DREI FRAU­EN AL­LEIN ZU HAUS

Ei­ne ge­müt­li­che Oa­se auf der dä­ni­schen Halb­in­sel Fed­det.

Die Schoensten Landhaeuser - - ERSTE SEITE -

Das ge­müt­li­che Haus von Ju­lie, Alba und Fri­da, ihr Weih­nachts­fest­es­sen und der traum­haf­te, win­ter­li­che Strand sor­gen da­für, dass sich al­le Jah­re wie­der

Freun­de und Fa­mi­lie für Weih­nach­ten im dä­ni­schen Fed­det ent­schei­den.

Gut ein­hun­dert Ki­lo­me­ter süd­lich von Ko­pen­ha­gen und mit­ten in ei­ner über­wäl­ti­gend schö­nen Land­schaft mit ki­lo­me­ter­lan­gen, wei­ßen Strän­den ge­le­gen, fin­det man das Zu­hau­se von Ju­lie Goo­dall und ih­ren bei­den Töch­tern Alba und Fri­da. Biegt man um die Ecke des ehe­ma­li­gen Guts­hofs, so fühlt man sich, als sei die Zeit ste­hen ge­blie­ben und als hät­te man end­lich den per­fek­ten Ort für das Weih­nachts­fest ge­fun­den. Ein Ge­dan­ke, der si­cher auch ein­mal in den Köp­fen der Fa­mi­lie und Freun­de der drei Frau­en spuk­te – in­zwi­schen ist das Weih­nachts­fest auf der Halb­in­sel Fed­det für al­le längst zur fes­ten Grö­ße ge­wor­den. Je­des Jahr im De­zem­ber trifft man sich hier, um Strand­spa­zier­gän­ge in der Fak­se-Bucht zu ma­chen, ein gro­ßes Fest­es­sen zu ge­nie­ßen und an­schlie­ßend im Gäste­haus ge­gen­über Ge­schen­ke aus­zu­pa­cken. Den Weg dort­hin mar­kiert Ju­lie mit Ker­zen, die schon wäh­rend des Es­sens leuch­ten, eben­so wie der gro­ße Baum, den man vom Ess­zim­mer des Haupt­hau­ses aus se­hen kann. „Das stei­gert die Vor­freu­de nicht nur bei den Kin­dern“, er­zählt sie

lä­chelnd, „und der Weg durch die fri­sche Luft nach dem vie­len Es­sen ist im­mer herr­lich be­le­bend.“Als Ju­lie und ihr in­zwi­schen Ex-Ehe­mann, Pe­ter Grant, da­mals ein­zo­gen, wa­ren An­we­sen und Ge­bäu­de we­nig an­sehn­lich. Die Zim­mer wa­ren klein, dun­kel und ver­win­kelt und das Haus mit gera­de ein­mal 100 Qua­drat­me­tern nicht be­son­ders groß. Als ers­te Bau­maß­nah­me ris­sen sie Wän­de ein und füg­ten gro­ße Fens­ter hin­zu. So ent­stan­den nach und nach ei­ne gro­ße Wohn­kü­che, die sich zum Wohn­zim­mer hin öff­net, und schließ­lich zu­sätz­lich das Gäste­haus, das in­zwi­schen ei­ne un­ent­behr­li­che Er­wei­te­rung des Wohn­rau­mes dar­stellt. Ju­lie, Alba und Fri­da nut­zen es ger­ne zum ge­müt­li­chen Bei­sam­men­sein vor dem Ka­min, zum Le­sen und Bas­teln oder am liebs­ten für Fes­te mit all ih­ren Freun­den. Bei der Ein­rich­tung gilt für Ju­lie fol­gen­des Mot­to: Hell und schlicht soll es sein mit ei­ni­gen be­son­de­ren Ele­men­ten. Be­son­ders stolz ist die Al­lein­er­zie­hen­de auf das Holz­po­dest, das sie mit ei­ner Ma­trat­ze und ei­ner far­ben­präch­ti­gen Ta­ges­de­cke aus

