Er­folgs­weg fort­ge­setzt

Eli­sa­beth Seitz und Ta­bea Alt bei Turn-Welt­meis­ter­schaft in Mon­tre­al un­ter den Top Ten

Der Sonntag (Mittelbaden) - - SPORT - Andre­as Frank

Turn­ge­schich­te ge­schrie­ben, die Trai­ne­rin be­geis­tert und ganz viel Selbst­ver­trau­en ge­tankt: Eli­sa­beth Seitz und Ta­bea Alt strahl­ten nach dem er­folg­rei­chen Mehr­kampf-Fi­na­le bei den Kunst­turn-Welt­meis­ter­schaf­ten in Mon­tre­al um die Wet­te. Rang neun für Meis­te­rin Seitz, Welt­cup­Ge­samt­sie­ge­rin Alt auf dem zehn­ten Platz – so gut hat­ten Ath­le­tin­nen des Deut­schen Tur­ner-Bun­des (DTB) in der Kö­nigs­dis­zi­plin bei ei­ner WM noch nie ab­ge­schnit­ten. Ent­spre­chend eu­pho­risch fiel das Lob von Te­am­che­fin Ul­la Koch aus: „Gleich zwei Tur­ne­rin­nen un­ter den Top Ten, dar­auf kann man wirk­lich stolz sein.“Und bei die­sem oh­ne­hin schon her­aus­ra­gen­den Re­sul­tat soll und muss es spe­zi­ell für WM-De­bü­tan­tin Alt nicht blei­ben. Denn wie schon in der Qua­li­fi­ka­ti­on am Mitt­woch er­turn­te die 17-Jäh­ri­ge aus Lud­wigs­burg am Schwe­be­bal­ken er­neut die höchs­te No­te der ge­sam­ten Kon­kur­renz und kann sich beim Ge­rä­te­fi­na­le vor der Fa­vo­ri­ten­rol­le kaum noch drü­cken. „Ich wer­de mich sehr kon­zen­trie­ren und hof­fen, dass ich mei­ne Übung dann noch ein­mal so zei­gen kann. Aber na­tür­lich ist auf den Spit­zen­plät­zen

„Dar­auf kann man wirk­lich stolz sein“

al­les sehr eng“, sag­te Alt, die sich in der Me­dail­len­ent­schei­dung auch na­tio­na­ler Kon­kur­renz er­weh­ren muss. Denn die WM-Drit­te Pau­li­ne Schä­fer aus Chem­nitz, die in der Bun­des­li­ga für die KRK Karls­ru­he turnt, hat an ih­rem Spe­zi­al­ge­rät eben­falls das Fi­na­le er­reicht. Eli­sa­beth Seitz war schon vor ih­rem Start in der Me­dail­len­ent­schei­dung am Stu- fen­bar­ren zu­al­ler­erst er­leich­tert, dass sie trotz ih­rer Rü­cken­pro­ble­me al­le vier Ge­rä­te na­he­zu feh­ler­frei ge­meis­tert hat­te. „Ich konn­te al­les auf den Punkt ab­lie­fern und bin ein­fach nur glück­lich“, mein­te die ge­bür­ti­ge Hei­del­ber­ge­rin. „Wenn man sich selbst be­stä­ti­gen kann, dass man ei­ne gu­te Mehr­kämp­fe­rin ist, ist das sehr schön“, füg­te die 23-jäh­ri­ge Sport­sol­da­tin hin­zu. Er­in­ne­run­gen an den jun­gen Fa­bi­an Ham­bü­chen wur­den beim Sieg der erst 16 Jah­re al­ten Mor­gan Hurd aus den USA wach. Wie der spä­te­re Reck-Olym­pia­sie­ger bei sei­nem WMDe­büt vor 14 Jah­ren en­ter­te auch die in Chi­na ge­bo­re­ne Ge­rät­ar­tis­tin das Turn­po­di­um mit ei­ner fet­ten Bril­le auf der Na­se. Be­güns­tigt wur­de Hurds Über­ra­schungs­sieg aber auch vom Feh­len der Olym­pia­sie­ge­rin Si­mo­ne Bi­les. Die Ti­tel­ver­tei­di­ge­rin aus den USA legt ei­ne Wett­kampf­pau­se ein.

Star­ker Auf­tritt: Tur­ne­rin Eli­sa­beth Seitz schloss den WM-Mehr­kampf als Neun­te ab. Fo­to: avs

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