125 Jah­re ba­di­scher Pfarr­ver­ein

Zum run­den Ju­bi­lä­um trifft man sich heu­te und mor­gen am Grün­dungs­ort in Karls­ru­he

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Die Region - SO

Seit 125 Jah­ren ist der Ba­di­sche Pfarr­ver­ein für ba­di­sche Pfar­re­rin­nen und Pfar­rer und de­ren Fa­mi­li­en ak­tiv. Das run­de Ju­bi­lä­um wird am heu­ti­gen Sonn­tag und mor­gen, Mon­tag, in Karls­ru­he ge­fei­ert. Die Idee zur Grün­dung des Evan­ge­li­schen Pfarr­ver­eins in Ba­den e. V. soll ei­ni­gen Pfarr­kol­le­gen auf ei­ner Schiffs­fahrt von Mann­heim nach Spey­er ge­kom­men sein – so steht es auf der Home­page des Ver­eins. Wei­ter ist dort zu le­sen, dass der ba­di­sche Pfarr­ver­ein dann am 28. Ju­ni 1892 in Karls­ru­he ge­grün­det wur­de. Das Ziel der Grün­dung lag in der För­de­rung wis­sen­schaft­lich-theo­lo­gi­scher An­lie­gen, in der Ver­tre­tung der „Stan­des“si­chert In­ter­es­sen so­wie in der prak­ti­schen So­li­da­ri­tät für die­je­ni­gen Mit­glie­der, die sich in ei­ner ma­te­ri­el­len Not­la­ge be­fin­den. Nach­dem schon 1925 die zu­vor ei­gen­stän­di­ge Kran­ken- und Ster­be­kas­se in den Ver­ein in­te­griert wor­den war, ent­wi­ckel­te sich die­se im­mer mehr zu ei­ner der tra­gen­den Säu­len des Ver­eins. Seit meh­re­ren Jahr­zehn­ten über­nimmt die Kran­ken­hil­fe des Ver­eins (ähn­lich wie in Würt­tem­berg und der Pfalz) als Selbst­hil­feein­rich­tung die Ab­si­che­rung der nicht von der Bei­hil­fe ab­ge­deck­ten Kos­ten im Krank­heits­fall. Die bes­ser Ver­die­nen­den zah­len mehr, wäh­rend die Schwächs­ten auf die­se Wei­se kon­kur­renz­los güns­tig ab­ge- sind. Am jähr­lich vom Pfarr­ver­ein durch­ge­führ­ten Tag der ba­di­schen Pfar­re­rin­nen und Pfar­rer mit re­gel­mä­ßig mehr als 250 Gäs­ten neh­men ne­ben dem Lan­des­bi­schof re­gel­mä­ßig auch die Mit­glie­der des Kol­le­gi­ums des Evan­ge­li­schen Ober­kir­chen­ra­tes teil. Im Rah­men des Pfar­rerIn­nen­ta­ges fin­det ne­ben der Eh­rung der Or­di­na­ti­ons­ju­bi­larIn­nen (in ei­nem fest­li­chen Abend so­wie durch den Lan­des­bi­schof in ei­nem Got­tes­dienst) auch im­mer ei­ne in­halt­li­che Haupt­ver­an­stal­tung mit her­aus­ra­gen­den Re­fe­ren­ten statt. So konn­ten in den letz­ten Jah­ren et­wa der da­ma­li­ge Prä­si­dent des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­rich­tes, Hans-Jür­gen Pa­pier, der da­ma­li­ge In­ten­dant des SWR, Pe­ter Voß, und der Bio­lo­ge Hans Mohr so­wie der Neu­ro­wis­sen­schaft­ler Joa­chim Bau­er, bei­de Uni­ver­si­tät Frei­burg, ge­won­nen wer­den. Das The­ma der Ju­bi­lä­ums­ver­an­stal­tung lau­tet „Der Pfar­rer und die Pfar­re­rin als öf­fent­li­che Per­son – Zeit für neue Per­spek­ti­ven“. Es be­ginnt um 17 Uhr mit ei­ner Mit­glie­der­ver­samm­lung im No­vo­tel Karls­ru­he, um 18.30 Uhr fin­det ein fest­li­cher Abend in der Gar­ten­hal­le statt. Am Mon­tag ab 9 Uhr trifft man sich wie­der in der Gar­ten­hal­le. Nach ei­ner And­acht mit De­kan Tho­mas Schal­la und der Be­grü­ßung durch den Vor­sit­zen­den Mat­thi­as Schärr spricht Lan­des­bi­schof Jo­chen Cor­ne­li­us-Bund­schuh zu den Gäs­ten. Den Fest­vor­trag um 10.45 Uhr hält Tho­mas Schlag, Pro­fes­sor für Prak­ti­sche Theo­lo­gie an der Uni­ver­si­tät Zü­rich. Am Nach­mit­tag gibt es wei­te­re Ver­an­stal­tun­gen, am Abend dann wird die Thea­ter­auf­füh­rung „Die Gold­berg-Va­ria­tio­nen“im Ba­di­schen Staats­thea­ter be­sucht. Die Ver­an­stal­tun­gen am Mon­tag sind al­le öf­fent­lich.

Prak­ti­sche So­li­da­ri­tät für al­le Mit­glie­der

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