Kämp­fe­ri­scher Schulz

SPD-Kanz­ler­kan­di­dat vor 2 500 Zu­hö­rern in Karls­ru­he

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Aktuell - Tob

Sel­fies, Hän­de­schüt­teln, ei­ne kämp­fe­ri­sche Re­de und An­grif­fe auf Kanz­le­rin An­ge­la Mer­kel: Mar­tin Schulz hat ges­tern mit ei­nem Auf­tritt vor dem ZKM in Karls­ru­he den End­spurt im Wahl­kampf ein­ge­läu­tet und die So­zi­al­de­mo­kra­ten auf­ge­ru­fen, sich von den Mei­nungs­um­fra­gen nicht ent­mu­ti­gen zu las­sen. „Wir kämp­fen bis die Wahl­lo­ka­le am kom­men­den Sonn­tag schlie­ßen“, rief Schulz den Men­schen zu. Nach An­ga­ben der Po­li­zei hat­ten sich et­wa 2 500 auf dem Platz der Men­schen­rech­te ein­ge­fun­den, um den SPDKanz­ler­kan­di­da­ten zu se­hen. Schulz be­kräf­tig­te, dass es nur mit ihm als Re­gie­rungs­chef Ve­rän­de­run­gen hin zu mehr so­zia­ler Ge­rech­tig­keit in die­sem Land ge­ben kön­ne. Mer­kel warf er ei­ne „Schlaf­ta­blet­ten­Men­ta­li­tät“und „Ein­lul­lungs­po­li­tik“vor, die der De­mo­kra­tie scha­de. Das Pu­bli­kum, an­fangs noch ver­hal­ten, ließ sich von Schulz’ en­ga­gier­tem Auf­tritt durch­aus mit­rei­ßen. „Wir kämp­fen nicht für Mei­nungs­um­fra­gen, wir kämp­fen für die Men­schen in die­sem Land, da­für will ich Bun­des­kanz­ler wer­den“, er­klär­te Schulz, der zu­vor be­reits in Frei­burg auf­ge­tre­ten war. Er wand­te sich ins­be­son­de­re auch an jun­ge Men­schen und rief da­zu auf, wäh­len zu ge­hen: „Je hö­her die Wahl­be­tei­li­gung ist, des­to schlech­ter ste­hen die Chan­cen für die ex­tre­me Rech­te.“

SPD-Vor­sit­zen­der Mar­tin Schulz schwor die So­zi­al­de­mo­kra­ten ges­tern auf dem Platz der Men­schen­rech­te vor dem ZKM auf den End­spurt zur Bun­des­tags­wahl ein. Fo­to: jo­do

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.