BUN­TE ZEI­TEN

Die Schoensten Wohntraeume - - INHALT - TEXT: ANET­TE ECK­MANN, KIRSTEN JO­HAN­SON FO­TOS: BJAR­NI B. JA­COB­SEN, PU­RE PU­B­LIC

Woh­nen wie im Ka­ta­log? Das ist nichts für Ti­na Han­sen und ih­re far­ben­präch­ti­ge Back­stein­villa!

Ti­na Han­sen mag knal­li­ge Far­ben, was ihr Ein­rich­tungs­stil ein­drucks­voll be­weist. Das gilt vor al­lem für die zeit­ge­nös­si­schen Kunst­wer­ke, die über­all an den Wän­den ih­res Re­fu­gi­ums hän­gen.

MO­DER­NES WOHNSTILLLEBEN MIT SKAN­DI­NA­VI­SCHEM EIN­FLUSS

Nach­dem sie fast ein Jahr lang ge­sucht hat­ten, ent­deck­ten Ti­na Han­sen und Je­sper Bor­gaard ihr Traum­haus. „Wir woll­ten un­be­dingt et­was fin­den, be­vor un­se­re Toch­ter in die Schu­le kam – und hat­ten Glück.“Das Haus liegt di­rekt am Wald­rand. Im Gar­ten zwit­schern die Vö­gel und mit dem Fahr­rad braucht man nur fünf Mi­nu­ten bis in die Stadt. Das ist prak­tisch für Ti­na, denn zu­sam­men mit ih­rer Freun­din Su­san­ne Bor­gaard be­treibt sie den La­den Ma­geløs im Zen­trum von Oden­se. Das Haus war beim Ein­zug der Fa­mi­lie in gu­tem Zu­stand. Le­dig­lich die win­ter­gar­ten­ähn­li­che Veran­da wur­de kom­plett re­no­viert. Sie bil­det heu­te mit ih­rer mint­grü­nen Far­be ei­nen schö­nen Kon­trast zu den klas­sisch ro­ten Zie­geln. Korb­stüh­le und bun­te Plas­tik­tep­pi­che auf dem Bo­den zau­bern ei­ne ro­man­ti­sche Fe­ri­en­haus­stim­mung. Da kei­ne wei­te­ren Re­no­vie­run­gen an­stan­den, konn­te sich Ti­na voll und ganz auf die Ein­rich­tung kon­zen­trie­ren. „Wir ent­fern­ten jeg­li­che De­ko­ra­ti­on im Haus und stri­chen al­les weiß. Da­durch wirkt das Haus sehr cle­an,“er­klärt Ti­na. „Mei­ne Emp­feh­lung für al­le, die um­zie­hen: Ent­rüm­peln Sie die Räu­me voll­kom­men, so­dass der Aus­gangs­punkt re­du­ziert und sim­pel ist. Strei­chen Sie al­le Wän­de weiß und schau­en Sie sich die Grund­ris­se ge­nau an, be­vor sie mit dem Ge­stal­ten der Räu­me los­le­gen.“Ti­na ist der Mei­nung, dass man sein Geld nicht un­nö­tig für Ein­rich­tung aus­ge­ben, son­dern lie­ber in Kunst und Rei­sen in­ves­tie­ren soll­te. „Ich bin über­zeugt, dass man nicht un­be­dingt et­was Neu­es braucht, wenn man be­reits et­was Funk­tio­nie­ren­des be­sitzt. Es wä­re viel­leicht nett, wenn wir ei­ne neue Kü­che hät­ten, aber ehr­lich ge­sagt: So­lan­ge

