MUL­TI­KUL­TU­REL­LE WOHNALLIANZ

Die Schoensten Wohntraeume - - DÄNEMARK - TEXT: A. RAMPL, A. ECK­MANN FO­TOS: BJAR­NI B. JA­COB­SEN, PU­RE PU­B­LIC

Welt­of­fen­heit ist für Sara und Al­lan weit mehr als ein kurz­le­bi­ger Trend – eher ei­ne Le­bens­phi­lo­so­phie, die sich in je­dem Zim­mer ih­res Hau­ses wi­der­spie­gelt.

Auf ih­ren Rei­sen durch Asi­en, den Na­hen Os­ten und Eu­ro­pa fin­den Sara und Al­lan Hau­ge weit mehr als nur In­spi­ra­ti­on. Je­des Mal, wenn sie nach Hau­se zu­rück­keh­ren, ha­ben sie ganz be­son­de­re Schät­ze im Ge­päck: ori­en­ta­li­sche Kelims und Sitz­kis­sen, Holz­scha­len und Tu­sche­zeich­nun­gen aus In­di­en oder ma­rok­ka­ni­sche Ke­ra­mik. Die meis­ten Din­ge sind nicht für den Pri­vat­be­darf be­stimmt, son­dern für ‘Brandts In­door’, ih­ren La­den im Her­zen von Oden­se, den das Paar vor sechs Jah­ren er­öff­ne­te. „Was lag da nä­her, als un­se­re Vor­lie­be für Rei­sen, hand­ge­knüpf­te Tep­pi­che und Eth­no-Kunst zu un­se­rem Be­ruf zu ma­chen?“, stellt Sara lä­chelnd fest. „Wir lie­ben es, ein­zig­ar­ti­ge Din­ge auf­zu­stö­bern und ha­ben mit un­se­rem La­den ei­ne per­fek­te Platt­form ge­schaf­fen, um die­se zu prä­sen­tie­ren und zu ver­kau­fen.“Ih­re Hei­mat fan­den die fin­di­gen Un­ter­neh­mer im so gar nicht exo­tisch an­mu­ten­den Gert­has­min­de, der so­ge­nann­ten Gar­ten­stadt Oden­ses. Zu Be­ginn des 20. Jahr­hun­derts bau­te der Ar­chi­tekt

An­ton Ro­sen ei­ne Sied­lung nach eng­li­schem Vor­bild, die mit ih­ren pit­to­res­ken Fach­werk­häu­sern und den klei­nen Gärten die per­fek­te Ruhe­oa­se bil­det. „Als wir das Haus kauf­ten, woll­ten wir al­les so er­hal­ten, wie es war“, er­klärt Sara. „Tü­ren, Fens­ter und Bö­den wur­den sanft re­no­viert, um den Cha­rak­ter nicht zu sehr zu ver­än­dern.“Im In­ne­ren ste­hen heu­te dä­ni­sche Klas­si­ker Sei­te an Sei­te mit Fund­stü­cken aus al­ler Welt, wo­bei das spe­zi­el­le Fai­b­le der bei­den für Kelims nicht zu über­se­hen ist. Selbst in Bad und Kü­che trifft man die far­ben­fro­hen Kunst­wer­ke an, von de­nen je­des auf sei­ne Art ab­so­lut ein­zig­ar­tig ist.

Lin­ke Sei­te: Die Y-Stüh­le des dä­ni­schen De­si­gners Hans J. Weg­ner har­mo­nie­ren vor­treff­lich mit den ori­en­ta­li­schen Kelims. Die­se Sei­te: Glo­ba­ler Mix: Der schma­le Holz­schrank ist aus Chi­na, der Hand­be­sen und die Tep­pi­che stam­men aus der Tür­kei.

Gro­ßes Bild: In Allans Bü­ro ge­ben sich An­ti­kes, Klas­si­ker, mo­der­ne Ac­ces­soires, Web­tra­di­ti­on und in­di­sche Tu­sche­kunst ein bun­tes Stell­dich­ein. 1. Der krea­ti­ve Haus­herr ist im­mer auf der Su­che nach neu­en Schät­zen. 2. Die in­di­sche Holz­scha­le ent­hält Rei­se­an­den­ken aus al­ler Her­ren Län­der. 3. Der Ess­tisch zeigt Ke­ra­mi­ken di­ver­ser Künst­ler.

Die Tep­pi­che und Kis­sen im Wohn­raum wech­seln im­mer dann, wenn sich Sara in ei­nen der neu ge­lie­fer­ten Kelims ver­liebt.

Gro­ßes Bild: Ge­web­te Hand­werks­kunst im Schlaf­zim­mer: Plaid und

Man­tel sind tür­ki­scher Her­kunft, der Kis­sen­stoff ist aus Us­be­kis­tan. 1. Kunst mit Eth­no-Touch. 2. Selbst im Bad setzt ein Kelim ei­nen Kon­trast zur küh­len Stren­ge der li­nea­ren wei­ßen Flie­sen. 3. Der schwar­ze Ve­lour­kaf­tan ist ein Rei­se-Mit­bring­sel aus Ma­rok­ko.

Stil­mix-Still­le­ben mit fein­sil­ber­nen Pro­zes­si­ons­kreu­zen aus Äthio­pi­en, Ke­ra­mik­be­chern und ei­ner ele­gan­ten Leuch­te.

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