VIER WÄN­DE VOL­LER LE­BENS­FREU­DE

Ein kun­ter­bun­ter Be­such bei der Grün­de­rin der Fir­ma Rice.

Die Schoensten Landhaeuser - - ERSTE SEITE -

Für ih­re Fir­ma „Rice“be­schäf­tigt sich De­si­gne­rin Char­lot­te Hed­man-Gu­e­n­i­au den gan­zen Tag mit dem The­ma Far­ben, aber auch pri­vat mag es die Krea­ti­ve ger­ne bunt. Kü­che, Ein­gang oder Wohn­zim­mer – über­all im Haus kommt po­si­ti­ve Stim­mung auf.

Lin­ke Sei­te Im Win­ter ar­ran­giert Char­lot­te bun­te Tee­lich­ter und La­ter­nen als Will­kom­mens­gruß auf der Trep­pe. Die­se Sei­te Die Ro­sen-Ta­pe­te ist der Blick­fang in der Kü­che. Da­mit der Raum nicht über­la­den wirkt, wur­de das Mus­ter nur an ei­ner Wand an­ge­bracht.

Als Char­lot­te und ihr Mann Phil­ip­pe be­schlos­sen, ei­ne Fa­mi­lie zu grün­den, woll­te Char­lot­te zu ih­ren Wur­zeln, in ihr Hei­mat­land Dä­ne­mark zu­rück­keh­ren. „Wir hat­ten da­mals rund 15 Jah­re in Pa­ris ge­lebt“, er­zählt Char­lot­te. Ob­wohl die bei­den in ih­ren Be­ru­fen sehr zu­frie­den und er­folg­reich wa­ren, hat­ten sie das Be­dürf­nis, ihr Le­ben wie­der zu ver­ein­fa­chen und ei­nen Gang zu­rück­zu­schal­ten. Ge­nau zu die­sem Zeit­punkt tra­fen sie sich mit ei­nem al­ten Freund, der in der thai­län­di­schen Haus­halts­wa­ren­in­dus­trie ar­bei­te­te. Ge­mein­sam mit ihm be­schlos­sen sie, ei­ne ei­ge­ne Fir­ma für Woh­nac­ces­soires zu grün­den. Ziel war es, die­se Fir­ma von Dä­ne­mark aus zu lei­ten. Das ist über 15 Jah­re her und der Be­ginn ei­ner Er­folgs­ge­schich­te, die un­ter dem Na­men „Rice“heu­te welt­weit be­kannt ist. Char­lot­te ist der krea­ti­ve Kopf der Fir­ma, Phil­ip­pe

Far­be ist ei­ne wich­ti­ge Zu­tat für die fröh­li­che Stim­mung in den ein­zel­nen Räu­men. Da­mit die Zim­mer nicht zu un­ru­hig

wir­ken, ge­hört ei­ne Por­ti­on Weiß un­be­dingt da­zu

Die­se Sei­te Die bun­ten Plaids und Kis­sen stam­men über­wie­gend aus Char­lot­tes Kol­lek­ti­on und schaf­fen im Wohn­zim­mer ei­ne freund­li­che At­mo­sphä­re.

Die­se Sei­te Den schwarz la­ckier­ten Tisch hat Char­lot­te von ih­rer Groß­mut­ter ge­erbt. Um­so bun­ter geht es da­für mit vie­len Kis­sen und De­cken auf dem So­fa zu.

küm­mert sich um die Fi­nan­zen. Nach­dem die be­ruf­li­chen Wei­chen ge­stellt wa­ren, konn­te die Fa­mi­lie end­lich zu­rück nach Dä­ne­mark, in ein Haus vor den To­ren der Stadt Oden­se zie­hen. „Die groß­zü­gi­gen Räu­me, der prak­ti­sche Grund­riss und die idyl­li­sche Um­ge­bung ha­ben uns so­fort be­geis­tert“, er­zählt Char­lot­te. Trotz der lan­gen Ge­schich­te des im 18. Jahr­hun­dert er­bau­ten Hau­ses muss­te die Fa­mi­lie glück­li­cher­wei­se nicht viel ver­än­dern. Das Ge­bäu­de war frisch re­no­viert und so be­stan­den die Haupt­auf­ga­ben dar­in, ei­ne neue Kü­che und ein neu­es Ba­de­zim­mer ein­zu­bau­en. Ih­re Lei­den­schaft für star­ke Far­ben konn­te Char­lot­te in den ho­hen, in Weiß ge­hal­te­nen Räu­men voll aus­le­ben. „Far­be macht ein­fach je­den glück­lich und man braucht über­haupt kei­ne Angst zu ha­ben, et­was aus­zu­pro­bie­ren“, be­ru­higt sie. „Man muss ein­fach das rich­ti­ge Maß fin­den.“Ei­ni­ge Wän­de ließ sie be­wusst weiß, um die freund­li­che und

