Zwei­ter An­lauf für Dol­by

Digital Tested - - Hintergrund -

Muss­te man Dol­by-Vi­si­on-Ge­rä­te und Dol­by-Vi­si­on-In­hal­te 2016 noch mit der Lu­pe su­chen, so ist 2017 Bes­se­rung in Sicht. Eta­bliert sich der Ki­no­bild­stan­dard da­mit end­lich auch im Wohn­zim­mer?

TV-Her­stel­ler LG schien die Zei­chen der Zeit früh­zei­tig er­kannt zu ha­ben, denn LG in­te­grier­te die HDR-Tech­nik Dol­by Vi­si­on be­reits 2016 in den ei­ge­nen OLED-TVs und Pre­mi­um-LCDs. 2017 baut LG die Ko­ope­ra­ti­on mit Dol­by aus, um Dol­by-At­mos-3D-Klang über TV-Laut­spre­cher und Sound­bars zu ver­mit­teln. Mit dem ers­ten Dol­by-Vi­si­on-UHD-Blu-ray-Play­er will LG den Pre­mi­um-HDR-Bild­stan­dard end­gül­tig im Wohn­zim­mer eta­blie­ren. Un­ter­stüt­zung er­hal­ten Dol­by und LG von War­ner, Uni­ver­sal und Li­ons­ga­te, die Film­stu­di­os wol­len ent­spre­chen­de Dol­by­Vi­si­on-UHD-Blu-ray-Discs zeit­nah in die Re­ga­le stel­len. Frag­lich ist, ob die­ser Zeit­plan ein­ge­hal­ten wer­den kann, da bis­lang nicht ein­mal Vor­schau­ver­sio­nen ge­zeigt wur­den. Doch ein glo­ba­ler TV-Her­stel­ler ist nicht ge­nug, um ei­ner bis­lang kaum ver­brei­te­ten HDR-Tech­no­lo­gie zum Er­folg zu ver­hel­fen, wes­halb So­nys Dol­by-Vi­si­on-Ein­stand für Be­we­gung am TV-Markt sor­gen dürf­te. Nicht nur So­nys neue 2017er-TV-Mo­del­le A1, XE94 und X93 wer­den den HDR-Dol­by-Vi­si­on-Stan­dard un­ter­stüt­zen, son­dern auch die 2016er-TV-Mo­del­le der ZD9-Se­rie. Da sich Dol­by Vi­si­on nicht aus­schließ­lich über ein Soft­ware­up­date nach­rüs­ten lässt, son­dern spe­zi­el­le Hard­ware er­for­dert, schlum­mer­ten in den ZD9-Mo­del­len un­be­merkt kom­pa­ti­ble Pro­zes­so­ren. Doch was macht Dol­by Vi­si­on so be­son­ders?

Op­ti­mal zu­ge­schnit­ten

Dol­by Vi­si­on ver­hilft sämt­li­chen Dis­plays, ganz gleich ob High-End-TVs oder Ein­stiegs­mo­del­len, zu ei­nem feh­ler­frei­en HDR-Kon­tras­t­ab­gleich und dies Sze­ne für Sze­ne. Die Be­son­der­heit von HDR-Qu­el­len: So­wohl Far­b­raum als auch Bild­hel­lig­keit über­stei­gen meist die Fä­hig­kei­ten der ein­ge­setz­ten TVs, so­dass die In­hal­te auf Ba­sis der Leis­tungs­fä­hig­keit des Fern­se­hers in Echt­zeit an­ge­passt wer­den müs­sen. Im Ide­al­fall wer­den die Bil­der so op­ti­miert, dass Zu­schau­er selbst auf leis­tungs­schwä­che­ren HDR-TVs die meis­ten HDR-De­tail­vor­tei­le ge­nie­ßen kön­nen und leis­tungs­star­ke HDR-Fern­se­her nicht un­ter­halb ih­rer Mög­lich­kei­ten spie­len. Wäh­rend das HDR-10-For­mat in Ver­bin­dung mit zahl­rei­chen HDR-Fern­se­hern im­mer wie­der De­tail­män­gel of­fen­bart, so lie­fert Dol­by Vi­si­on ei­ne bes­se­re De­tail­wie­der­ga­be ins­be­son­de­re in dunk­len und hel­len Bild­be­rei­chen. Ver­ein­facht ge­sagt: HDR-In­hal­te und HDR-Dis­plays spie­len mit Dol­by Vi­si­on auf ei­nem durch­weg ho­hen Ni­veau. Grund ist der dy­na­mi­sche Kon­tras­t­ab­gleich: Nur Dol­by Vi­si­on bie­tet ak­tu­ell ei­ne dy­na­mi­sche HDR-Kon­tras­tan­pas­sung Bild für Bild.

Das Pro­blem mit HDR 10: Nur we­ni­ge HDR-TV-Top­mo­del­le (rechts im Bild) lie­fern mit HDR-10Qu­el­len ei­ne Spit­zen­leis­tung, meist er­folgt die HDR-Wie­der­ga­be mit deut­li­chen De­tail­ver­lus­ten in hel­len Bild­be­rei­chen (links im Bild)

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