Skan­dal um Ko­be Steel wei­tet sich aus

Der Tagesspiegel - - WIRTSCHAFT -

To­kio - Der Skan­dal um ge­pansch­te Me­tall­pro­duk­te des ja­pa­ni­schen Stahl­rie­sen Ko­be Steel wei­tet sich aus. Die Num­mer drei der Bran­che ge­stand am Frei­tag, dass noch stär­ker als bis­lang an­ge­nom­men ge­schwin­delt wor­den sei. Da­bei han­de­le es sich um Stahl-, Kup­fer- und Alu­mi­ni­um­pro­duk­te im Vo­lu­men von mehr als 11 000 Ton­nen, die in Ja­pan, Chi­na, Ma­lay­sia und Thai­land her­ge­stellt und an über 100 Kun­den aus­ge­lie­fert wur­den. Ko­be-Steel-Chef Hi­roya Ka­wa­sa­ki ent­schul­dig­te sich.

Ko­be Steel räum­te ein, dass Mit­ar­bei­ter bei Alu­mi­ni­um-, Kup­fer- und Ei­sen­pul­ver­pro­duk­ten zur Ver­wen­dung in Au­tos, Zü­gen, Flug­zeu­gen so­wie mi­li­tä­ri­scher Aus­rüs­tung In­spek­ti­ons­da­ten et­wa zur Ma­te­ri­al­stär­ke ge­fälscht hat­ten. Ei­ni­ge Fäl­le reich­ten ein Jahr­zehnt zu­rück. Teils sol­len auch In­spek­ti­ons­pro­zes­se ab­ge­kürzt wor­den sein. Zu den Kun­den des Stahl­her­stel­lers ge­hö­ren Au­to­kon­zer­ne, die Luft- und Raum­fahrt­in­dus­trie, Rüs­tungs­un­ter­neh­men oder auch der AKW-Be­trei­ber Tep­co, bei dem es 2011 in Fukushima zur Re­ak­tor­ka­ta­stro­phe ge­kom­men war. Bis­lang be­steht kei­ne Klar­heit, ob auch deut­sche Kon­zer­ne be­trof­fen sind.

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