Ab durch die Mit­te

Schal­ke und Augs­burg set­zen sich oben fest – für Wer­der wird es schon wie­der eng

Der Tagesspiegel - - SPORT -

Wer­der Bre­men – FC Schal­ke 04 1:2

In Bre­men setz­te man auf Be­stän­dig­keit, um die­ses Ziel zu er­rei­chen. Zum ers­ten Mal in die­sem Jahr hat Trai­ner Alex­an­der Nou­ri dem ex­akt glei­chen Team ver­traut, das in der ver­gan­ge­nen Wo­che an­ge­tre­ten war. Da gab’s ein 1:1 bei Her­tha BSC. Dies­mal gin­gen die Bre­mer nach ei­ner Ecke in Füh­rung. Der fol­gen­de Kopf­ball von Lud­wig Au­gus­tins­son ver­fehl­te das Tor noch knapp, den Nach­schuss ver­wan­del­te La­mi­ne Sa­né aber oh­ne Pro­ble­me. Doch an­statt sich aus­gie­big dar­über zu freu­en, ver­half Wer­der den Schal­kern prompt zum Aus­gleich – per Ei­gen­tor.

Den Schal­kern konn­te es nur recht sein, sie er­ar­bei­te­ten sich nicht so vie­le Chan­cen wie die Gast­ge­ber. Und mit Be­ginn der zwei­ten Halb­zeit schie­nen sich so­gar bei­de Mann­schaf­ten mit dem 1:1 ein­zu­rich­ten. Wer­der und Schal­ke nah­men das Tem­po raus, was auf­sei­ten der Bre­mer da­zu führ­te, dass sie ein biss­chen zu sehr nach­lie­ßen. Die Gäs­te sag­ten in Per­son von Le­on Go­retz­ka dan­ke und schos­sen sich schein­bar mü­he­los zum Er­folg bei Wer­der. Dort wer­den sie sich et­was Neu­es ein­fal­len las­sen müs­sen, um un­ten raus­zu­kom­men. Ein­tracht Frank­furt – FC Augs­burg 1:2

Bei Ein­tracht Frank­furt ist noch nicht recht zu er­ken­nen, wo es denn hin­ge­hen soll in die­ser Sai­son: Mal spielt die Mann­schaft von Trai­ner Ni­ko Ko­vac groß auf, mal fin­det sie sich über­haupt nicht zu­recht. An die­sem Spiel­tag war zu­nächst Letz­te­res der Fall. Frank­furt wirk­te vor hei­mi­schem Pu­bli­kum wie von der Rol­le, da­bei mach­ten es die Gäs­te der Ein­tracht nicht un­be­dingt schwer. Aber die Augs­bur­ger nutz­ten die Chan­cen, die sie ei­gent­lich nicht hat­ten. So trat Phil­ipp Max ei- nen Frei­stoß fast von der Eck­fah­ne, der ver­mut­lich nicht als di­rek­ter Tor­schuss ge­plant war. Der Ball flog und flog, und weil kei­ner sich ver­an­lasst sah da­zwi­schen­zu­ge­hen, lan­de­te der Ball im Tor.

Es war der Tag der spek­ta­ku­lä­ren Tref­fer in Frank­furt. Denn Cai­u­by mach­te es so­gar noch ele­gan­ter. In der 78. Mi­nu­te zog er aus knapp 30 Me­tern ein­fach mal ab und sah zu, wie der Ball erst an die Un­ter­kan­te der Lat­te klatsch­te und dann im Netz lan­de­te. Erst jetzt fühl­te sich Frank­furt of­fen­bar rich­tig pro­vo­ziert. Kurz da­nach traf Lu­ka Jo­vic zum An­schluss. Doch der Hal­lo-Wach-Schuss kam zu spät. Frank­furt rann­te ge­gen den Rück­stand an, konn­te sich noch in der Nach­spiel­zeit Chan­ce um Chan­ce er­ar­bei­ten. Nur zu ei­nem wei­te­ren Tref­fer reich­te es nicht.

VfB Stuttgart – VfL Wolfs­burg 1:0 Be­son­ders schön war es nicht amSams­tag­nach­mit­tag in Stuttgart. Das galt so­wohl für das Wet­ter – es reg­ne­te wie aus Kü­beln – als auch für das Spiel zwei­er Teams, die nach drei Spiel­ta­gen im un­te­ren Teil der Ta­bel­le zu fin­den wa­ren. Die ers­te gu­te Chan­ce hat­ten die Stutt­gar­ter, doch der Schuss von Ana­st­a­si­os Do­nis lan­de­te in der 13. Mi­nu­te nur am Pfos­ten. Bes­ser mach­te es Cha­drac Ako­lo kurz vor der Halb­zeit­pau­se. Zwar brauch­te der Mit­tel­feld­spie­ler da­für gleich zwei Ver­su­che, aber das war Mann­schaft und Fans egal. Sie wa­ren schon froh, dass es über­haupt zu ei­nem Tref­fer lang­te.

Bei Wolfs­burg wä­re das ähn­lich ge­we­sen. Oh­ne den ver­letz­ten An­grei­fer Ma­rio Go­mez lief nicht viel zu­sam­men bei den Gäs­ten. Die Nie­der­sach­sen hat­ten so­gar noch Glück, dass Stuttgart nicht hö­her ge­wann. Ei­gent­lich hät­te es in­fol­ge ei­nes üb­len Fouls von VfB-Tor­wart Ko­en Cas­teels an Stutt­garts Chris­ti­an Gent­ner ei­nen Elf­me­ter ge­ben müs­sen. Cas­teels traf Gent­ner beim Hoch­stei­gen mit dem Knie mit­ten ins Ge­sicht. Der Stutt­gar­ter er­litt laut VfB-Trai­ner Han­nes Wolf ei­ne schwe­re Ge­hirn­er­schüt­te­rung, au­ßer­dem sei­en wohl auch ein paar Kno­chen im Ge­sicht ge­bro­chen. Tsp

Fo­tos: dpa

Phil­ipp Max be­ju­belt mit Al­f­red Finn­bo­ga­son sein Tor für Augs­burg, Stutt­garts Cha­drac Ako­lo freut sich über sein Sieg­tor ge­gen Wolfs­burg.

Dass es nicht bis ganz nach vor­ne reicht, war schon vor dem An­pfiff klar. Han­no­ver 96 hat sich bis min­des­tens Sonn­tag als Ta­bel­len­füh­rer der Fuß­ball-Bun­des­li­ga ein­ge­rich­tet. Bei den Spie­len des Sams­tag­nach­mit­tags ging es für die meis­ten teil­neh­men­den Klubs, die sich bis­her eher in der Mit­te der Ta­bel­le auf­ge­hal­ten ha­ben, viel­mehr dar­um, dass sie nicht un­ten rein­rut­schen. Ganz viel Herz.

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