Grü­ße aus den 80ern

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Zu ei­nem Plat­ten­spie­ler­test soll­te auch ein Ge­rät von Du­al ge­hö­ren. Des­halb ha­ben wir uns den CS 5054 ein­ge­la­den, des­sen ers­te Auf­la­ge be­reits in den 80er Jah­ren er­schien. Was der Hal­b­au­to­mat mit dem klas­si­schen Er­schei­nungs­bild al­les kann?

Wenn es um Plat­ten­spie­ler geht, dann war Du­al prak­tisch von An­fang an mit da­bei. Zwar hieß die 1900 ge­grün­de­te Fir­ma zu­nächst „Ge­brü­der Stei­din­ger“, aber auch die bau­ten schon Fe­der­lauf­wer­ke für Gram­mo­pho­ne. Im Jahr 1927 stell­ten sie dann ei­nen Mo­tor vor, der Elek­tround Fe­der­lauf­werk kom­bi­nier­te und da­mit der zu­neh­men­den Elek­tri­fi­zie­rung Rech­nung trug. Die­ser Du­al-Mo­tor wur­de der Na­mens­ge­ber der Fir­ma. Heu­te ge­hört Du­al-Pho­no zur Al­fred Feh­ren­ba­cher Gm­bH, die zwar auch Plat­ten­spie­ler an­de­rer Mar­ken pro­du­ziert und ver­treibt, de­ren gan­zer Stolz aber die Mar­ke Du­al ist.

De­sign von da­mals

Der ers­te CS 505 er­blick­te 1981 das Licht der Welt. In den Jah­ren 1981 bis 1993 gab es ihn in drei Ver­sio­nen, wo­bei der CS 505-4 jetzt in der vier­ten Ge­ne­ra­ti­on ver­kauft wird. Na­tür­lich wur­de er im Lau­fe der Zeit wei­ter­ent­wi­ckelt. Das De­sign hat sich seit da­mals al­ler­dings nicht ver­än­dert. Gera­de da­durch ver­sprüht der CS 505-4 die­sen herr­li­chen 80er-Jah­re-Charme. So­fort sticht uns, bei dem als Sub­chas­sis ge­fer­tig­ten Hal­b­au­to­ma­ten, die schi­cke Holz­kon­so­le ins Au­ge. Sie ist beim auf 200 Stück li­mi­tier­ten „Ex­klu­siv-Mo­dell“in Nuss­baum ge­hal­ten. Re­gu­lär wird er aber in Schwarz an­ge­bo­ten. Die sil­ber­nen Fü­ße sind lei­der nicht ver­stell­bar und auch ei­ne Fe­de­rung ver­mis­sen wir hier. Da­für ist die Voll­pla­ti­ne im Chas­sis mit­tels Floa­ting-Auf­hän­gung ver­an­kert. Der Alu­mi­ni­um-Plat­ten­tel­ler ist mit Schwin­gungs­dämp­fern aus­ge­stat­tet, was zu­sätz­lich vor Er­schüt­te­run­gen schützt. Bei der Ver­an­ke­rung des Ton­arms setzt der Du­al auf ein Kar­d­an­la­ger mit mas­se­lo­ser Auf­la­ge­kraft­ein­stel­lung, die durch ei­ne Tor­si­ons­fe­der rea­li­siert wird. Der Ton­arm­kopf ist aus Car­bon-Fi­ber ge­fer­tigt und ab­nehm­bar. Als Ton­ab­neh­mer kommt ab Werk ein OMB 10 zum Ein­satz. Er ge­hört zu den preis­wer­tes­ten MM-Ton­ab­neh­mern, die Or­to­fon zu bie­ten hat. Dank sei­ner Hal­b­au­to­ma­tik wird der Ton­arm am En­de der Plat­te au­to­ma­tisch an­ge­ho­ben und sie be­ginnt sich erst zu dre­hen, wenn der Ton­arm dar­auf ge­führt wird. Auch wenn ei­ni­ge Her­stel­ler mei­nen, dass die­se He­be­tech­nik die Wie­der­ga­be­qua­li­tät ei­nes Plat­ten­spie­lers be­ein­flusst, ist sie doch un­ge­mein prak­tisch. Gera­de wenn man gera­de nicht im Zim­mer ist und die Schall­plat­te dem En­de ent­ge­gen geht.

Als An­trieb kommt beim CS 505-4 ein Rie­men­an­trieb zum Ein­satz, der von ei-

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