kraft und Kon­zen­tra­ti­on nach­lie­ßen, doch noch da­für, dass der fa­vo­ri­sier­te Erst­li­gist durch Tref­fer von Do­mi­nik Kohr (93.), Jo­el Poh­jan­pa­lo (99.) und Le­on Bai­ley (105.) ge­gen ei­nen bra­vou­rös kämp­fen­den KSC am En­de die Ober­hand be­hielt. „Ich glau­be, dass wir vor al­lem in den re­gu­lä­ren 90 Mi­nu­ten sehr gut da­ge­gen ge­hal­ten ha­ben. Und wer weiß wie das Spiel läuft, wenn die Rie­sen­chan­ce von Os­kar Za­wa­da nach 13 Mi­nu­ten rein­geht. Aber ich glau­be, dass wir zum gro­ßen Teil zu­frie­den sein kön­nen. Wir ha­ben über wei­te Stre­cken gut ver­tei­digt und ha­ben al­les rein­ge­wor­fen. Es ist bit­ter, dass wir in der Ver­län­ge­rung dann zehn Mi­nu­ten et­was die Kon­zen­tra­ti­on ver­lo­ren ha­ben und das wird von ei­ner Mann- schaft, die ei­ne sol­che Qua­li­tät wie Le­ver­ku- sen hat, so­fort be­straft“mein­te Uphoff nach dem Po­kal-Aus des Karls­ru­her SC, der den- noch von den et­was über 17 000 Zu­schau- ern, dar­un­ter auch Dirk Schus­ter und Ste­fan Kuntz, mit viel Ap­plaus für ei­ne en­ga­gier­te Leis­tung ver­ab­schie­det wur­de. Die Art und Wei­se wie sei­ne Mann­schaft in die­sem Spiel auf­ge­tre­ten ist, ma­che auch „Mut für die an­ste­hen­de Li­ga-Auf­ga­be in Köln“, sieht KSC-Trai­ner Marc-Patrick Meis­ter sein Team zu­neh­mend auf dem rich­ti­gen Weg und Ab­wehr­spie­ler Da­vid Pisot spricht da­von, „dass wir mit viel Selbst­ver­trau­en und viel Op­ti­mis­mus in die­ses Spiel ge­gen Fortu­na Köln ge­hen kön­nen. Wir ha­ben 90 Mi­nu­ten lang ge­gen ei­ne sehr star­ke Le­ver­ku­se­ner Mann­schaft kei­nen Ge­gen­tref­fer zu­ge­las­sen. Das ist die Ba­sis, um auch in Köln zu be­ste­hen“, so Pisot. Im Köl­ner Süd­sta­di­on war­tet am kom­men­den Frei­tag, 18. Au­gust (19 Uhr) die Fortu­na, die ak­tu­ell mit zehn Zäh­lern punkt­gleich mit dem SC Pa­der­born auf dem zwei­ten Ta­bel­len­platz steht, auf die Blau-Wei­ßen.

Os­kar Za­wa­da (links, hier ge­gen den Bra­si­lia­ner Wen­dell) hät­te den Au­ßen­sei­ter KSC schon nach 13 Mi­nu­ten in Füh­rung brin­gen kön­nen, doch er ver­gab ei­ne Rie­sen­chan­ce der Gast­ge­ber. Foto: GES/Prang

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