Kräf­ti­ge Far­ben for­dern hin und wie­der ein biss­chen Mut. Für Char­lot­te ist das kein Pro­blem: „Man kann die Ak­zen­te ja

ganz ein­fach wie­der än­dern. Nichts bleibt im­mer gleich“

hel­le At­mo­sphä­re der Zim­mer zu er­hal­ten und zu­gleich die Strahl­kraft der Far­ben wir­ken zu las­sen. We­der Char­lot­te noch Phil­ip­pe füh­len sich ei­nem be­stimm­ten Wohn­stil ver­pflich­tet. Ent­spre­chend un­be­schwert kre­ierten sie ein in­di­vi­du­el­les Am­bi­en­te mit nost­al­gi­schen und mo­der­nen Mö­beln. In ei­nem der Wohn­zim­mer sind die schlich­ten, wei­ßen So­fas mit ver­spiel­ten Kis­sen und ge­hä­kel­ten Plaids in ei­nem per­sön­lich wir­ken­den Vintage-Look de­ko­riert. „Wir mö­gen ge­brauch­te Stü­cke, die wir von un­se­rer Fa­mi­lie oder von Freun­den be­kom­men. Auf die­se Wei­se ha­ben wir im­mer Er­in­ne­run­gen von ih­nen im Haus. Und ge­nau die­se Ge­schich­ten, die wir mit den Ein­zel­stü­cken ver­bin­den, zau­bern je­den Tag ein Lä­cheln in un­ser Ge­sicht“, er­zählt Char­lot­te. Die­ser un­be­schwer­te Stil ge­fällt auch den Freun­den der bei­den und so er­staunt es nicht, dass das mit so viel un­prä­ten­tiö­sem Charme ge­stal­te­te Haus ger­ne und oft von Gäs­ten be­sucht wird.

Das zwang­lo­se Mit­ein­an­der von bun­ten Woh­nac­ces­soires, mo­der­nen Mö­beln und an­ti­ken Fa­mi­li­enerb­stü­cken ist ty­pisch für

Char­lot­tes per­sön­li­chen Stil, der auch ih­re De­signs prägt

TEXT: SI­AN WIL­LI­AMS,

STE­FA­NIE SY­REN • FO­TOS: POL­LY ELTES/

NARRATIVES

Oben von links nach rechts Char­lot­te nimmt sich ger­ne Zeit, um mit Toch­ter Sel­ma zu bas­teln oder Ge­schen­ke zu ver­pa­cken; Hand­ge­näh­tes, an­ti­ke Mö

bel und Glä­ser schaf­fen At­mo­sphä­re; die bun­ten Töp­fe wer­den nicht im Schrank ver­steckt, son­dern in ei­ner of­fe­nen An­rich­te prä­sen­tiert. Rechts Ho­he

Fens­ter und Glas­tü­ren brin­gen Licht ins Haus.

Links Das in Weiß ge­hal­te­ne Am­bi­en­te ver­trägt star­ke Far­ben wie die des Samts­es­sels. Unten von links nach rechts Das Bild ober­halb des Schränk­chens zeigt Char­lot­tes Groß­mut­ter; auf der Kom­mo­de, die von Phil­ip­pes Fa­mi­lie in Frank­reich stammt, wer­den klei­ne Schät­ze aus­ge­stellt; tief­blaue Ses­sel fun­gie­ren im zwei­ten Wohn­zim­mer als Blick­fang.

Oben von links nach rechts Das mit Mo­sa­ik­ka­cheln ge­flies­te Bad prä­sen­tiert sich un­kon­ven­tio­nell; ge

mus­ter­te Poufs ge­hö­ren zu Char­lot­tes Lieb­lings­ac­ces­soires und sind in fast je­dem Raum zu fin­den; ro­sa­far­be­ne Hand­tü­cher und der Blu­men­tep­pich

sor­gen für far­bi­ge Ak­zen­te. Rechts Freund­li­che Far­ben prä­gen auch das ge­müt­li­che Schlaf­zim­mer.

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