Sonn­tags-Cock­tail

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Wetter - Avs/AFP

His­to­ri­en­ro­man-Au­tor Ken Fol­lett konn­te als Schü­ler dem Ge­schichts­un­ter­richt nichts ab­ge­win­nen. „Ich ha­be die­ses Fach ge­hasst“, sag­te der Best­sel­ler-Au­tor dem Wo­che­n­end­jour­nal des Re­dak­ti­ons­Netz­werk Deutsch­land (RND). Sei­ne heu­ti­ge Fas­zi­na­ti­on für die Ver­gan­gen­heit er­klär­te der Bri­te so: „Es ist so ge­müt­lich, die­se bru­ta­len Ge­schich­ten zu le­sen, wäh­rend man im War­men sitzt und ei­nen Whis­key schlürft.“Ein Buch über die ak­tu­el­le Ge­schich­te des Br­ex­it will Fol­lett dem­nach nicht schrei­ben. „Da pas­siert et­was, was mir zu­tiefst wi­der­strebt. Wir soll­ten in Eu­ro­pa zu­sam­men­rü­cken“, sag­te der 68-Jäh­ri­ge.

Der bri­ti­sche Best­sel­ler­au­tor John le Car­ré (85) hat die Po­li­tik von US-Prä­si­dent Do­nald Trump mit Vor­bo­ten des Fa­schis­mus ver­gli­chen. Es ge­be „gif­ti­ge“Par­al­le­len zum Auf­kom­men des Fa­schis­mus in den 1930er Jah­ren et­wa in Deutsch­land und Spa­ni­en, sag­te der Schrift­stel­ler bei ei­nem sei­ner sel­te­nen Auf­trit­te in Lon­don. „Et­was wirk­lich sehr Schlech­tes pas­siert, und mei­ner An­sicht nach müs­sen wir da auf­pas­sen.“Be­un­ru­hi­gend sei­en auch die ak­tu­el­len Ent­wick­lun­gen in Po­len, Un­garn und die Ge­walt­wel­le in Myan­mar.

Fuß­ball in So­ma­lia: Erst­mals seit fast drei Jahr­zehn­ten ha­ben in der so­ma­li­schen Haupt­stadt Mo­ga­di­schu tau­sen­de Fuß­ball­fans ei­nem abend­li­chen Spiel bei­ge­wohnt. Un­ter stren­gen Si­cher­heits­vor­keh­run­gen kick­ten zwei Ju­gend­ver­ei­ne im Ko­nis-Sta­di­um im Fi­na­le ei­nes Haupt­stadt­tur­niers. Auf die­sen „his­to­ri­schen Abend“ha­be die Be­völ­ke­rung 30 Jah­re lang ge­war­tet, freu­te sich Bür­ger­meis­ter Mo­ham­med. Fre­ne­tisch feu­er­ten die An­hän­ger ih­re je­wei­li­ge Mann­schaft an – am En­de sieg­te der Club Wa­be­ri mit 3:0 ge­gen Hodon. Der so­ma­li­sche Fuß­ball­ver­band hofft nun auf wei­te­re Spie­le die­ser Art, die bis­lang aus Angst vor An­schlä­gen der ra­di­kal­is­la­mi­schen She­bab-Mi­liz nicht ab­ge­hal­ten wur­den.

Er­folgs­rap­per Cro sieht so­zia­le Me­di­en kri­tisch. „Vie­le Leu­te auf Ins­ta­gram sind fake“, sag­te der 27-Jäh­ri­ge der „Ber­li­ner Zei­tung“. „Sie bau­en sich ein tür­kis-blau­es Beach-Pro­fil auf – und ha­ben da­mit Er­folg!“Das In­ter­net le­be den Kin­dern da­mit et­was Fal­sches vor. „Die­se Men­schen, die auf Ins­ta­gram die Vil­la und das Boot pos­ten, de­nen ge­hört das ja oft­mals gar nicht.“Er ken­ne vie­le In­flu­en­cer mit Hun­dert­tau­sen­den Fol­lo­wern, die sich sol­che Auf­nah­men zu­sam­mentricks­ten. „Aber die Mä­dels den­ken, sie müss­ten auch so le­ben, so aus­se­hen, sich so schmin­ken – und da­bei sind sie ge­ra­de 13 Jah­re alt. Nicht gut.“

Pop-Di­va La­dy Ga­ga braucht drin­gend ei­ne Ver­schnauf­pau­se. Nach dem En­de ih­rer Welt­tour­nee im De­zem­ber wer­de sie sich ei­ne Zeit lang zu­rück­zie­hen, kün­dig­te die 30-Jäh­ri­ge auf dem Film­fes­ti­val von To­ron­to an. „Ich freue mich aufs Nach­den­ken, aufs Ver­lang­sa­men und auf Hei­lung, weil das wich­tig ist.“Voll­kom­men un­tä­tig will sie aber nicht sein: Die Pau­se „be­deu­tet nicht, dass ich nicht schöp­fe­risch tä­tig sein wer­de oder dass ich kei­ne As­se mehr im Är­mel ha­be“, be­teu­er­te La­dy Ga­ga. Mehr ver­ra­ten woll­te sie al­ler­dings nicht. Auch zur Län­ge ih­rer Aus­zeit woll­te sie sich nicht äu­ßern.

La­dy Ga­ga möch­te nach dem En­de ih­rer Welt­tour­nee ei­ne Pau­se ein­le­gen. Fo­to: AFP

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