NOR­DI­SCHE GRAN­DEZ­ZA

Die Schoensten Wohntraeume - - INHALT - TEXT: ANDREA RAMPL FO­TOS: IBEN UND NIELS AHLBERG

Ita­li­en trifft Dä­ne­mark: Bei Ma­ria und Micha­el ge­ben schlich­te Far­ben und mo­der­ne For­men den Ton an

Schlich­te For­men und klas­si­sche Ele­men­te sind cha­rak­te­ris­tisch für den dä­nisch-ita­lie­ni­schen Wohn­stil der Fa­mi­lie Zang­ran­do.

Ma­ria und ihr Mann Micha­el sind ein Paar, dass sich gut er­gänzt, in­spi­riert und ge­gen­sei­tig von sei­nen kul­tu­rel­len Ge­gen­sät­zen pro­fi­tiert. Micha­el Zang­ran­do stammt aus Ita­li­en und kam als Kind mit sei­nen El­tern nach Dä­ne­mark. Heu­te lebt er mit sei­ner Frau und ih­ren bei­den Kin­dern in der Nä­he von Ko­pen­ha­gen. Das Ehe­paar kauf­te ein ty­pisch bri­ti­sches Stadt­haus und bau­te es mit­hil­fe von Ma­ri­as Bru­der, dem Ar­chi­tek­ten Mark Wer­de­lin, zu ei­nem raum­über­grei­fen­den Zu­hau­se auf drei Ebe­nen um. Ur­sprüng­lich be­fand sich im Mit­tel­punkt des Erd­ge­schos­ses ein klei­nes Bad, das kom­plett ent­fernt wur­de. Die Räu­me soll­ten flie­ßend in­ein­an­der über­ge­hen. Das neue Bad wur­de in ei­ne Art Box mit Trenn­wän­den ge­steckt, die sich von je­der Sei­te an­ders prä­sen­tiert und funk­tio­nell un­ter­schei­det. Der größ­te Auf­wand war die Ver­schie­bung der Kü­che. „Ich has­se die­se al­les do­mi­nie­ren­den Koch­in­seln“, ge-

steht uns Micha­el. „Na­tür­lich woll­te ich ei­nen gro­ßen, tech­nisch hoch­mo­der­nen Herd, aber der soll­te sich de­zent im Hin­ter­grund hal­ten. Da­her plan­ten wir die Kü­che so, dass ge­nü­gend Platz für ei­nen Ess­tisch ent­stand, an dem die gan­ze Fa­mi­lie zu­sam­men­fin­det.“Mark Wer­de­lin ließ ei­nen Groß­teil der Kü­che hin­ter raf­fi­nier­ten Vor­rich­tun­gen op­tisch ver­schwin­den und trenn­te den Koch­be­reich mit ei­nem wei­ßen Tre­sen von der Ess­grup­pe ab. Der am­bi­tio­nier­te Hob­by­koch Micha­el ist glück­lich mit die­ser Lö­sung: „Wenn ich in der Kü­che ste­he, bin ich von ei­ner per­fek­ten Aus­stat­tung um­ge­ben und da­ne­ben sitzt Ma­ria mit den Kin­dern.“Der be­ste­hen­de Ka­min wur­de in die Wohn­kü­che in­te­griert und schafft an kal­ten Win­ter­ta­gen ei­ne be­hag­li­che At­mo­sphä­re. Ma­ria und Micha­el ha­ben ein Fai­b­le für mo­der­nes Mö­bel­de­sign und kom­bi­nie­ren ger­ne die ver­schie­dens­ten Stil­rich­tun­gen mit­ein­an­der. „Er­laubt ist al­les, was uns ge­fällt“, er­zählt Ma­ria mit ei­nem Au­gen-

zwin­kern. „Wir ha­ben kein Pro­blem da­mit, mo­der­ne Klas­si­ker ne­ben Floh­markt­mö­bel zu stel­len.“Am bes­ten ge­fällt es den Be­sit­zern, wenn sich ihr Zu­hau­se im­mer wie­der ver­än­dert. „Ge­nau wie sich Men­schen im Lau­fe ih­res Le­bens ver­än­dern, so ori­en­tiert sich das wohn­li­che Le­ben auch im­mer wie­der neu. Der Ge­schmack bleibt eben nicht gleich“, er­klärt Ma­ria. Dar­um herrscht in je­dem Raum ei­ne an­de­re Stim­mung und wer ein­mal ein paar Wo­chen lang nicht zu Be­such war, darf ge­spannt sein, was ihn beim nächs­ten Mal er­war­tet…

Gro­ßes Bild: Das wei­ße So­fa „Ghost“bie­tet al­len Fa­mi­li­en­mit­glie­dern Platz und wird zum Re­la­xen und Fern­se­hen ge­nutzt. 1. Die Fa­mi­lie beim ge­mein­sa­men Früh­stück. Das Fo­to der in­dia­ni­schen Frau ist Teil ei­ner Se­rie von Sø­ren Solk­ja­er. 2. Von der Wohn­kü­che ge­langt man di­rekt auf die klei­ne Ter­ras­se und in den Gar­ten hin­ter dem Haus.

Gro­ßes Bild: De­zent agiert der gro­ße Smeg-Herd im Hin­ter­grund. Al­le mo­der­nen Kü­chen­ge­rä­te wie Mi­kro­wel­le, Kühl­schrank und Spül­ma­schi­ne wur­den ge­schickt ver­bor­gen. 1. Ei­ne Schie­be­tür öff­net die Kü­che auf Wunsch zum Wohn­zim­mer. 2. Ma­ria de­ko­riert stän­dig um und er­fin­det je­den Raum aufs Neue. 3. Der wei­ße Tre­sen mit sei­ner St­ein-Ar­beits­plat­te be­her­bergt auch die Spü­le.

Gro­ßes Bild: Im ers­ten Stock be­fin­den sich die Kin­der­zim­mer. Über Al­ber­tos Bett hängt ein Ti­ger der Künst­le­rin Git­te Brandt, sei­ne Re­ga­le sind vol­ler Mo­dell­au­tos. 1. Das Schlaf­zim­mer der El­tern liegt un­ter dem Dach. Bo­den und De­cke wur­den weiß ge­stri­chen. 2. El­la ist zwar erst zwei Jah­re alt, weiß aber ge­nau, was sie möch­te. 3. Hier wohnt die klei­ne Prin­zes­sin mit ih­ren Spiel­ka­me­ra­den.

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