Wie ste­hen Sie zu Hal­lo­ween?

Der Sonntag (Mittelbaden) - - AKTUELL - Er/Fo­tos: Fa­b­ry

„Ehr­lich ge­sagt fin­de ich das doof“, sagt Mar­tin Metz (29), Sport­wis­sen­schaft­ler aus Herx­heim. „Fa­sching kann ich bei ei­nem stim­mi­gen Pro­gramm noch et­was ab­ge­win­nen – Hal­lo­ween gar nicht. Mei­ne Frau ist da an­ders ein­ge­stellt. Al­so blei­be ich mit den Kin­dern zu Hau­se, so­fern sie weg­ge­hen möch­te.“ „Als Event selbst ist mir das nicht wich­tig“, meint Da­ma­ris Schuh (19), Stu­den­tin in Karls­ru­he. „Hal­lo­ween eig­net sich aber gut, um mit Freun­den weg­zu­ge­hen. Der nächs­te Tag ist ja frei. Wenn Ver­klei­dung Pflicht ist, tra­ge ich wel­che, kann aber auch gut oh­ne. Wo­hin es geht, er­gibt sich dann spon­tan.“ „Mir ist es zu auf­ge­setzt“, er­klärt Mu­se­ums­lei­te­rin Mar­ti­na Kö­ser (60), zu Be­such in Karls­ru­he. „Es fehlt die Tra­di­ti­on wie beim Sank­tMar­tins-Um­zug. Kin­der mö­gen Hal­lo­ween aber. Mitt­ler­wei­le ha­ben wir in der Nach­bar­schaft kei­ne klei­nen Kin­der mehr. Es klin­gelt da­her nie­mand, um Sü­ßig­kei­ten zu be­kom­men.“ „Ich weiß gar nicht, war­um wir das fei­ern“, be­tont Es­ra Her­mann (20), Stu­den­tin aus Lan­dau. „Es ist ja ein Fest aus den USA. Als An­lass zum Weg­ge­hen ist Hal­lo­ween aber voll­kom­men in Ord­nung. Die­ses Jahr ge­he ich als gru­se­li­ge Pup­pe. Ich bin stark ge­schminkt und will schwar­ze Kon­takt­lin­sen tra­gen.“ „Ich find’s ok und bin da­bei“, äu­ßert Mar­co Mül­ler (26), Ent­wick­lungs­in­ge­nieur in Rem­chin­gen. „Al­ler­dings ist Hal­lo­ween bei mir kein Muss. Nur wenn es zeit­lich passt und mein Freun­des­kreis auch Lust hat weg­zu­ge­hen, ma­chen wir das. Mein letz­tes Ko­s­tüm war vor ei­ni­gen Jah­ren der Jo­ker aus Bat­man.“ „Ich fin­de Hal­lo­ween ge­schmack­los“, er­wi­dert Michael Ha­gen (60), Wach­mann aus Stu­ten­see. „Das Gan­ze geht mei­nes Wis­sens nach auf ein kel­ti­sches Fest zu­rück, bei dem es so­gar ri­tu­el­le Men­schen­op­fer ge­ge­ben ha­ben soll. Dar­aus heu­te ei­nen hei­te­ren An­lass zum Fei­ern zu ma­chen, ist ma­ka­ber.“

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