Fan­ta­sie­voll bis haar­sträu­bend

Ar­tis­tik und Poe­sie des „Neu­en Zir­kus“beim Atoll-Fes­ti­val im Toll­haus

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Die Region - Lie

Mit sie­ben Pro­gram­men, die zu­meist mehr­fach zu se­hen sind, bie­tet das Karls­ru­her Atoll- Fes­ti­val für zeit­ge­nös­si­schen Zir­kus ein noch üp­pi­ge­res Pro­gramm als im Vor­jahr. Von Mitt­woch, 20., Sep­tem­ber bis nächs­ten Sonn­tag gas­tie­ren For­ma­tio­nen aus Frank­reich und der Schweiz, Deutsch­land, Finn­land, den Nie­der­lan­den und Spa­ni­en im Kul­tur­zen­trum Toll­haus. Zur Er­öff­nung kommt am Mitt­woch die in Nord­frank­reich an­ge­sie­del­te, aus 22 in­ter­na­tio­na­len Akro­ba­ten be­ste­hen­de „Com­pa­gnie XY“, die in ih­rem fu­rio­sen Stück „Il n’est pas en­co­re mi­nuit“Men­schen ih­rer ver­trau­ten Bo­den­haf­tung be­raubt. Auf fas­zi­nie­ren­de Wei­se wird mit Kör­pern ex­pe­ri­men­tiert, die sich von Sprung­bret­tern in die Hö­he ka­ta­pul­tie­ren, durch die Luft wir­beln und sich zur atem­be­rau­ben­den Hö­he tür­men, um dann wie­der aus­ein­an­der­zu­fal­len. Wei­te­re For­ma­tio­nen aus dem als Wie­ge des Neu­en Zir­kus gel­ten­den Frank­reich sind in die­sem Jahr das kau­zi­ge Clowns­duo „Com­pa­gnie Sa­cé­cri­pa“mit haar­sträu­ben­den Ver­wick­lun­gen so­wie mit Fahr­ra­d­a­kro­ba­tik die fran­zö­sisch-schwei­ze­ri­sche Com­pa­gnie „Quo­ti­di­en­ne“, die bei­de mit ei­ge­nem Zelt an­rei­sen. Es gibt da­zu zwei Ter­mi­ne mit Cir­cus-Mi­nia­tu­ren von fünf En­sem­bles am Don­ners­tag und Sams­tag­nach­mit­tag. Das Pro­gramm nennt sich dann „Atoll Su­pri­se“. Die deut­schen Jon­gleu­re von „Spot the Drop“ha­ben am Sams­tag­abend ei­nen Auf­tritt. Mit „Los Ga­lin­dos“aus Bar­ce­lo­na prä­sen­tie­ren Alt­meis­ter der spa­ni­schen Neu­en-Zir­kusBe­we­gung ein brand­neu­es Stück, das vom Karls­ru­her Toll­haus ko­pro­du­ziert wur­de. „UduL“ist ei­ne der zahl­rei­chen Deutsch­land­pre­mie­ren beim vom Land Ba­den-Würt­tem­berg un­ter­stütz­ten Fes­ti­val. Atoll ist so or­ga­ni­siert, dass ei­ni­ge Com­pa­gni­en mehr­mals auf­tre­ten. So kom­men 18 Ter­mi­ne zu­sam­men. Die Auf­füh­run­gen dau- ern ma­xi­mal 80 Mi­nu­ten. Sie sind zwar für Er­wach­se­ne kon­zi­piert, aber den­noch für Kin­der ge­eig­net. Al­ter­s­emp­feh­lun­gen ste­hen im Pro­gramm­heft. Die gro­ßen Ein­zel­ter­mi­ne kos­ten 15 oder 22 Eu­ro Ein­tritt, plus Ge­büh­ren. Mit Ta­ges­kar­ten, die dann et­was mehr kos­ten, las­sen sich zwei oder so­gar mehr Vor­stel­lun­gen am Frei­tag, Sams­tag oder nächs- ten Sonn­tag be­su­chen. Die gro­ße Aus­wahl hat man mit dem Fes­ti­val­pass für 80 Eu­ro. Kin­der bis 14 Jah­re zah­len den hal­ben Preis. Kar­ten fürKin­der gibt es nur im Toll­haus, nicht an den üb­li­chen Vor­ver­kaufs­stel­len. Die Zu­schau­er­ka­pa­zi­tät wech­selt je nach Ter­min Aber groß ist im­mer das Über­ra­schungs­mo­ment die­ser Zir­kus­kunst.

Akro­ba­tik, Tanz und Spiel mit Ob­jek­ten bringt die nie­der­län­di­sche Com­pa­gnie „Pi­le en Face“mit ins Toll­haus Karls­ru­he. Dort ist ab Mitt­woch das in­ter­na­tio­na­le Atol­lFes­ti­val für zeit­ge­nös­si­schen Zir­kus zu er­le­ben. In zwei Sä­len und drei Zel­ten blüht die künst­le­ri­sche Fan­ta­sie bei 18 Ein­zel­ter­mi­nen auf. Fo­to: Me­gin Zon­der­van

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