Rei­se­mo­sa­ik

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Reise & Urlaure - Mag mag

Pau­schal­rei­se oder In­di­vi­du­al­tour? Ur­lau­ber kön­nen auf ei­nen drit­ten Weg ge­hen – über ei­nen lo­ka­len Rei­se­ver­an­stal­ter vor Ort. Start-ups wie Mis­ter Trip, We­de­sign­trips und Eva­ne­os ver­mit­teln sol­chen An­bie­ter über ih­re Web­sei­ten. Auf den Sei­ten der Por­ta­le nennt der Ur­lau­ber sei­ne Wün­sche wie Ziel, Zei­t­raum, Or­te und be­vor­zug­te Ak­ti­vi­tä­ten. Ein lo­ka­ler Ver­an­stal­ter stellt dann ei­ne maß­ge­schnei­der­te Rei­se zu­sam­men. Die Zah­lung wird über das Por­tal ab­ge­wi­ckelt. „Da­mit man nicht 2 000 Eu­ro ein­fach nach Süd­afri­ka über­wei­sen muss“, wie der Ge­schäfts­füh­rer von We­de­sign­trips, Am­bros Gas­ser, er­klärt. Der An­bie­ter ar­bei­tet mit Part­nern in 35 Län­dern zu­sam­men. Die Start-ups wer­ben da­mit, dass ih­re Rei­sen im Ge­gen­satz zur Pau­schal­rei­se kom­plett in­di­vi­du­ell sind – und im Ver­gleich zur Ei­gen­re­cher­che im Netz be­quem zu bu­chen. „Es ist ein ho­her Re­cher­che­auf­wand, den rich­ti­gen An­bie­ter vor Ort zu fin­den“, sagt Micha­el Wurst, Ge­schäfts­füh­rer von Mis­ter Trip. „Un­se­re Ziel­grup­pe sind Men­schen, die eher 35 als 25 sind“, sagt Gas­ser. „Sie wol­len rei­sen wie frü­her, ha­ben aber nur noch zwei Wo­chen statt zwei Mo­na­te Zeit. Und statt 5 Dol­lar pro Nacht im Hos­tel ge­ben sie nun ger­ne auch mal 50 Dol­lar im Ho­tel aus.“Es sind al­so oft ehe­ma­li­ge Ruck­sack­rei­sen­de, die ein ge­wis­ses Maß an Or­ga­ni­sa­ti­on und Ab­si­che­rung schät­zen.

Wer auf­grund sei­nes Dia­be­tes In­su­lin auf ei­ner Flug­rei­se mit­neh­men muss, be­nö­tigt da­für ei­ne Be­schei­ni­gung. Das At­test kön­nen Pa­ti­en­ten auf der In­ter­net­sei­te der Dia­be­tes-Hil­fe her­un­ter­la­den und von ih­rem Arzt un­ter­schrei­ben las­sen. Au­ßer­dem emp­fiehlt es sich, ei­nen in­ter­na­tio­na­len Dia­be­tes-Pass mit­zu­neh­men, auf dem al­le In­fos über die Er­kran­kung ver­merkt sind. Auf Rei­sen füh­ren sie zu­dem am bes­ten dop­pelt so viel In­su­lin, Test­strei­fen und wei­te­re Me­di­ka­men­te mit wie nor­ma­ler­wei­se.

In Thai­land sol­len 2018 lan­des­weit öf­fent­li­che Shut­tle­bus­se von und zu den Flug­hä­fen zum Ein­satz kom­men. Die mit Gra­tis-WLAN aus­ge­stat­te­ten Bus­se sind laut thai­län­di­schen Me­di­en an al­len 29 Air­ports des Lan­des ge­plant. Ein ers­tes Mo­dell­pro­jekt in die­se Rich­tung gibt es be­reits – seit Fe­bru­ar 2016 wer­den öf­fent­li­che kos­ten­pflich­ti­ge Bus­se schon am Khon Ka­en Air­port ein­ge­setzt. Sie ver­bin­den den Flug­ha­fen mit der Pro­vinz­haupt­stadt.

