In­ge­borg mag die Ru­he des Win­ters

Die Schoensten Wohntraeume - - WOHNEN REPORTAGE - TEXT: STE­FA­NIE SYREN • STY­LING: SA­BI­NE BURKUNK/ BURO BINNENHUIS FO­TOS: HANS MOSSEL PHOTOGRAPHY

schwarz strei­chen las­sen und sich da­durch oh­ne gro­ßen Auf­wand ein Stück vom Nor­den in die Nie­der­lan­de ge­holt. Die Nä­he zur Na­tur war ihr so wich­tig, dass sie auch das In­te­ri­eur mög­lichst neu­tral hielt. Auf kei­nen Fall woll­te sie den groß­ar­ti­gen Aus­bli­cken durch knal­li­ge Far­ben Kon­kur­renz ma­chen. Statt­des­sen ori­en­tier­te sie sich bei den Far­ben ih­rer Ein­rich­tung an ei­ner Land­schaft, die sie sehr ger­ne mag: „Hel­le Sand- und Grau­tö­ne sind die Far­ben des Strands. In Haar­lem ha­be ich ganz in der Nä­he der Küs­te ge­wohnt und je­de Wo­che ei­nen Strand­spa­zier­gang ge­macht. Die At­mo­sphä­re die­ser Land­schaft woll­te ich in die­sem Zu­hau­se ein­fan­gen“, er­zählt In­ge­borg. Das ist ihr of­fen­sicht­lich ge­lun­gen: „Wenn Freun­de zu Be­such kom­men, er­zäh­len sie, dass sie sich hier manch­mal wie im Ur­laub füh­len und das neh­me ich na­tür­lich als Kom­pli­ment.“Sie selbst emp­fin­det das ähn­lich. Die neu­tra­len, sanf­ten Farb­tö­ne

strah­len Har­mo­nie aus und las­sen sie im­mer wie­der aufs Neue zur Ru­he kom­men. Lang­wei­lig ist das Am­bi­en­te bei ihr zu Hau­se al­ler­dings nicht. Für Span­nung sorgt ein Ton, an den sich die meis­ten Men­schen kaum her­an­wa­gen: In­ge­borg hin­ge­gen setzt ganz be­wusst Ak­zen­te in Schwarz. Mal ist es der Ka­min, der da­durch bes­ser zur Gel­tung kommt, mal ei­ne gan­ze Wand, die als Hin­ter­grund fun­giert und al­le an­de­ren Ge­gen­stän­de im Haus förm­lich leuch­ten lässt. Es mag pa­ra­dox klin­gen, aber ge­ra­de der ge­konn­te Ein­satz von Schwarz wirkt auf das In­te­ri­eur durch­aus be­le­bend. Wie so oft kommt es auf die Do­sis an und In­ge­borg ver­steht es, das rich­ti­ge Maß zwi­schen Coun­try-Chic und Sach­lich­keit zu fin­den. Und wenn sie aus dem Fens­ter schaut, be­hält sie auch ih­ren Traum im Blick: „Ei­nes Ta­ges möch­te ich ger­ne mein ei­ge­nes Ein­rich­tungs­ge­schäft füh­ren.“

ZUM AB­HÄN­GEN Im Schlaf­zim­mer vor Fa­vo­ri­ten ei­ne al­lem Sitz­ecke In­ge­borgs Platz: fin­den und In ih­rem Hän­ge­ses­sel von HK li­ving ent­spannt sie am liebs­ten. ZUM HERZEIGEN Das Tee-Ser­vice muss sich nicht hin­ter den Tü­ren ei­nes Ge­schirr­schranks ver­ste­cken.

WILL­KOM­MEN Schon im Flur zeigt sich In­ge­borgs kla­rer Stil. Sie be­grüßt ih­re Be­su­cher ein­drucks­voll in Schwarz und Weiß.

LÄS­SI­GE LEI­TER Statt Lö­cher in das Mau­er­werk für Klei­der­ha­ken zu boh­ren, lehnt In­ge­borg ei­ne Holz­lei­ter an die Wand. Die Hand­tü­cher trock­nen dort so­gar schnel­ler als am Ha­ken. GE­MÜT­LICH­KEIT FÜR GÄS­TE Un­ter den höl­zer­nen Dach­bal­ken füh­len sich Be­su­cher ge­bor­gen. In­ge­borg setzt auch hier auf ihr Kon­zept aus dunk­len Ak­zen­ten vor hel­lem Hin­ter­grund.

INS­ZE­NIERT Schmu­cke Stü­cke ste­hen auf dem Ka­min­sims. MALERARBEIT Den Gold-Spie­gel la­ckier­te In­ge­borg schwarz.

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