Ale­xa, wie gut bist Du?

Digital Tested - - Audio -

Drei Wo­chen lang ha­ben wir den Ama­zon Echo aus­gie­big ge­tes­tet. Nun stellt sich die Fra­ge: Wol­len wir ihn wie­der her­ge­ben?

Der Ama­zon Echo ist ei­gent­lich nichts an­de­res als ein WLAN-fä­hi­ger Laut­spre­cher, der mit der Stim­me ge­steu­ert wer­den kann. Da­mit dies funk­tio­niert, muss er zu­erst mit dem be­ste­hen­den WLAN-Netz ver­bun­den wer­den. Doch so ein­fach, wie wir uns das vor­ge­stellt ha­ben, ist es nicht, denn der Echo hat nur zwei But­tons (ei­nen Stumm­schal­ter, ei­ne Mul­ti­funk­ti­ons­tas­te) und ei­nen Laut­stär­ke-Licht­ring. Nach ei­nem Blick in die An­lei­tung war die In­stal­la­ti­on schnell er­le­digt. Denn als Ers­tes wird die Ama­zon-Echo-App ge­la­den und ge­star­tet. Die­se er­klärt al­le In­stal­la­ti­ons­schrit­te und in­ner­halb von ei­ner Mi­nu­te ist der Echo be­triebs­be­reit.

Nicht al­les ist Gold

Wie vie­le Her­stel­ler von Li­fe­style-Pro­duk­ten, rückt auch Ama­zon nicht mit spe­zi­fi­schen tech­ni­schen Da­ten her­aus. Der Echo ist ein Zy­lin­der und gibt den Klang in al­le Rich­tun­gen ab. Da­durch kann man ihn be­lie­big auf­stel­len und hat an­geb­lich im­mer ein glei­ches Klang­bild. Mit der 360-Grad-Wie­der­ga­be fällt na­tür­lich ein Ste­reo-Klang weg. Im In­ne­ren ar­bei­tet ein 50-Mil­li­me­ter-Hoch­tö­ner, der wie der Tief­tö­ner (63 Mil­li­me­ter Durch­mes­ser) nach un­ten ab­strahlt. Ge­ne­rell ha­ben wir schon bes­se­re Laut­spre­cher ge­hört, die in der­sel­ben Preis­li­ga spie­len. Klang­lich kann der Ama­zon Echo nicht über­zeu­gen. Ihm fehlt die ge­wis­se Tie­fe. Auch ist der Sound ble­chern und zu­rück­hal­tend. Für ei­ne rei­ne Mu­sik­wie­der­ga­be im au­dio­phi­len Sin­ne eig­net sich er nicht. Wenn man sich die Echo-Sei­te von Ama­zon an­schaut, wird man fest­stel­len, dass in der Kom­mu­ni­ka­ti­on auch gar nicht um den Laut­spre­cher geht, son­dern viel­mehr um die in­stal­lier­te Soft­ware und ih­re Fä­hig­kei­ten.

„Ale­xa, ...“

Die Sprach­er­ken­nung hört auf den Na­men „Ale­xa“. Die Funk­ti­ons­wei­se ist nicht neu und kennt man schon von App­les „Si­ri“oder dem Goog­le As­sis­tant. Doch wie aus­ge­feilt ist Ale­xa? Ale­xa gibt es schon mit dem Ama­zon Echo seit zwei Jah­ren auf dem ame­ri­ka­ni­schen Markt. Ein­fach „Ale­xa“in den Raum hin­ein­ge­ru­fen, schon ist der Echo be­reit und war­tet auf die Wün­sche des Nut­zers. Er­reicht wird dies durch die sie­ben Mi­kro­fo­ne un­ter dem Laut­stär­ke-Licht­ring, die über ei­ne Richt­strahl­tech­no­lo­gie und ei­ne Ge­räusch­un­ter­drü­ckung ver­fü­gen. Ob Mu­sik lief oder an­de­re Kol­le­gen mit­ein­an­der spra­chen, die Er­ken­nung funk­tio­nier­te zu 95 Pro­zent oh­ne Schwie­rig­kei­ten. Die Laut­stär­ke wird ein­fach so per Sprach­er­ken­nung ge­re­gelt: „Ale­xa, Laut­stär­ke auf drei“, wo­bei zehn die lau­tes­te Stu­fe ist. Doch was kann Ale­xa al­les? Na­tür­lich ist der Schwer­punkt auf die Di­ens­te von Ama­zon aus­ge­rich­tet. Des­halb soll­te man ein Ama­zon Pri­me Kon­to ha­ben. Mit dem Echo kann man die Au­di­b­le-Hör­bü­cher hö­ren oder sei­ne Mu­sik über Ama­zon Pri­me Mu­sic ab­spie­len. Hat man dies nicht, so ist es mög­lich Mu­sik über Spo­ti­fy oder Tu­n­eIn zu hö­ren. Möch­te man wis­sen, was ge­ra­de ge­spielt wird, so ge­nügt ein­fach ein Sprach­be­fehl und schon teilt Ale­xa Ti­tel und In­ter­pret mit. Eben­so kann man Ter­mi­ne und Ka­len­der­ein­trä­ge ab­hö­ren. Da­zu muss man je­doch den ent­spre­chen­den Di­enst ein­ge­bun­den ha­ben. Das in­ter­es­san­tes­te Fea­tu­re ist ei­ne Be­stel­lung über Ale­xa. Ist man auf der Su­che nach ei­nem Blue­tooth-Laut­spre­cher, sagt man ein­fach: „Ale­xa, be­stel­le mir bit­te ei­nen Blue­tooth-Spea­ker“. Dann sucht Ale­xa erst ein­mal in der Be­stell­his­to­ry bei Ama­zon nach ei­nem pas­sen­den Ge­rät und liest die Ar­ti­kel­be­schrei­bung vor. Be­vor die Be­stel­lung aus­ge­löst wird, muss man den Kauf noch­mals be­stä­ti­gen. Man kann na-

Das zy­lin­dri­sche Git­ter sorgt da­für, dass der Klang in 360 Grad ab­ge­ge­ben wer­den kann

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