Zu­rück nach vor­ne

Die Eis­bä­ren wol­len ge­gen Strau­bing schnel­ler sein

Der Tagesspiegel - - SPORT -

Ber­lin - Strau­bing? Rich­tig, da war doch was. Und zwar am 3. März die­ses Jah­res. Da lie­fer­ten sich die Strau­bing Ti­gers mit den Eis­bä­ren ei­ne zünf­ti­ge Pre-Play­off-Schlacht, die die Eis­bä­ren dra­ma­tisch knapp ge­wan­nen: Um 23.52 Uhr setz­te Ja­mie MacQueen dem Eis­ho­ckey­wahn­sinn am Pul­ver­turm ein En­de. Der Ka­na­di­er traf zum 3:2 für die Eis­bä­ren in der drit­ten Ver­län­ge­rung, Spiel­mi­nu­te 104. Für Strau­bing war es das Sai­son­en­de, die Ber­li­ner stan­den im Vier­tel­fi­na­le in der Deut­schen Eishockey-Li­ga. Das ist nun schon ein hal­bes Jahr her, und bei den Ber­li­nern will nie­mand mehr zu­rück-, son­dern nach vor­ne den­ken. Ka­pi­tän An­dré Ran­kel sagt: „Ich den­ke nicht mehr zu­rück, schließ­lich läuft die neue Sai­son. Die Strau­bin­ger ar­bei­ten im­mer hart, da müs­sen wir dis­zi­pli­niert spie­len. Wenn wir das über 60 Mi­nu­ten schaf­fen, ge­win­nen wir auch.“

So wie beim 2:1 ge­gen Wolfs­burg, die Ber­li­ner dreh­ten ihr Heim­spiel vom Frei­tag nach zwei To­ren von Ran­kel im letz­ten Drit­tel. Mit der Dis­zi­plin war es bei den Eis­bä­ren aber so ei­ne Sa­che: Se­an Back­man er­leb­te das Spie­len­de nach ei­ner Spiel­dau­er­stra­fe nicht mehr auf dem Eis, wo­bei das Straf­maß strit­tig er­schien. Die Eis­bä­ren ka­men trotz­dem zu ih­rem ers­ten Heim­sieg und dürf­ten sich nach der Mi­nus­ku­lis­se von nur 9431 Zu­schau­ern am Frei­tag wohl dar­auf freu­en, dass am Sonn­tag um 14 Uhr in der Are­na am Ost­bahn­hof zu fa­mi­li­en­freund­li­che­rer Zeit das ers­te Bul­ly ge­gen die Ti­gers vor weit mehr Fans statt­fin­den wird – so­weit auch al­le die Ber­li­ner Hal­le noch fin­den, die mo­men­tan von Bau­stel­len um­zin­gelt ist.

Die neu zu­sam­men­ge­bau­te Mann­schaft der Eis­bä­ren mit sie­ben neu­en Pro­fis braucht der­weil noch ein we­nig Zeit, bis al­les stim­mig wird, das war auch bei Teil eins des Heim­spiel­wo­chen­en­des of­fen­sicht­lich. Aber die Wolfs­bur­ger sind ver­gli­chen mit den Strau­bin­gern ein spie­le­ri­sches Schwer­ge­wicht. Eis­bä­ren-Trai­ner Uwe Krupp sagt zum kom­men­den Geg­ner: „Die Strau­bin­ger hat­ten ei­nen Trai­ner­wech­sel, sie kom­men aber ei­gent­lich im­mer über den Kampf ins Spiel.“Er er­war­te ein en­ges Match. Mög­lich, denn die Strau­bin­ger ha­ben erst drei Punk­te auf ih­rem Kon­to, und dann ist da ja noch das Spiel vom 3. März als Mo­ti­va­ti­on. An das den­ken die Pro­fis der Ti­gers wo­mög­lich häu­fi­ger als die Eis­bä­ren und An­dré Ran­kel.

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