Die A-No­te hat bei Schwartz Prio­ri­tät

Neu­er KSC-Chef­trai­ner sieht Man­gel an Sta­bi­li­tät / Ve­r­un­si­che­rung soll schnell ver­schwin­den

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Sport - Harald Lin­der

Den Ein­druck, den Alois Schwartz, der am ver­gan­ge­nen Mon­tag als neu­er Übungs­lei­ter im Wild­park vor­ge­stellt wur­de, von sei­nem Team hat, sei „ein gu­ter“, sag­te der 50-Jäh­ri­ge, der beim KSC ei­nen Ver­trag bis 2019 un­ter­schrieb, dem SONN­TAG. „Die Mann­schaft zieht voll mit. Das war die Gr­und­vor­aus­set­zung. Aber das ist ja meis­tens so, wenn ein neu­er Trai­ner kommt. Die Mann­schaft läuft gut und sie macht ei­nen re­la­tiv fit­ten Ein­druck. Mit den ers­ten Ta­gen kann man sehr zu­frie­den sein“, sagt Schwartz, der als Nach­fol­ger von Marc-Patrick Meis­ter den KSC wie­der in die Er­folgs­spur brin­gen soll. Kei­ne leich­te Auf­ga­be, denn dem als Auf­stiegs­fa­vo­rit ge­han­del­ten KSC man­gelt es vor al­lem an Sta­bi­li­tät. „Die müs­sen wir rein­be­kom­men. Das heißt, wir müs­sen die ANo­te, das Er­geb­nis, for­cie­ren, dann kommt die B-No­te von ganz al­lei­ne. Wich­tig ist jetzt aber die A-No­te, da­zu müs­sen wir der Mann­schaft ei­ne Hand­schrift und ei­nen Plan mit­ge­ben. Die Ve­r­un­si­che­rung müs­sen wir schnellst­mög­lich weg­be­kom­men“, sagt Schwartz über sein Team, das am Mitt­woch beim Spiel ge­gen ei­ne von Haupt­spon­sor Klai­ber zu­sam­men­ge­stell­te Mann­schaft in Bruch­sal mit 15:0 ge­wann. „Das war ein ge­lun­ge­nes Spiel. Die Mann­schaft hat den Ball gut lau­fen las­sen und konn­te sich auch ein biss­chen den Frust von der See­le spie­len. Das war ganz gut. Sie hat sich vie­le Tor­chan­cen er­spielt, aber noch zu we­nig da­von ver­wer­tet. Dar­an müs­sen wir ar­bei­ten“, sagt der neue Chef­trai­ner, der mit Di­mi­tri­os Mou­tas ei­nen Ver­trau­ten als Ko­trai­ner mit in den Wild­park ge­bracht hat. Wel­che Auf­ga­ben die bis­he­ri­gen As­sis­ten­ten Zla­tan Ba­jra­mo­vic und Chris­ti­an Eich­ner künf­tig über­neh­men wer­den, soll in der nächs­ten Wo­che, wenn Sport­di­rek­tor Oli­ver Kreu­zer aus sei­nem Ur­laub zu­rück ist, ge­klärt wer­den. Nach­dem die Mann­schaft am Don­ners­tag noch ein­mal ei­nen re­la­tiv ru­hi­gen Ar­beits­tag ver­brach­te – am Mor­gen gab es das tra­di­tio­nel­le Kin­der­trai­ning und am Nach­mit­tag wa­ren die Pro­fis Gäs­te beim KSC-Tag auf der Renn­bahn in If­fez­heim – bat Schwartz das Team da­nach zwei­mal pro Tag auf den Trai­nings­platz und setz­te auch für den heu­ti­gen Vor­mit­tag ei­ne Übungs­ein­heit an. Da­bei fehl­ten mit Flo­rent Mus­li­ja und Andre­as Hof­mann zwei Spie­ler aus un­ter­schied­li­chen Grün­den. Wäh­rend der 19-jäh­ri­ge Mus­li­ja zum ers­ten Mal für das deut­sche U-20-Na­tio­nal­team no­mi­niert wur­de, muss­te Neu­zu­gang Andre­as Hof­mann we­gen ei­ner im Trai­ning er­lit­te­nen Knie­ver­let­zung pas­sen, die den Mit­tel­feld­spie­ler vor­aus­sicht­lich für sechs Wo­chen au­ßer Ge­fecht set­zen wird. Dass der KSC am Wo­che­n­en­de mit dem Ab­wehr­spie­ler Gi­u­sep­pe Leo noch ei­nen Spie­ler ver­pflich­te­te, hat­te al­ler­dings nichts mit der Ver­let­zung von Hof­mann zu tun, son­dern da­mit, dass sich die In­nen­ver­tei­di­gung der Blau-Wei­ßen bis­lang al­les an­de­re als sat­tel­fest zeig­te und man hier noch Hand­lungs­be­darf sah.

„Mit ers­ten Ta­gen kann man zu­frie­den sein“

Auf ihn war­tet noch viel Ar­beit beim KSC: Alois Schwartz sieht nach dem Fehl­start un­ter an­de­rem ei­ne gro­ße Ve­r­un­si­che­rung in­ner­halb der Mann­schaft, die er so schnell wie mög­lich be­sei­ti­gen will. Fo­to: GES/Hurst

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