So teu­er wä­re kos­ten­lo­ses Bus­fah­ren

Kri­ti­ker hal­ten den Vor­schlag der Re­gie­rung für un­rea­lis­tisch

Der Westallgäuer - - Vorderseite - VON PHIL­IPP KINNE

Augs­burg Ein Brief der Bun­des­re­gie­rung an die EU hat Dis­kus­sio­nen über kos­ten­lo­ses Bus- und Bahn­fah­ren ent­facht. In dem Schrei­ben schlägt die Re­gie­rung vor, den öf­fent­li­chen Nah­ver­kehr in Städ­ten gra­tis zu ge­stal­ten. Wäh­rend die ei­nen sich schon kos­ten­los durch die Stadt fah­ren se­hen, hal­ten an­de­re das Vor­ha­ben schlicht für zu teu­er. Et­wa 13 Mil­li­ar­den Eu­ro pro Jahr wür­den für das Vor­ha­ben be­nö­tigt, rech­net der Deut­sche Städ­te- und Ge­mein­de­bund vor. Gra­tis­fah­ren kön­ne höchs­tens ein lang­fris­ti­ges Zu­kunfts­pro­jekt wer­den. Al­lein in Augs­burg wür­de der Gra­tis-Ver­kehr 48 Mil­lio­nen Eu­ro im Jahr kos­ten. Hin­ter­grund des Vor­schlags der Bun­des­re­gie­rung ist wohl Druck aus Brüs­sel. Deutsch­land droht ei­ne Kla­ge, weil seit Jah­ren in vie­len Städ­ten die Grenz­wer­te zum Aus­stoß von Stick­oxid über­schrit­ten wer­den. Zur Ver­bes­se­rung der Luft­qua­li­tät er­wägt die Re­gie­rung des­halb, Land und Kom­mu­nen bei ei­nem mög­li­chen kos­ten­lo­sen Nah­ver­kehr fi­nan­zi­ell zu un­ter­stüt­zen. Un­klar ist je­doch, wie die­ses Pro­jekt fi­nan­ziert wer­den soll.

Wes­halb Kri­ti­ker das Gra­tis­fah­ren zum Schei­tern ver­ur­teilt se­hen und in wel­chen deut­schen Städ­ten ers­te Kos­ten­lo­s­pro­jek­te ge­star­tet wer­den könn­ten, le­sen Sie auf der Wirt­schaft.

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