Den Feh­ler hat die Bahn ge­macht

Der Tagesspiegel - - LESER MEINUNG -

Es wird wie­der vor­kom­men, dass ein­zel­ne Wa­gen oder Zü­ge über­füllt sind. Da neh­me ich doch lie­ber den nächs­ten Zug. Ehe ich mich in ei­nen Zug zwän­ge und evtl. mit mei­ner Fahr­rad­ket­te an­de­ren die Klei­dung be­schmut­ze und Be­schimp­fun­gen aus­ge­setzt bin, blei­be ich lie­ber zu­rück und su­che mir ei­ne Stel­le am Bahn­steig, wo der An­drang aus Er­fah­rung we­ni­ger groß ist. Da das The­ma nicht neu ist, gibt es seit Jahr­zehn­ten kla­re Re­geln in den Be­för­de­rungs­be­din- gun­gen: Fahr­rä­der wer­den nur be­för­dert, so­fern hier­für aus­rei­chend Platz vor­han­den ist. Wird der Platz für Kran­ken­fahr­stüh­le oder Kin­der­wa­gen be­nö­tigt, muss der Fahr­gast mit dem Fahr­rad das Ver­kehrs­mit­tel ver­las­sen. Der Grund liegt auf der Hand: Da ein Fahr­rad mehr Platz be­nö­tigt, ha­ben Fahr­gäs­te Prio­ri­tät.

— Kurt Bei­er, Ber­lin-Te­gel

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Den Feh­ler hat die Bahn ge­macht. In ei­nen deut­lich be­vor­zugt für Fahr­rä­der, gro­ßes Ge­päck usw. ge­kenn­zeich­ne­ten Be­reich ge­hö­ren kei­ne Sit­ze, auch kei­ne Klapp­sit­ze. Die­se wer­den na­tür­lich von fuß­läu­fi­gen Fahr­gäs­ten be­nutzt und als Be­sitz­stand ver­tei­digt, so­dass nur ein bis zwei Fahr­rä­der oder Kin­der­wa­gen Platz fin­den, die dann auch noch nur un­wil­lig ge­dul­det wer­den. Die Klapp­sit­ze soll­ten we­nigs­tens auf ei­ner Sei­te ent­fernt wer­den, dann wä­re die löb­li­che Ab­sicht der Bahn er­füllt.

— Die­ter Ga­b­ri­el, Ber­lin-Lich­ten­ra­de

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