Us­be­kis­tan be­stückt hat. „Es gibt nichts Schö­ne­res für mich, als hier zu lüm­meln und hei­ßen Tee zu trin­ken“, er­zählt Ju­lie. Ein wei­te­res High­light sind die rie­si­gen Fens­ter, die den Blick aufs Was­ser frei­ge­ben. Auf die Fens­ter­bän­ke stellt die ge­lern­te Gra­fi­ke­rin am liebs­ten sil­ber­ne Ker­zen­stän­der, die zu­sätz­lich für Licht sor­gen. An Weih­nach­ten ge­sellt sich ein gro­ßer Por­zel­lan­weih­nachts­mann vom Floh­markt hin­zu – das un­an­ge­foch­te­ne Lieb­lings­stück der Mäd­chen. Für ei­nen rus­ti­ka­len Look ließ Ju­lie die Wän­de grob ver- put­zen und be­häng­te sie mit zahl­rei­chen un­ter­schied­li­chen Bil­der­rah­men, ger­ne auch in Gold. Floh­markt- und Erb­stü­cke, wie ein al­ter Ki­no­stuhl oder ei­ne An­rich­te der Ur­groß­mut­ter, ma­chen das Am­bi­en­te per­sön­lich. Wenn es ab Ok­to­ber dann drau­ßen klir­rend kalt wird, ist die Zeit für die drei Holz­öfen des Frau­en­haus­halts ge­kom­men. Sie sor­gen für woh­li­ge Wär­me und der Ge­müt­lich­keits­fak­tor lässt sich ab dann nur noch durch den zu­sätz­li­chen Duft des Weih­nachts­es­sens top­pen.

TEXT: SO­FIE CAMP­BELL, SI­MO­NE WENDT • FO­TOS: THO­MAS PE­TRI

Die­se Sei­te Auf ei­nem al­ten Ki­no­stuhl de­ko­riert, war­ten die Ge­schen­ke dar­auf, aus­ge­packt zu wer­den. Rech­te Sei­te gro­ßes Bild Der klas­si­sche, dä­ni­sche Weih­nachts­baum wird mit klei­nen Flag­gen ge­schmückt. Klei­ne Bil­der Ju­lie, Alba und Fri­da lie­ben ihr Zu­hau­se fern­ab vom Tru­bel der Groß­stadt. Am bes­ten ge­fällt ih­nen ihr Gäste­haus.

Oben Das Holz­po­dest dient glei­cher­ma­ßen als Bett und Couch. Die bun­te Ta­ges­de­cke ver­leiht ihm ori­en­ta­li­sches Flair. Rech­te Sei­te im Uhr­zei­ger­sinn Gleich ne­ben dem Fens­ter mit Blick auf den Hof ist Ju­lies Lieb­lings­platz zum Le­sen und Mu­sik­hö­ren; der Korb ne­ben dem Ofen im Gäste­haus ist im­mer prall ge­füllt. Gut ein­ge­heizt ist es im Win­ter hier am ge­müt­lichs­ten. Nicht um­sonst wird der Weih­nachts­baum des­halb auch im Wohn­zim­mer des Gäste­hau­ses auf­ge­stellt; die Ad­vents­post­kar­ten stam­men von Freun­den und Nach­barn.

Lin­ke Sei­te oben Ju­lies Weih­nachts­de­ko ist ver­spielt, aber nie­mals über­la­den. Be­son­ders ger­ne mag sie Weih­nachts­mann-Fi­gu­ren. Unten Auch in der of­fe­nen Kü­che gibt es ei­nen nost­al­gi­schen Holz­ofen, der für Wär­me sorgt. Die­se Sei­te gro­ßes Bild An den gro­ßen Ter­ras­sen­tü­ren vor der ge­müt­li­chen Ess­ecke hängt

der Ad­vents­ka­len­der der Fa­mi­lie. Tol­le Idee: Nach und nach wer­den die Ge­schen­ke durch Post­kar­ten er­setzt. Klei­nes Bild Still­le­ben aus Ker­zen­stän­dern.

Oben Im Wohn­zim­mer hat sich Ju­lie ei­ne Le­se­ecke ein­ge­rich­tet. Ih­re ge­lieb­ten Bü­cher hat sie hier ganz nah bei sich. Links Am men­schen­lee­ren Strand to­ben – das ma­chen die drei Haus­her­rin­nen auch im Win­ter. Rech­te Sei­te im Uhr­zei­ger

Spiegel re­flek­tie­ren das Licht und sind so wie Ker­zen ein per­fek­tes Hilfs­mit­tel, um für mehr Hel­lig­keit zu sor­gen; Fa­mi­li­en­bil­der und Zeich­nun­gen in un­ter­schied­li­chen Rah­men; für den Schreib­tisch wähl­te Ju­lie ei­nen Fens­ter­platz.

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