5,7 Bil­lio­nen Eu­ro auf der ho­hen Kan­te

Bun­des­bank: Geld­ver­mö­gen wächst wei­ter

Der Tagesspiegel - - WIRTSCHAFT -

Die Spar­zin­sen sind zwar wei­ter im Kel­ler. Das Geld­ver­mö­gen der Bun­des­bür­ger steigt aber den­noch. En­de Ju­ni wa­ren es nach An­ga­ben der Bun­des­bank rund 5723 Mil­li­ar­den Eu­ro, al­so 5,7 Bil­lio­nen Eu­ro – knapp ein Pro­zent oder 45 Mil­li­ar­den Eu­ro mehr als En­de März und da­mit so viel wie nie zu­vor.

Die Bun­des­bür­ger set­zen bei ih­rer Geld­an­la­ge trotz Nied­rig­zins­um­felds wei­ter auf ri­si­ko­ar­me An­la­ge­for­men und in­ves­tie­ren nur sehr vor­sich­tig in Ak­ti­en, be­tont die Bun­des­bank in ih­rer neu­es­ten Ana­ly­se der Geld­ver­mö­gens­bil­dung der pri­va­ten Haus­hal­te. Wie schon im ers­ten Quar­tal ha­ben sie auch im zwei­ten Vier­tel­jahr nur für knapp zwei Mil­li­ar­den Eu­ro net­to Ak­ti­en ge­kauft, vor al­lem Pa­pie­re aus dem Aus­land. Auf der an­de­ren Sei­te nah­men sie wei­ter in deut­li­chem Um­fang Kre­di­te auf, vor al­lem für den Bau oder Kauf von Wohn­ei­gen­tum.

Bei ih­rer Ana­ly­se be­rück­sich­tigt die Bun­des­bank Bar­geld, Gi­ro- und Spar­ein­la­gen bei Ban­ken und Spar­kas­sen, Wert­pa­pie­re und In­vest­ment­fonds so­wie An­sprü­che an Ver­si­che­run­gen. Im­mo­bi­li­en blei­ben bei der Be­trach­tung au­ßen vor.

Der größ­te Teil des Zu­wach­ses im zwei­ten Quar­tal be­ruh­te mit 31 Mil­li­ar­den Eu­ro auf Bar­geld und Zuflüs­se in nied­rig oder gar nicht ver­zins­te Spar­an­la­gen. 18 Mil­li­ar­den Eu­ro ent­fal­len auf ge­stie­ge­ne An­sprü­che der Bun­des­bür­ger bei Ver­si­che­run­gen und Pen­si­ons­kas­sen. Für gut zehn Mil­li­ar­den Eu­ro ha­ben die Bun­des­bür­ger zwi­schen April und Ju­ni In­vest-

DIn­ner­halb der Eu­ro­päi­schen Zen­tral­bank zeich­net sich In­si­dern zu­fol­ge ei­ne brei­te Mehr­heit für ei­ne Ver­rin­ge­rung der ex­pan­si­ven Kon­junk­tur­hil­fen ab. Beim nächs­ten Tref­fen am 26. Ok­to­ber wür­den die Rats­mit­glie­der da­für stim­men, das An­lei­hen-Kauf­pro­gramm (QE) zwar zu ver­län­gern, aber mit ei­nem ge­rin­ge­ren Kauf­vo­lu­men, mel­det die Nach­rich­ten­agen­tur Reu­ters. Im Ge­spräch sei ei­ne Ver­län­ge­rung der Käu­fe um neun Mo­na­te. Der­zeit wer­den mo­nat­lich Pa­pie­re im Wert von 60 Mil­li­ar­den Eu­ro ge­kauft. Künf­tig sol­len es zwi­schen 25 und 40 Mil­li­ar­den Eu­ro sein.

mentfonds mit Ak­ti­en und An­lei­hen und Im­mo­bi­li­en­fonds, ins­be­son­de­re aber ge­misch­te Wert­pa­pier­fonds ge­kauft, schreibt die Bun­des­bank. Di­rekt auf Ak­ti­en ent­fie­len aber nur zwei Mil­li­ar­den Eu­ro. Da­bei setz­ten die Haus­hal­te vor al­lem auf aus­län­di­sche Ak­ti­en, wäh­rend deut­sche Pa­pie­re un­ter dem Strich ver­kauft wur­den. „Die­ses An­la­ge­ver­hal­ten spricht für ein ge­wis­ses Ren­di­te­be­wusst­sein, da Ak­ti­en an sich und vor al­lem aus­län­di­sche Ak­ti­en ty­pi­scher­wei­se als ris­kan­ter wahr­ge­nom­men wer­den und folg­lich in Er­war­tung hö­he­rer Ren­di­ten er­wor­ben wer­den“. An­ge­sichts der schwan­ken­den Ent­wick­lung an der Bör­se nahm al­ler­dings der Wert von in den De­pots ge­hal­te­nen Fonds und Ak­ti­en um et­wa acht Mil­li­ar­den Eu­ro ab.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.