EIN TRAUM IN HOLZ & WEISS

An der Küs­te Nor­we­gens liegt Hil­des und Oves Hi­dea­way.

Die Schoensten Landhaeuser - - ERSTE SEITE -

Kar­ge Land­schaft, zer­klüf­te­te Fel­sen, ein tie­fer Fjord und mit­ten­drin das Holz­haus von Hil­de und Ove Syl­tevik-Dr­a­blos. Im Ein­klang mit der Na­tur ver­brin­gen sie hier ih­re Wo­che­n­en­den fern­ab der Zi­vi­li­sa­ti­on.

An der West­küs­te Nor­we­gens, na­he Aa­le­sund, liegt Hil­de und Ove Syl­tevik-Dr­a­blos’ Rück­zugs­mög­lich­keit vom Stadt­le­ben. Ur­sprüng­lich war es das Som­mer­haus von Hil­des El­tern. Ihr Va­ter bau­te das Holz­haus in den 1960erJah­ren auf ei­nem Fels­pla­teau mit Blick auf schnee­be­deck­te Ber­ge und den Fjord. 2004 ent­schied Hil­de ge­mein­sam mit ih­rem Mann, das Fe­ri­en­do­mi­zil zu über­neh­men. Da­für wa­ren ei­ni­ge Um­bau­ar­bei­ten so- wie ei­ne Er­wei­te­rung der Wohn­flä­che nö­tig. Die raue Land­schaft dien­te den bei­den als Vor­bild, je­doch woll­ten sie kei­nes­falls auf die An­nehm­lich­kei­ten des 21. Jahr­hun­derts ver­zich­ten. Hil­de und Ove lie­ßen des­halb die De­cke iso­lie­ren, die Glas­wän­de mit Dop­pel­glas ver­se­hen und ne­ben ei­ner Fuß­bo­den­hei­zung of­fe­ne Feu­er­stel­len in­stal­lie­ren. „Die Bau­be­stim­mun­gen für Neu­bau­ten am Was­ser sind in Nor­we­gen sehr streng. An- und Um­bau­ar­bei­ten wer­den hin­ge­gen

Na­tur­ver­bun­den­heit, Ruhe und Wei­te, das fin­den Hil­de und

Ove in ih­rem Wo­chen­end­haus

leich­ter ge­neh­migt. Wir woll­ten es uns da­durch aber nicht ein­fach nur leich­ter ma­chen, son­dern auch die Um­welt mög­lichst we­nig be­las­ten“, er­in­nert sich Hil­de. Als In­te­rior­de­si­gne­rin küm­mer­te sie sich um die Aus­stat­tung der Räu­me, zu­sätz­lich aber auch um die in­tel­li­gen­te Er­wei­te­rung der Wohn­flä­che. Der neue An­bau ist gera­de ein­mal 50 qm groß, war je­doch sehr teu­er, denn ein Teil des Fel­sens muss­te ei­gens für ihn ge­sprengt wer­den. Nur so konn­te ein so­li­des

Fun­da­ment ge­schaf­fen wer­den. Um die Land­schaft da­bei so we­nig wie mög­lich zu zer­stö­ren, setz­ten sie Spe­zi­al­ma­schi­nen ein und gin­gen sehr sorg­sam vor. Das Er­geb­nis aus Holz und St­ei­nen der Um­ge­bung kann sich se­hen las­sen. Die Elek­tri­zi­tät wird aus Was­ser­kraft ge­won­nen, wie fast über­all in Nor­we­gen. Zu­dem ge­hört zum An­we­sen ein ei­ge­ner Brun­nen. Der mo­der­ne An­bau ver­wan­delt das ein­fa­che Cot­ta­ge in ein schi­ckes Re­fu­gi­um. Die Glas­wän­de ra­gen leicht über den fel­si­gen Hang hin­aus, was bei Flut aus­sieht, als wür­de der Wohn­raum vom Fjord ge­flu­tet. Die licht­durch­ström­ten Räu­me wir­ken da­bei grö­ßer als die Qua­drat­me­ter­zahl zu­nächst ver­mu­ten lässt. Sanft spie­gelt sich das Licht des Nor­dens in den Räu­men und je­der Win­kel des Hau­ses er­mög­licht freie Sicht auf die wei­te, kar­ge Land­schaft. Auf­grund der be­grenz­ten Wohn­flä­che leg­te Hil­de be­son­de­ren Wert auf Ord­nung und ge­nü­gend Stau­raum. Ein ei­gens

