SOM­MER IN SEE­LAND

Die Schoensten Wohntraeume - - INHALT - TEXT: ANDREA RAMPL FO­TOS: K. S. KROGH, HOU­SE OF PICTURES

In­mit­ten von duf­ten­den He­cken­ro­sen und sal­zi­ger Mee­res­luft steht Svends und Su­san­nes Som­mer­häus­chen

Um­rahmt von süß duf­ten­den He­cken­ro­sen und gut ver­bor­gen vor den neu­gie­ri­gen Bli­cken der

Strand­ur­lau­ber liegt das Wo­chen­end­haus von Fa­mi­lie Schat-Holm di­rekt am Meer.

Al­lein die fan­tas­ti­sche La­ge gab 1990 den Aus­schlag, dass Svend und Su­san­ne Scha­tHolm stol­ze Be­sit­zer ei­nes Som­mer­hau­ses wur­den. Das gro­ße Grund­stück liegt di­rekt am Meer und bie­tet ei­ne atem­be­rau­ben­de Aus­sicht über die Bucht von Se­jerø. Auf dem Grund­stück stand ein al­tes, halb ver­fal­le­nes Ba­de­haus aus dem Jahr 1947, aber die­ses war in ei­nem der­art de­so­la­ten Zu­stand, dass ei­ne Re­no­vie­rung über­haupt nicht zur De­bat­te stand. „Im­mer­hin hat das al­te Häu­schen noch zehn Jah­re lang als Not­quar­tier stand­ge­hal­ten, bis wir end­lich ein neu­es Haus bau­en konn­ten“, blickt Su­san­ne lä­chelnd zu­rück. „Da­für wuss­ten wir aber auch ganz ge­nau, wie un­ser neu­es Do­mi­zil aus­se­hen soll­te. Im Lau­fe der Jah­re ha­ben wir vie­le Plä­ne ge­schmie­det, Ide­en ge­spon­nen und wie­der ver­wor­fen, bis wir uns wirk­lich si­cher wa­ren, was wir woll­ten.“Ge­mein­sam mit ei­nem Ar­chi­tek­ten brach­ten Su­san­ne und Svend ih­re Träu­me zu Pa­pier und lie­ßen das al­te Ge­bäu­de ab­rei­ßen. Har­mo­nisch fügt sich das neue Wo­chen­end­haus trotz sei­nes mo­der­nen Äu­ße­ren in sei­ne na­tür­li­che Um­ge­bung. „Die gro­ßen Bäu­me ha­ben wir mit Mü­he und

Not ret­ten kön­nen, was ei­ne gu­te Ent­schei­dung war“, er­klärt Su­san­ne. „Dank ih­nen ent­steht der Ein­druck, als wä­re das neue Ge­bäu­de ein­ge­wach­sen und stün­de schon im­mer an die­sem Platz.“Auch von Au­ßen un­ter­schei­det sich das Re­fu­gi­um bis auf die gro­ßen Fens­ter­fron­ten kaum von den klas­si­schen Fe­ri­en­häu­sern der Um­ge­bung, die Holz­fas­sa­de ist schwarz ge­stri­chen und das Dach mit Dach­pap­pe ge­deckt. Die Über­ra­schung war­tet, bis man das Haus be­tritt: Vom Ein­gang er­reicht man ei­ne weit­läu­fi­ge Wohn­kü­che mit gro­ßen Glas­fron­ten zum Gar­ten und zum Meer. Der Raum öff­net sich bis zum Gie­bel und stellt nicht nur pla­ne­risch das son­nen­ver­wöhn­te Zen­trum des Hau­ses dar, hier kommt die gan­ze Fa­mi­lie zu­sam­men, kocht mit­ein­an­der, isst und un­ter­hält sich. Von die­sem Haupt­raum ge­hen rechts und links zwei Be­rei­che ab, die durch je ein Ba­de­zim­mer von­ein­an­der ge­trennt sind. Dar­über be­fin­den sich eben­falls sym­me­trisch ein­ge­zo­ge­ne Hän­ge­bö­den. Die Mö­blie­rung ist ein an­spre­chen­der Mix aus Alt und Neu. Die ul­tra­mo­der­ne Bult­haup-Kü­che kor­re­spon­diert aufs Feins­te mit der an­ti­ken Ess­grup­pe, die noch aus dem al­ten Som­mer­haus

Fe­ri­en­stim­mung auf die leich­te nor­di­sche Art

stammt. Bun­te Stoff­kis­sen von Ma­r­imek­ko brin­gen Far­be ins Spiel und sor­gen für op­ti­schen Pep. Auf dem Ess­tisch steht ein Strauß fri­scher Wie­sen­blu­men, den Su­san­ne bei ih­rem Mor­gen­spa­zier­gang ge­pflückt hat. Von der Wohn­kü­che führt ei­ne Tür auf die gro­ße Ter­ras­se, von dort geht ein Pfad di­rekt an den Strand, der nur 50 Me­ter vom Haus ent­fernt liegt. „Wenn ich in Ko­pen­ha­gen ar­bei­te und mal wie­der al­les um mich her­um in Hek­tik ver­sinkt, schlie­ße ich ein­fach kurz mei­ne Au­gen und träu­me mich hier­her ans Meer“, er­klärt uns Su­san­ne. „Schon ha­be ich wie­der ge­nug Ener­gie und Le­bens­freu­de, um wei­ter zu ma­chen. Ist das nicht benei­dens­wert?“

Lin­ke Sei­te: Ein­ge­rahmt von al­ten Bäu­men und dich­ten Sträu­chern fügt sich das Haus naht­los in sei­ne Um­ge­bung ein. Oben: Su­san­ne wan­delt auf den ver­schlun­ge­nen Pfa­den ih­res Gar­tens. 1. In dem vor­ge­zo­ge­nen Ku­bus ver­birgt sich der freund­lich und klar ge­stal­te­te Ein­gangs­be­reich. 2. Mmh, die fri­schen Erd­bee­ren gibt es beim Nach­barn. Die klei­ne An­na zählt ge­nau ab, wie vie­le je­der es­sen darf.

Rech­te Sei­te: Der al­te Tisch ist ein Re­likt aus dem vor­he­ri­gen Som­mer­haus und weckt lie­be Er­in­ne­run­gen. 1. Die fri­schen Wie­sen­blu­men pflück­te Su­san­ne bei ei­nem lan­gen Spa­zier­gang. 2. Blick auf ei­nen Sei­ten­trakt: Rechts und links sind die Zim­mer

an­ge­ord­net, in der Mit­te be­fin­det sich das Bad.

Unten: Auf den Glas­re­ga­len über der wei­ßen Kü­chen­zei­le von Bult­haup

tum­meln sich be­son­de­re Fund­stü­cke und Ra­ri­tä­ten.

Oben: Sty­lish: der Schlaf­raum des äl­tes­ten Soh­nes Steen. Wenn er nicht gera­de beim Sur­fen ist, te­le­fo­niert er stun­den­lang mit sei­nen Freun­den.

1. In der lau­en Som­mer­bri­se trock­net die Wä­sche im Hand­um­dre­hen und duf­tet nach Meer­salz. 2. In die­ses Bad wur­de zu­sätz­lich ei­ne Sau­na ein­ge­baut, die be­son­ders wäh­rend der küh­le­ren Über­gangs­zei­ten von der Fa­mi­lie und den Gäs­ten ger­ne ge­nutzt wird.

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