FAR­BEN­FRO­HE AC­CES­SOIRES VER­BREI­TEN GU­TE LAUNE

WOH­NEN WIE IM KA­TA­LOG IST TI­NA EIN GRÄU­EL

un­se­re jet­zi­ge Kü­che noch in­takt ist, wer­den wir durch ei­ne neue auch nicht glück­li­cher.“In punc­to In­te­ri­eur hat Ti­na kla­re Vor­stel­lun­gen. „Im Gro­ßen und Gan­zen be­hal­ten wir ei­nen Stil bei“, er­klärt sie. „Ab und an ve­rän­de­re ich die Räu­me mit­hil­fe von gro­ßen Kis­sen, vie­len Blu­men und neu­en Kunst­wer­ken.“Sie mag es über­haupt nicht, wenn al­les an ei­nen Ka­ta­log er­in­nert. „Man muss se­hen kön­nen, dass wir hier le­ben. Ich kann mir kein Zu­hau­se vor­stel­len, dass wie ein Ho­tel oder ei­ne Schau­fens­ter­aus­la­ge aus­sieht.“Wor­auf das Ehe­paar je­doch gro­ßen Wert legt, sind die Bil­der an den Wän­den. „Wir ha­ben un­ser ers­tes Ge­mäl­de vor zwölf Jah­ren ge­kauft, als wir noch in Sil­ke­borg leb­ten: ein wun­der­schö­nes Werk der dä­ni­schen Ma­le­rin In­ger Reusch. Ich war im Mut­ter­schafts­ur­laub und kam ziem­lich oft an ei­ner der lo­ka­len Ga­le­ri­en vor­bei.“In­zwi­schen be­sitzt das Paar ei­ni­ges an Kunst. „Wir hän­gen nicht al­les auf, aber wir sind froh über je­den un­se­rer Käu­fe. Die Kunst­wer­ke brin­gen Le­ben und Far­be in un­ser Haus. Wenn wir Ge­mäl­de kau­fen, ach­ten wir nicht dar­auf, ob sie zu an­de­ren Din­gen pas­sen. Glück­li­cher­wei­se ha­ben Je­sper und ich meis­tens den glei­chen Ge­schmack. In letz­ter Zeit wer­den wir so­gar im­mer küh­ner in un­se­rer Wahl und fa­vo­ri­sie­ren Por­traits und Bil­der, die auf ei­ne fas­zi­nie­ren­de Art und Wei­se mit Far­ben spie­len.“

Die­se Sei­te: Das 1896 er­bau­te Dop­pel­haus ist klas­sisch ge­klin­kert. An der Wä­sche­spin­ne im gro­ßen Gar­ten trock­net die Bett­wä­sche von Kat­vig. Rech­te Sei­te: Auf der ver­glas­ten Veran­da herrscht som­mer­li­che Fe­ri­en­haus­stim­mung. Klei­ne Bil­der: Ti­na Han­sen auf der Veran­da; Re­git­ze nimmt sich ein Stück Ru­co­la-Piz­za.

Lin­ke Sei­te: Schnäpp­chen: Den blu­mi­gen Ses­sel er­stand Ti­na für 14 Eu­ro auf dem Floh­markt. 1. Steen Val­de Lar­sen schuf das grü­ne Ge­mäl­de. Dar­un­ter steht ein Pouf von Ide­møbler. 2. Der Flecht­ho­cker stammt von der deut­schen Fir­ma Bles­sing & Over­beck. 3. Hin­gu­cker: Die Or­chi­dee scheint mit dem Glas ver­wur­zelt zu sein.

Die­se Sei­te: Der ho­he, selbst ge­bau­te Tisch mit Bar­ho­ckern ist ei­ne platz­spa­ren­de Mög­lich­keit, um ei­nen Ess­platz für die gan­ze Fa­mi­lie zu schaf­fen. Rech­te Sei­te: Ne­ben dem Herd be­fin­det sich ei­ne prak­ti­sche Ar­beits­plat­te in Ter­raz­zo-Optik. Die Bo­xen dar­un­ter stam­men von Hou­se Doc­tor.

1. Re­git­zes Re­fu­gi­um ist ein mo­der­nes Mäd­chen­zim­mer in ro­ten und grü­nen Farb­tö­nen, mit ei­ge­nem TV, ei­nem Sitz­sack (Ikea) und vie­len Kis­sen. 2. Für die Schul­ar­bei­ten ist ein Lap­top ide­al. 3. Ro­berts Zim­mer ist ein­fach mö­bliert, mit viel Platz am Bo­den zum Spie­len.

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