an­ge­bau­ter Haus­wirt­schafts­raum mit se­pa­ra­tem Ein­gang bie­tet Platz für al­les, was in den lich­ten, aber recht en­gen Schlaf- und Wohn­zim­mern nicht un­ter­ge­bracht wer­den kann. „Wir le­ben mit der Na­tur und von ihr. Nach ei­nem Tag auf dem Boot kön­nen wir un­se­re Se­gel­klei­dung ein­fach in der Kam­mer aus­zie­hen und so­fort in die ge­müt­li­che Wohn­welt ein­tre­ten.“In ih­rem Holz­haus fül­len die Stadt­men­schen Hil­de und Ove ih­re Lun­gen mit fri­scher Luft. Hier

„Ich lie­be schlich­te, ein­fa­che Din­ge oh­ne vie­le Schnör­kel“

kön­nen sie ent­span­nen und Ruhe und Frie­den der Land­schaft ge­nie­ßen. Sie nut­zen je­des er­denk­li­che Wo­che­n­en­de, um in der Ge­gend rund um ihr Cot­ta­ge zum Fi­schen oder Se­geln zu ge­hen, Bee­ren zu pflü­cken und Ski zu fah­ren. Und manch­mal spie­len sie so­gar mit dem Ge­dan­ken, ihr schi­ckes Stadt­haus in Aa­le­sund ein­fach ge­gen ei­ne klei­ne Woh­nung ein­zu­tau­schen und ihr ge­lieb­tes, klei­nes Holz­haus noch mehr zu ih­rem Le­bens­mit­tel­punkt zu ma­chen.

„Wir woll­ten un­ser Schlaf­zim­mer de­ko­ra­tiv und

ku­sche­lig ein­rich­ten“

Links Die Fens­ter bie­ten ei­nen frei­en Blick auf den Fjord. So­fa und Kron­leuch­ter sind von Ikea. Die­se Sei­te Hil­de mach­te mit­hil­fe von Schaf­fel­len aus zwei al­ten Stüh­len ge­müt­li­che Ses­sel. Hin­ter der So­fa­land­schaft pras­selt ein wär­men­des Feu­er.

TEXT: A. ED­WARDS, A. MEIN­HOLD • FO­TOS: ALUN CALLENDER/REDCOVER.COM

Die­se Sei­te Die mo­der­ne Fas­sa­de des klei­nen Holz­hau­ses hebt sich

klar von der rau­en Land­schaft ab. Hil­de und Ove ha­ben sich für den In­nen­aus­bau die Na­tur zum Vor­bild

ge­nom­men.

Die­se Sei­te oben Das Boots­haus liegt di­rekt am Fjord. Links unten Hil­de schaut ger­ne vom Steg in die Fer­ne. Rechts unten Ein über­dach­ter Ess­be­reich am Boots­haus lädt zu ei­nem un­ge­stör­ten Mahl.

Gro­ßes Bild Im Haus sor­gen neue Öfen für Wär­me an kal­ten Ta­gen. Oben Das ro­te So­fa dient Hil­de zum Ent­span­nen und ist der ein­zi­ge Farb­tup­fer im Haus. Unten Die of­fe­ne Kü­chen­zei­le ist von Ikea.

Gro­ßes Bild Wän­de aus ge­bleich­tem Holz und hel­le Mö­bel las­sen den Ess­be­reich grö­ßer er­schei­nen. Klei­nes Bild Ove öff­ne­te die Kü­che zum Ess­zim­mer hin, da­mit Hil­de beim Ko­chen Ge­sell­schaft hat.

Gro­ßes Bild Trotz Grau wirkt das Schlaf­zim­mer

hell. Die Tapeten sind von Lau­ra Ash­ley. Oben Das Gäs­te­bett passt ge­nau in die Ni­sche des klei­nen Raums. Unten Graue Filz­haus­schu­he war­ten auf kal­te Fü­ße.

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