CD-Check

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Tipps & Themen - Hr

Die Lei­den­schaft, mit der Jeff Cas­ca­ro über sei­ne mu­si­ka­li­schen Vor­bil­der und die Ge­schich­te des Jazz spricht, ist an­ste­ckend und mi­t­rei­ßend und sie perlt aus je­der Po­re von „Lo­ve & Blues in the Ci­ty“(Her­zog Re­cor­ds). An­ders als bei den zu­rück­lie­gen­den Soul-Jaz­zAl­ben ist es luf­ti­ger und fei­ner in den Nuan­cen ge­wor­den, ei­ne Hin­wen­dung zum klas­si­schen Jazz-Ge­sang: „Die Zeit war reif, ei­ne jaz­zi­ge­re, viel­leicht so­gar in­ti­me­re Plat­te auf­zu­neh­men. Ich hat­te Lust, die Stim­me stär­ker in den Vor­der­grund zu stel­len.“Da­mit ein­her­ge­hend hat er die Be­set­zung ge­än­dert und aufs Not­wen­di­ge re­du­ziert – so­mit den Platz für die lie­be­vol­len De­tails ge­schaf­fen. Am Pia­no sit­zen mit Ro­ber­to Di Gioia und Hendrik Soll aus­ge­wie­se­ne Jazz Cats. An den Drums Jörg Achim Kel­ler und Flo Dau­ner. Bas­sist und zugleich Pro­du­zent des Al­bums ist Chris­ti­an von Ka­phengst. Und die Pro­duk­ti­on schenkt auch wirk­lich al­len Mit­wir­ken­den den ver­dien­ten Klang­raum. Zehn Songs sind es fi­nal ge­wor­den: Sie­ben Co­ver Songs und drei Ei­gen­kom­po­si­tio­nen. Al­le Songs krei­sen um das The­ma Lo­ve & Blues und sind in ei­nen ur­ba­nen, mo­der­nen Sound ge­wan­det, glei­cher­ma­ßen stil­si­cher wie ori­gi­nell – und stets ge­treu der al­ten Weis­heit, dass ein Song nur dann wahr­lich in­ter­pre­tiert ist, wenn ein Mu­si­ker ihn sich ganz zu ei­gen ge­macht hat.

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