Ha­mil­ton und Het­zer

Der Tagesspiegel - - STADTLEBEN -

Zu scha­de! Da ist dem gro­ßen Renn­fah­rer Le­wis Ha­mil­ton echt was ent­gan­gen. Am Don­ners­tag­abend hat­te er im KaDeWe ei­nen gro­ßen Auf­tritt vor aus­ge­wähl­ten Kun­den in der Her­ren­ab­tei­lung. Un­ter den vie­len Au­to­gramm­jä­gern war auch Ral­lye­fah­re­rin Hei­di Het­zer. In den letz­ten drei Jah­ren vor ih­rem 80. Ge­burts­tag ist sie in ei­nem Au­to um die Welt ge­reist, das äl­ter ist als sie sel­ber, hat vie­le Aben­teu­er und auch man­che Wid­rig­kei­ten über­stan­den und wird seit­dem in Ber­lin von Fans im­mer wie­der auf of­fe­ner Stra­ße an­ge­spro­chen. Der Aus­nah­me­fah­rer des Mer­ce­des-AMG Pe­tro­nas For­mel 1 Teams hät­te ei­ne gu­te Chan­ce ge­habt, sie per­sön­lich ken­nen­zu­ler­nen. Al­lein der Sturm auf die Büh­ne war so groß, dass es nicht nur kein Durch­kom­men gab.

Der Star zog sich rasch zu­rück und schick­te die Au­to­gram­me dann nach vor­ne. Hei­di Het­zer mit ih­rem un­ver­wüst­li­chen Op­ti­mis­mus strahl­te am En­de trotz­dem. Ein Au­to­gramm hat­te sie be­kom­men - nur eben nicht live über­reicht. Da­bei ha­ben die bei­den ei­ni­ges ge­mein­sam. Vor­ge­stellt wur­de der drei­ma­li­ge Welt­meis­ter mit den Ei­gen­schaf­ten „er­folg­reich, dy­na­misch, selbst­be­wusst, pro­biert al­les aus“. Das trifft auch auf Het­zer zu. Nur die Ei­gen­schaft „jung“, wenn man sich nicht auf das Herz be­schränkt, son­dern den Pass hin­zu­zieht, passt nicht.

Ha­mil­ton war üb­ri­gens nicht in ers­ter Li­nie als Renn­fah­rer dort, son­dern vor al­lem als Mar­ken­bot­schaf­ter von Hu­go Boss. Als sol­cher hat er in­zwi­schen Lust be­kom­men, sel­ber Klei­dung zu ent­wer­fen, und zwar in sei­nem ei­ge­nen Stil, den er als „Ur­ban Chic“be­schreibt. Er fin­det ei­nen ei­ge­nen per­sön­li­chen Stil, den man sie­ben Ta­ge die Wo­che tra­gen kann, wich­tig. Wie weit für ihn der Weg zum Stil-Mo­dell war, er­klär­te er dann auch noch. „Vie­le Men­schen ha­ben kei­ne Ah­nung, wie schwer es war, mich da­hin zu krie­gen, wo ich heu­te bin. Wir hat­ten kein Geld, und es gab vie­le Mo­men­te, in de­nen ich dach­te, ich schaf­fe es nicht.“Da­her kommt auch sein Mot­to „Nie­mals auf­ge­ben“. Auch Letz­te­res könn­te er mit Hei­di Het­zer ge­mein­sam ha­ben. Bi

Het­zer

Ha­mil­ton

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