Fluch oder Se­gen?

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Die Me­di­a­com-Ein­kaufs­che­fin San­dra Wo­er­de­hoff gab der „Mee­dia“ein In­ter­view zur neu­en Wer­be­frei­heit der TV-Sen­der. Ab 2019 ist es den Pri­va­ten er­laubt,wäh­rend der Prime­time mehr Wer­bung zu schal­ten. Ab dann darf näm­lich al­le 20 Mi­nu­ten statt bis­her al­le 30 Mi­nu­ten Wer­bung lau­fen. Al­ler­dings er­leich­tert die Ver­ord­nung das Ver­schie­ben von Wer­be­blö­cken. So kön­nen die Pri­va­ten ih­re Wer­bung von der Day­ti­me in die Prime­time schie­ben. Das ist na­tür­lich lu­kra­ti­ver, da dort 30 Se­kun­den im Durch­schnitt 40 000 Eu­ro kos­ten, im Ge­gen­satz zu den 10000 Eu­ro in der Day­ti­me. Das Ver­schie­ben von Wer­bung in die Prime­time kann für die Pri­va­ten aber auch schlech­te Fol­gen ha­ben. San­dra Wo­er­de­hoff da­zu: „ Die Aus­wir­kun­gen sind mo­men­tan schwer zu pro­gnos­ti­zie­ren. Nach mei­ner Ein­schät­zung wer­den die Sen­der die Wer­be­blö­cke in der Prime­time nur ‚mit Au­gen­maß‘ aus­wei­ten – vi­el­leicht ein bis zwei Mi­nu­ten pro St­un­de. An­dern­falls be­steht die Ge­fahr, dass Zu­schau­er zur neu­en VOD-Kon­ku­renz von Net­flix und Ama­zon ab­wan­dern.“

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