Ein Hoch aus dem Nor­den

Na­tür­li­che Ma­te­ria­li­en, hel­le Far­ben, weiß la­ckier­te Mö­bel und bun­te Ac­ces­soires las­sen bei Char­lot­te Juhl und ih­ren Kin­dern Em­ma und Au­gust skan­di­na­vi­sche Ge­müt­lich­keit auf­kom­men.

Die Schoensten Wohntraeume - - INHALT - TEXT UND FOTO: IBEN UND NIELS AHL­BERG

Mit ei­nem ge­schul­ten Au­ge für De­sign und ei­ner Pri­se skan­di­na­vi­scher Leich­tig­keit schaff­te Char­lot­te ein ge­müt­li­ches Zu­hau­se für sich und ih­re bei­den Kin­der.

Als Char­lot­te, Groß­kun­den­be­treue­rin beim Mo­de­ma­ga­zin El­le, vor ei­ni­gen Jah­ren wie­der Sing­le wur­de, zog sie mit ih­ren Kin­dern Em­ma und Au­gust in ein lu­xu­riö­ses Apart­ment et­was au­ßer­halb von Ko­pen­ha­gen. Ih­ren Wohn­stil hat sie den­noch bei­be­hal­ten. Er lässt sich am bes­ten mit „Nor­dic Cot­ta­ge“be­schrei­ben: er­fri­schend, hell und ty­pisch skan­di­na­visch. Auch hier tref­fen ein gu­tes Ge­spür für De­sign und le­bens­be­ja­hen­de Läs­sig­keit auf­ein­an­der. Al­ler­dings hat sie das In­te­ri­eur im Ver­gleich zu frü­her we­sent­lich fe­mi­ni­ner und ro­man­ti­scher ge­stal­tet. Ein­mal ab­ge­se­hen vom Wohn­vier­tel, das Char­lot­te auf An­hieb ge­fiel, war es auch der gu­te Ruf des Hau­ses, der sie über­zeug­te. Die frü­he­re Be­sit­ze­rin leb­te dort eben­falls als al­lein­ste­hen­de Mut­ter mit zwei Kin­dern. Nach vie­le Jah­ren Drei­sam­keit war sie zu ih­rem neu­en Part­ner in ein ge­räu­mi­ge­res Haus ge­zo­gen. Die zu­fäl­lig

glei­che Le­bens­si­tua­ti­on und die Tat­sa­che, dass sich die Vor­be­sit­ze­rin 15 Jah­re in der Woh­nung wohl ge­fühlt hat­te, ge­fie­len Char­lot­te. „Und es wä­re nicht schlecht, wenn ir­gend­wann ein neu­er Mann in mei­nem Le­ben auf­tau­chen wür­de“, schmun­zel­te sie bei un­se­rem ers­ten Tref­fen. Gro­ße Ve­rän­de­run­gen wa­ren nicht nö­tig. Was die Wohn-An­sprü­che ei­ner Er­wach­se­nen und zwei­er Kin­der be­traf, hat­te das Apart­ment ja be­reits sei­ne Taug­lich­keit un­ter Be­weis ge­stellt. Die Kü­che war ge­ra­de erst re­no­viert wor­den, es muss­ten le­dig­lich ein paar De­tails ver­än­dert wer­den, um Char­lot­tes Ge­schmack zu ent­spre­chen. Al­lein das Bad wur­de kom­plett er­neu­ert und Char­lot­tes Ex-Mann, ein Schrei­ner, war ihr da­bei ei­ne gro­ße Hil­fe. Der nor­di­sche Land­haus-Stil zieht sich durch al­le Räu­me. Die Holz­mö­blie­rung ist ein­fach und leicht, oft nost­al­gisch und weiß la­ckiert. Ses­sel und So­fas aus Lei­nen pas­sen gut zu den wei­ßen Bö­den. Farb­lich bil­den Weiß, Schie­fer und Schwarz die Ba­sis. Char­lot­te passt den nor­di­schen

Stil den ak­tu­el­len Trends an, um die At­mo­sphä­re zeit­ge­nös­sisch zu hal­ten. Mo­men­tan hat sie das hel­le Wohn­zim­mer mit ei­ni­gen Lounge-At­tri­bu­ten de­ko­riert, dar­un­ter mo­der­ne Leuch­ten. Ei­ne Bud­dha-Fi­gur aus Thai­land plat­zier­te sie ne­ben auf­ge­türm­ten Kie­sel­stei­nen, die sie am Strand von Niz­za ge­sam­melt hat. Die Wand hin­ter der Couch wur­de mit ei­ner gra­fi­schen Ta­pe­te auf­ge­frischt – da­zu Kis­sen und De­cken in Früh­lings­far­ben so­wie fri­sche Blu­men. „Wenn man Sing­le ist, wird die De­ko­ra­ti­on au­to­ma­tisch fe­mi­ni­ner“, lacht Char­lot­te. „Mei­ne Kin­der müs­sen bei De­ko­f­ra­gen auf je­den Fall be­dacht wer­den. Die bei­den spie­len im­mer noch gern, es soll­te al­so mög­lichst nichts her­um­ste­hen, das leicht zu Bruch ge­hen kann.“So ist der Bo­den im Wohn­zim­mer kom­plett frei ge­räumt, da­mit ge­nü­gend Raum zum Spie­len und To­ben ist. Char­lot­te be­stä­tigt, dass sich die gu­ten Re­fe­ren­zen und Emp­feh­lun­gen für das Haus be­wahr­hei­tet ha­ben. Und seit wir sie und ih­re Kin­der das letz­te Mal be­sucht ha­ben, ist tat­säch­lich ein neu­er Freund in ihr Le­ben ge­tre­ten.

IM UHR­ZEI­GER­SINN VON LINKS: Au­gust kniet zum Fo­to­gra­fie­ren auf dem ge­müt­li­chen Lei­nen­so­fa, Ta­pe­te und Kis­sen zie­ren gra­fi­sche Mus­ter. Ih­re vie­len Kochbücher ver­staut Char­lot­te in ei­nem Tel­ler­re­gal. Die dunk­len Lam­pen­schir­me, die schwar­zen Bil­der­rah­men und der nied­ri­ge Tisch fal­len in der wei­ßen Um­ge­bung be­son­ders auf.

IM UHR­ZEI­GER­SINN VON LINKS: Sohn Au­gust küm­mert sich lie­be­voll um den klei­nen Gar­ten. Kla­res Weiß, leich­te Mö­bel und ge­rad­li­ni­ge For­men sor­gen für ein an­ge­neh­mes, hel­les Wohnam­bi­en­te, die bun­ten So­daf­la­schen auf der Fens­ter­bank re­flek­tie­ren das Son­nen­licht. Den sil­ber­nenBud­dha brach­te Char­lot­te von ih­rer Rei­se aus Thai­land mit.

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