Mo­der­ne und al­te Zeit tref­fen auf­ein­an­der

Die Schoensten Wohntraeume - - WOHNEN REPORTAGE -

Acht klei­ne Fü­ße lau­fen über den Holz­bo­den Rich­tung So­fa. Wenn die En­kel­kin­der von El­li­nor Fors­blom in ih­rem ge­müt­li­chen Häu­schen zu Be­such sind, bleibt es nicht lan­ge ru­hig. „Die gro­ße Couch ist der Lieb­lings­platz der Klei­nen“, er­klärt die Groß­mut­ter lä­chelnd. Fragt man die jung­ge­blie­be­ne Omi nach ih­rem per­sön­li­chen Lieb­lings­ort im Haus, muss sie eben­falls nicht lan­ge über­le­gen: „Die ver­zier­te Holz­bank im Ess­zim­mer. Ich ha­be sie vor ei­ni­ger Zeit weiß ge­stri­chen und seit­dem mag ich sie noch viel mehr.“An ih­rem Zu­hau­se schätzt die sym­pa­thi­sche Schwe­din vor al­lem die At­mo­sphä­re, die es aus­strahlt. Das war nicht im­mer so: Als El­li­nor und ihr Mann Lars-Åke das Haus kauf­ten, war der letz­te Re­no­vie­rungs­stand aus dem Jahr 1955. Für ein Ehe­paar mit mo­der­nen An­sprü­chen ganz schön lan­ge her. Für bei­de war klar, dass ei­ni­ges ge­macht wer­den muss­te, auch wenn sie den Charme des 1935 er­bau­ten Hau­ses

Hell la­ckier­tes Holz und farb­lich pas­sen­de Tex­ti­li­en strah­len Leich­tig­keit aus

un­be­dingt be­wah­ren woll­ten. Die Kü­che wur­de zum schwie­rigs­ten Fall und muss­te am En­de mit neu­en Lei­tun­gen und Roh­ren kom­plett sa­niert wer­den. Auch der Fuß­bo­den be­kam ein neu­es Aus­se­hen. Durch die neu­en Ikea-Fron­ten und al­te In­dus­trielam­pen wirkt der Raum nun sehr mo­dern. „Ich muss sa­gen, nach der Re­no­vie­rung ist die Kü­che zu mei­nem Lieb­lings­raum ge­wor­den. Sie ist jetzt so schön hell und freund­lich.“Die­se Be­schrei­bung möch­te man al­len Zim­mern im Haus ge­ben. Wo­her nimmt El­li­nor die In­spi­ra­ti­on für ih­re Ein­rich­tung? „Na­tür­lich aus dem In­ter­net“, lacht sie. „Auf mei­nem Ins­ta­gram-Ac­count fol­ge ich nicht nur krea­ti­ven Men­schen, ich be­kom­me auch im­mer vie­le Tipps von ih­nen.“Zum Bei­spiel hat sie ein Fai­b­le für gro­ße Glas­fla­schen, die sie als De­ko ein­setzt. „Und auf ein­mal se­he ich sie im In­ter­net auch bei an­de­ren Leu­ten. Es ist in­ter­es­sant zu ver­fol­gen, wie sich Trends be­merk­bar ma­chen.“In der rea­len Welt fin­det El­li­nor bei Floh­markt­be­su­chen häu­fig et­was, das zu ih­rem Ein­rich­tungs­stil passt. Ge­ra­de liebt sie Ac­ces­soires in Braun und Weiß mit ei­nem klei­nen Sprit­zer Oran­ge. „Als Kind hat­te ich ei­ne Ta­pe­te in die­sen Far­ben – und ha­be sie ge­hasst. Ei­gent­lich dach­te ich, die­se Farb­kom­bi kommt mir nicht mehr ins Haus, aber der Re­tro-Charme hat schon was“, lacht die Haus­her­rin. El­li­nor liebt es, Sa­chen aus­zu­tau­schen oder zu re­no­vie­ren. Für ih­re Freun­de ist es mitt­ler­wei­le zum Sport ge­wor­den, bei ei­nem Be­such erst­mal durch das ge­sam­te Haus zu lau­fen und zu schau­en, was sich in wel­cher

LIEB­LINGS­ORT Kom­plett re­no­viert, punk­tet die Kü­che mit clea­nen, wei­ßen Flä­chen.

STAU­RAUM Das schwar­ze Re­gal un­ter der Ar­beits­plat­te hat El­li­nor selbst ge­stri­chen. VORRÄTE wer­den in schlich­ten Glas­be­häl­tern auf der An­rich­te ge­la­gert.

UN­TER DEM DACH hat sich El­li­nor ein klei­nes Näh­stüb­chen ein­ge­rich­tet. Die Ac­ces­soires sind von der Näh­ma­schi­ne über die Schnei­der­pup­pe im Vin­ta­ges­til ge­hal­ten.

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