Ei­ne Ach­ter­bahn­fahrt mit Vir­tu­al-Rea­li­ty-Bril­le bie­tet in der nächs­ten Sai­son das Le­go­land Deutsch­land in Günzburg. Die Be­su­cher fah­ren si­mu­lier­te Ren­nen ge­gen Fi­gu­ren aus der Le­go­welt, er­klärt der Mut­ter­kon­zern Mer­lin En­ter­tain­ments. Die Be­we­gun­gen in der Si­mu­la­ti­on sind ab­ge­stimmt auf die Ach­ter­bahn­fahrt. Die vir­tu­el­len Ren­nen wer­den ab dem 24. März 2018 im Le­go­land in Günzburg an­ge­bo­ten. Kin­der dür­fen die VR-Bril­le ab sechs Jah­ren be­nut­zen.

Die Flot­te der bri­ti­schen Kreuz­fahr­tree­de­rei Cu­nard er­hält Zu­wachs: Ein noch na­men­lo­ses vier­tes Schiff soll von Ju­ni 2022 an ne­ben der „Queen Ma­ry 2“, der „Queen Vic­to­ria“und der „Queen Eliz­a­beth“un­ter­wegs sein, teil­te das Un­ter­neh­men mit. Mit dem Bau be­auf­tragt wur­de die Fin­can­tie­ri-Werft in Ita­li­en. Platz bie­ten wird das Schiff für rund 3 000 Pas­sa­gie­re. Erst­mals seit 1998 sol­len da­mit von 2022 an wie­der vier Schif­fe par­al­lel für Cu­nard fah­ren. Letz­ter Neu­bau für die Ree­de­rei war 2010 die „Queen Eliz­a­beth“.

1-2-Fly wird zum En­de des Som­mers 2018 als Ur­laubs­mar­ke ver­schwin­den. Das ge­sam­te An­ge­bot geht zur Win­ter­sai­son 2018/19 auf die Haupt­mar­ke TUI über, wie der Rei­se­ver­an­stal­ter aus Han­no­ver mit­teil­te. Sämt­li­che Ho­tels, die der­zeit noch un­ter 1-2-Fly an­ge­bo­ten wer­den, fin­den Ur­lau­ber in Zu­kunft bei der TUI. 1-2Fly war 1996 von der TUI als Schnäpp­chenMar­ke ge­grün­det wor­den. Der Ver­an­stal­ter will sein An­ge­bot im nied­ri­ge­ren und mitt­le­ren Preis­seg­ment künf­tig wei­ter aus­bau­en – al­ler­dings un­ter der Haupt­mar­ke TUI.

Rya­nair kann sich bei ih­ren Ab­flü­gen aus Deutsch­land nicht aus­schließ­lich auf iri­sches Recht be­ru­fen. Das zeigt ein Ur­teil des Amts­ge­richts Sim­mern im Huns­rück (Az.: 32 C 571/16), über das die Deut­sche Ge­sell­schaft für Rei­se­recht in ih­rer Zeit­schrift „Rei­se­Recht ak­tu­ell“be­rich­tet. Im ver­han­del­ten Fall hat­te ein Rei­sen­der sei­nen Flug stor­niert und die ge­zahl­ten Steu­ern und Ge­büh­ren zu­rück­ge­for­dert. Die iri­sche Air­line ver­wei­ger­te dies je­doch mit Ver­weis auf ih­re All­ge­mei­nen Ge­schäfts­be­din­gun­gen: Ti­ckets sei­en ge­ne­rell nicht er­statt­bar, und der Be­för­de­rungs­ver­trag un­ter­lie­ge iri­schem Recht. So­mit sei­en für Kla­gen und die Bei­le­gung sämt­li­cher Strei­tig­kei­ten Ge­rich­te in Ir­land zu­stän­dig. Doch die­se Klau­sel ist un­wirk­sam, ent­schied das Ge­richt in Sim­mern un­ter Ver­weis auf das Bür­ger­li­che Ge­setz­buch (BGB). Die Klau­sel war nach An­sicht des Ge­richts nur da­für ge­macht, Pas­sa­gie­re von der Durch­set­zung ih­rer Rech­te ab­zu­hal­ten.

Neu­bau für Cu­nard: Die bri­ti­sche Kreuz­fahr­tree­de­rei Cu­nard hat ein neu­es Schiff für 3 000 Per­so­nen in Auf­trag ge­ge­ben. Ge­baut wird es bei der Fin­can­tie­ri-Werft in Ita­li­en. Es soll 2022 fer­tig sein. Fo­to: Cu­nard Li­ne

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